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Alpinistisch - geologische Tourenwoche /abgesagt

Datum Sa 16. Sep.  bis So 24. Sep. 2017
Gruppe Aktive
Leitung
Jonas Breitenstein-Str. 14
4102 Binningen
Telefon G 061 696 45 08
Telefon P 061 361 32 10
E-Mail: E-Mail
Typ/Zusatz: BW (Berg u. Alpinwandern) mit Bergführer
Anforderungen Kond. C
Techn. T6
Max. TN 1/10
Besprechung E-Mail
Route / Details Auf dieser spannenden Tourenwoche , Wandern bis T6 und Kraxeln bis zum 3. Schwierigkeitsgrad wir uns Jürg Meyer als Bergfüher und Geologe begleiten. Wie wandern in den Cottischen Alpen mit der Besteigung des Monte Viso als alpinistischem Höhepunkt.
Zusatzinfo Die spannende Woche beginnt am Mont Chenaillet (2650 m) beim Montgenèvre Pass und erlebt ihre Krönung mit einer Besteigung des stolzen Monte Viso (3841m), dieser weitherum allein stehenden Felspyramide, die man bei klarer Sicht von hohen Gipfeln der Bündner oder Walliser Alpen ganz weit im Südwesten markant erkennen kann.

Neben den bergsportlichen und landschaftlichen Erlebnissen ist das zentrale Thema dieser Woche die seltsamen Gesteine des Ozeanbodens, der sich vor der Alpenbildung zwischen dem damaligen Afrika und Europa gebildet hat. Ozean-Erdkruste ist etwas völlig anderes als Kontinent-Erdkruste. Wer in der Mitte des Atlantiks oder Pazifiks heute in die Tiefe taucht, trifft auf untermeerische Gebirge, die aus wurst- bis kissenförmigen Basaltlaven aufgebaut sind. Wer ein Tiefseetauchboot und viel Glück hat, hat, kann das Ausbrechen dieser 1200 Grad heissen „Kissenlaven“ sogar live beobachten. Einfacher geht es jedoch am 2650 m hohen Mont Chenaillet beim Montgenèvre-Pass, wo solche Kissenlaven in perfekt erhaltener Ausbildung, und deren Unterlage aus Gabbro und Serpentinit trockenen Fusses im Hochgebirge bequem erwandert werden können! Es gruselt fast ein wenig bei der Vorstellung, dass sich diese Steinkissen, über die man kraxelt, in 2500 m Wassertiefe in einem heute verschluckten Ozean gebildet haben.
Zwischen den Mont Chenaillet am Beginn und dem Monte Viso am Ende dieser Bergwoche schalten sich wunderschöne leichtere Bergbesteigungen im italienisch – französischen Berggebiet, immer gewürzt mit vielen geologischen Leckerbissen. Am Monte Viso können wir dann die gleichen Gesteine wieder antreffen wie am Chenaillet, allerdings in extrem veränderter Form als spektakulär schöne hoch metamorphe Gesteine, weil diese nämlich bei der Alpenbildung zuerst auf rund 100 km Tiefe hinuntergedrückt wurden, bevor sie später auf fast 4000 m empor gehoben wurden!

Die Tourenwoche ist alpintechnisch recht einfach, konditionell jedoch ziemlich anspruchsvoll, mit Höhendifferenzen bis rund 1’500m und bis zu 7-stündigen Touren. Mehrstündiges sicheres Gehen über Stock und Stein wird vorausgesetzt, Kraxeleien und leichte Kletterei bis in den dritten Schwierigkeitsgrad ebenso.
Anmeldung von 1.2.2017 bis 30.6.2017