Anleitungen: Tourenanmeldung und -bericht Adressänderung
Zwei 4000er bei schwierigen Bedingungen
Am Freitag brachte uns das Taxi von Täsch bis nach Eggstadel. Ab da konnten wir in knapp einer Stunde mit Ski der schneebedeckten Strasse bis zur Täschalp folgen. Hier aber war “fertig lustig”: Mit schwerem Gepäck (Ski und Skischuhe zusätzlich zum Hochtourenmaterial) mussten wir die letzten 500 Höhenmeter zu Fuss meistern. Rita, die neue Hüttenwartin, begrüsste uns herzlich mit feinem Kuchen, als wir auf der Hütte ankamen. Sie war in ihrer ersten Saison. Ursprünglich war das anspruchsvolle Rimpfischhorn erst für den zweiten Tag geplant, nach dem Alphubel als Trainingstour. Da für den zweiten Tag eine Wetterverschlechterung angekündigt war, stellten wir das Programm um. Wie sich später herausstellte, war das ein weiser Entschluss. Nach der Tagwache um 4:30 Uhr verliessen wir bei prächtigem Sternenhimmel die Hütte. In etwa vier Stunden erreichten wir den Einstieg in die Felsen des Rimpfischhorns auf rund 4000 Metern Höhe. In zwei Seilschaften, mit Pickel und Steigeisen bewehrt, machten wir uns an den Gipfelaufbau. Rasch wurde deutlich: Heute waren die Verhältnisse eher garstig. Das normalerweise mit Schnee gefüllte Couloir hatte kaum Schnee, sodass wir uns vorsichtig auf plattigen Felsen hinauftasten mussten. Im oberen Teil folgte eine schöne, ausgesetzte Kletterei im festen Fels. Ein scharfer Firngrat führte auf den schmalen 4198 Meter hohen Gipfel. Beim Abstieg zahlte es sich aus, dass das 4er-Team aus erfahrenen Bergsteigern bestand. Wir seilten flüssig fünf mal über 40 Meter ab bis zum Skidepot. Die Abfahrt zur Hütte war grandios: Der weiche Schnee ermöglichte genussvolle Schwünge vor einem prächtigen Panorama. Am nächsten Tag zeigte auch der ansonsten so harmlose Alphubel seine Zähne. Die gesamte Gipfelmulde war hart gefroren. Wie alle anderen Anwärter mussten auch wir Steigeisen montieren und die Ski am Rucksack befestigen, was hier äusserst selten nötig ist. Nach der Gipfelrast erwartete uns in einem Mix aus Sonne und Wolken eine wahre „Härteprüfung“: Der Schnee war hart, verfahren und deckelig zugleich. Als wir die rettenden, schön planierten Pisten bei der Längfluh erreichten, feierten wir das Überstandene gleich mit einer grösseren Rast. Nach einer entspannten Abfahrt über butterweiche Pisten hinab nach Saas Fee liessen wir die drei intensiven Tage auf einer Restaurantterrasse mit einem feinen Essen ausklingen.
Fotos: Alle; Text: Markus
Im Team: Markus & Tomaz (Leitung), Rainer (zukünftiger TL Sommer), Peter (ehemaliger TL)
Hier gehts zu allen Fotos und Filmchen:
Um 8 Uhr beginnen wir unsere Wanderung in Gänsbrunnen und steigen durch den romantischen Rüschgraben zum Hinteren Weissenstein und zum 1330 m hohen Dilitschkopf, wo wir nach zwei Stunden unser erstes Gipfelfoto machen. Da geniessen wir auch unser Znüni. Das Wetter ist trocken, doch liegt immer noch Feuchtigkeit über dem grünen Jura und die Aussicht können wir nur dank dem Bild in der Ausschreibung geniessen.
Frisch gestärkt geht es auf dem Kretenweg über Stock und Stein zum Hächler und weiter auf dem bequemen breiten Wanderweg zum Balmberg. Östlich davon besteigen wir die Wanneflue. Die vielen Weglein führen durch ein Labyrinth und es ist nicht immer einfach, die Ideallinie nach oben zu finden. Schliesslich erreichen wir unseren heutigen zweithöchsten Gipfel (1201 m) und geniessen unser Mittagspicknick und die Aussicht ins Mittelland. Wegen des Hochnebels bleiben uns die Alpen verborgen. Frisch gestärkt steigen wir ab auf den Jura-Höhenweg und nach wenigen Minuten stehen wir auf der 2022 erstellten Seilbrücke Gschliff, die wegen des Steinschlags und Wegrutschens des alten Weges errichtet werden musste. Sie ist kurz und trotzdem imposant.
Nach einer Viertelstunde erreichen wir das Bergrestaurant Hofbergli, wo uns Margret zur Feier ihrer 200. SAC-Wanderung zu Kaffee und Kuchen einlädt (ganz herzlichen Dank, liebe Margret!).
Frisch gestärkt steigen einige unter Leitung von Erhard nach Günsberg ab. Die übrigen wandern auf der ausgeschriebenen Strecke über den wunderbaren Gratweg der Bättlerchuchi mit imposanten Ausblicken ins Tal weiter und steigen ab nach Farnern, wo wir nach der Austrinkenden beim Rastplatz zu Ehren der Güterregulierung in den Bus heimwärts steigen.
Ein herzliches Dankeschön an die motivierte und fröhliche Gruppe, insbesondere auch an Erhard und Thomas für ihre Unterstützung,
Georg
Unsere Wanderung, dem 2. Teil des Fricktaler-Höhenwegs von Zeiningen Mitteldorf nach Frick Bahnhof, ist mit 21km Länge und 650Hm zu Beginn der Wandersaison relativ anspruchsvoll. Chapeau an die Teilnehmende, alle waren flott unterwegs!
Bei bedecktem und trockenem Wetter – mit nur im Herzen spürbaren Sonnenschein, da über den Wolken – haben wir unsere Wanderung hoch motiviert und mit Freude in Zeiningen gestartet.
Wir wanderten über die abwechslungsreiche und vielseitige Hochebene des Tafeljuras zum Flughafen Schupfart, die Halbzeit unserer Gesamtdistanz. Hier machten zwei Teilnehmende von meinem Angebot Gebrauch, die Tour abzukürzen und den Bus in Schupfart Dorf zurück nach Basel zu nehmen. Es freut mich, dass dieses Angebot genutzt wurde und sie uns in der ersten Hälfte begleitet haben.
Nach der Verabschiedung beim Flugplatz ging es für uns weiter bergauf zur Mittagspause beim Fazadellerkreuz. Die Temperaturen auf der Höhe waren etwas kühler und wir verkürzten unsere Pause etwas und starteten zum 749m hohen Tiersteinberg. Der Weg dorthin liegt im Naturwaldreservat Thiersteinberg-Homberg-Horn und ist ausserordentlich schön und erlebnisreich. Nach zwei kurzen Pausen bei Aussichtspunkten ging es hinunter zur Burgruine Alt-Tierstein – mit Besuch der Ruine – und anschliessend über die Flur Chaltenbrunnen nach Frick Bahnhof, wo fast zeitgleich unser Zug nach Basel eingefahren ist. Das gute Timing wurde speziell verdankt 😊, aber es war reiner Zufall (ehrlich).
Vielen lieben Dank an alle Teilnehmenden für die gute Stimmung und die guten Gespräche, mir hat es grossen Spass gemacht und ich freue mich auf das nächste Mal.
Daniel
Wir – Almut, Christiane, Elisabete, Ilda (eine Freundin von Elisabete, die bei einer SAC Wanderung schnuppern wollte) Katharina, Sandy – trafen uns am 11. April um 07:15 am SBB. Von dort mit dem Zug nach Biel und dann mit dem Bus nach Les Prés d’Orvin. Im Bus gab es nur noch knapp Stehplätze. Das Wetter hatte wohl noch mehr Wander- und Blumenfreunde angelockt. In Les Prés d’Orvin verteilten sich die vielen Wanderer sehr schnell. Auf den unteren Wiesen waren die Osterglocken bereits am Verblühen, aber weiter oben Richtung Cabane de Jura standen die Osterglocken noch in voller Pracht. Die Wiesen und Weiden sind gelb vor Osterglocken, dazwischen dann weisse und blaue Krokusse und gelbe Schlüsselblumen. Eine überwältigende Farbenpracht.
Von der Cabane de Jura ging es zunächst auf dem Kamm bis zu Clédar de Pierrefeu, dann Abstieg zur Métairie de Prêles und dann der Aufstieg zum Mont Sujet. Hier sind die Osterglocken noch nicht ganz so weit; bei vielen sind die Blütenknospen noch geschlossen.
Auf dem Mont Sujet haben wir uns eine ausgedehnte Mittagspause in der Sonne mit Blick auf die Alpenkette gegönnt.
Dann machten wir uns auf den Rückweg Richtung Les Prés-d’Orvin. Da der Weg nach Magglingen wegen Forstarbeiten gesperrt ist, wollten wir bis Orvin wandern. Aber kurz vor Les Prés-d’Orvin so gegen 16:00 wurden wir vom Gewitter überrascht. Wir schafften es noch einigermassen trocken bis zur Bushaltestelle in Les Prés-d’Orvin und traten unsere Rückreise an.
„Hüttenwart” Markus stieg am Freitag auf, um die Hütte schon einmal schön einzuheizen. Statt wie üblich in einer Stunde ab Postauto Blatten, erforderte der Bergsturz einen großen Umweg von zwei zusätzlichen Stunden ab Postauto Wiler. Der nahe Anblick auf die Ueberreste von Blatten war eindrücklich und beklemmend. Da sich mit David und Giorgio nur zwei Mitglieder angemeldet hatten, die sich zudem erst für Samstag ankündigten, zog der Hüttwart am Morgen allein los zur Ebene Fluh. Es war ein Prachtstag mit Ausblicken auf die grossen Berge der Schweiz. Dank Saharastaub in der Atmosphäre erschien die Morgenröte besonders intensiv. Nach einem gemütlichen Hüttenabend zu dritt wurde der Wecker auf 4:30 Uhr gestellt. Während es am Sonntag in der Nordwestschweiz ständig regnete, fiel im Lötschental kein einziger Tropfen! Die Wolkendecke kam nie unter 4000 Meter hinab; bei guter Sicht stand das Team nach vier Stunden auf dem Petersgrat. Bei der Abfahrt war der Schnee im oberen Teil hart, im unteren Teil hingegen weich und buttrig. Nach der Hüttenputzete - belohnt von Davids Zucchettikuchen – folgte eine kurze Abfahrt nach Eisten. Nun hiess es: Rucksäcke mit Ski und Skischuhen schultern und via Weissenried in gut eineinhalb Stunden nach Wiler. Die einsamen Tage in der tollen Bergwelt des Lötschentals bleiben allen in bester Erinnerung.
Wir (33 Veteraninnen und Veteranen) haben eine prächtige Aussicht vom Horben (ca 800 müM, südlicher Abhang des Lindenbergs) auf die Voralpen und Alpen genossen.
Die Gruppen 1 und 2 fahren ab um 7:30 von der Meret Oppenheim Strasse und genehmigen den Morgenkaffee in der Bäckerei Ruckli in Sarmenstorf AG.
Die Gruppe 1 wandert von Gelfingen LU (am Baldeggersee) über das Schloss Heidegg und die Burgruine Nünegg zur Alpwirtschaft Horben AG, die Gruppe 2 von Oberebersol LU über Hohenrain (mit Wehrkirche) und Ibenmoos zum Mittagessen.
Die Gruppe 3 startet um 9:00 an der Meret Oppenheim Strasse, hält zum Morgenkaffee ebenfalls in der Bäckerei Ruckli in Sarmenstorf und wandert auf der Hochebene zur Alpwirtschaft Horben,
Auf der Nachmittagswanderung überqueren wir den südlichen Teil des Lindenbergs nach Müswangen LU.
Petrus hat uns einen milden Frühlingstag beschert.
Tourenteilnehmende: 28 Personen
Tourenleitung: Susanna Althaus
Bei prächtigem Wetter treffen wir uns in Frick am Bahnhof, wo wir mit dem Bus nach Wittnau reisen.
Dort starten wir gut gelaunt unsere Frühlings-Tour. Bei der Lourdes-Grotte genehmigen wir uns die erste Trinkpause. Diese Grotte wurde im Jahr 1902 als Wallfahrtsstätte eingeweiht.
Weiter steigen wir auf bis zum Wegweiser Refugium Horn. Da die Gruppe sehr gross ist, verzichten wir auf einen Blick auf die Überbleibsel des Hauptwalls der Befestigungsanlage am Wittnauer Horn und wandern direkt zur Buschbergkapelle. Der Ursprung dieser Kapelle reicht bis ins Jahr 1668 zurück. Laut dem Mirakelbuch des Klosters Mariastein war damals am Buschberg ein Müller unter seinen 23 Zentner schwer beladenen Wagen gekommen, eingeklemmt und schliesslich überrollt worden. Nach einem «Maria Hilf -Ruf» blieb er unverletzt. Als Dank liess er diese Kapelle bauen.
In den letzten Jahren erlangte der Buschberg als Kraftort eine gewisse Bekanntheit. Auch die Kapelle selbst gilt als Ort der Kraft mit einer Stärke von 22‘000 bis 34‘000 Boviseinheiten.
Weiter geht’s Richtung Fazedelle-Wegkreuz, zum sehr schönen Picknick-Platz, nahe am Grenzpunkt, wo die vier Gemeinden Wittnau, Gipf-Oberfrick, Schupfart und Wegenstetten aufeinander treffen. Es ist ein ehemaliger Köhlerplatz, da wurde Holzkohle hergestellt.
Nach unserer Mittagsrast wandern wir über den Tiersteinberg und geniessen die Aussicht über die weiten Höhenzüge des Schwarzwaldes. Beim Abstieg kommen wir zur Burg Alt Tierstein, wo wir nochmals eine Rast mit Ruinen-Besichtigung machen. Auf einem Bergsturzblock gelegen, gilt Alt-Tierstein als Stammburg der Grafen von Tierstein. Sie wurde vom 11. bis 15. Jahrhundert bewohnt.
Richtung Farschberg lichtet sich der Wald und wir wandern vorbei an schmucken Bauernhöfen, saftigen Wiesen, Apfel- und Kirschbäumen nach Frick. Durch das warme Frühlingswetter der vergangenen Tag sind die Kirschblüten in voller Pracht, ein wunderbares Erlebnis.
Beim Bahnhof bleibt noch kurz Zeit, sich vor der Heimreise zu verpflegen.
Wir durften einen fantastischen Wandertag «beinahe vor unserer Haustüre» geniessen. Danke an die ganze Gruppe, schön war’s, zusammen unterwegs zu sein.
Susanna
Tourenbeschrieb Mont Tendre – Cabane du Cunay 31.03. / 01.04.2026
Montag vor der Tour nach einem Telefonat mit dem persönlichen Meteo-Berater (0900 162 333) entschied ich weder das vorgesehene Tourengebiet Winteregghütte noch die angedachte Variante Garzonerahütte ist machbar; alles wegen Wind und erheblicher Schneebrettgefahr viel zu gefählich; also Umplanung und Verlegung der Tour in den Jura.
Start am Dienstag: 07:04 Uhr per Zug via Olten, Renens, Le Day bis Le Pont am Ostende des Lac de Joux.
Le Pont, Start um 11 Uhr vom Bahnhof auf der Strasse Richtung Abbey dann nach links gemäss Wegweiser (den einzigen mit der Angabe Mont Tendre, danach bis zum Gipfel nie mehr angegeben) den Wald hinauf. Über offene Felder, Lichtungen, durch Wälder auf und ab, an Pré de l’Haut Dessus 1291 müM vorbei endlich an den Kamm, an Risel vorbei weitere 5 km in Richtung Südwest auf den längst ersehnten Gipfel Mont Tendre 1679 müM. Gipfelfoto im kalten Spätnachmittag Wind. Ohne Pause Abstieg, den Kamm weiter verfolgt, bei Abendsonne in Richtung Col de Marchairuz, bis zur SAC-Hütte Cabane du Cunay 1610 müM. Diese suchten wir durch bewaldete, kuppierte Hochebene pirschend, entdeckten dann eine fast gänzlich zugeschneite Spur, die zur einer Lichtung unterhalb eines Überwachungsturms zur Hütte führte. Es war kurz vor dem Eindunkeln 20:15 Uhr. Alle sehr bis ultra müde.
Bemerkung:
Wir verloren in Le Pont ca 3/4 h weil ich meine Stöcke im Zug vergessen hatte, dies jedoch erst beim anziehen der Schneeschuhe ausserhalb von Le Pont merkte, ich an den Bahnhof zurückeilte, wo ich diese nicht wie gehofft vorfand. Ich fragte sogleich im dortigen Hotel dann im Tourismusbüro, wo ich Skistöcke ausleihen könnte. Schlussendlich kam der Sportladen-Inhaber vom Nachbardorf Abbey herangefahren, brachte mir Stöcke und holte diese in Le Pont, am Tag darauf bei unserer Heimreise, wo unser Zug von Le Sentier, kurz anhielt, wieder ab. Das war eine super grossherzliche Leistung von Valentino Pettelani vom Laden OK-Sports, selber Mitglied der SAC-Sektion Val de Joux, welcher die von uns besuchte Cabane de Cunay gehört.
Kaum in der Hütte angekommen und Türe mit Schlüssel aus Metall-Schachtel mit Zahlen-Schloss (Code) geöffnet, halfen alle tatkräftig mit: den Holzzimmerofen und den Holzkochherd anzufeuern, Gemüse rüsten, Tisch decken, Wasser aus Zisterne am Küchenlavabo mit Handkurbel hochpumpen, so dass wir nach etwa 1 Stunde mit dem 4-Gang Menü beginnen konnten: Hafersuppe, Fenchelsalat, Älpler Maccaroni, Mango-Quarkcrême. Um 23 Uhr lagen alle unter dicken Wolldecken, die einen auf Matrazzen am Holzofen im Aufenthaltsraum, die anderen oben im grossen Schlafraum, mit Blick durchs Fenster auf den Fast-Vollmond über dem Genfersee. Das Geschirr und die zahlreichen Pfannen blieben schmutzig gestappelt in der Küche bis zum nächsten Tag.
Am Folgetag, 1. April, Morgenessen bei wunderbarem Sonnenschein und prächtiger Aussicht auf die Alpen über dem Genfersee, um 8 Uhr. Danach abwaschen, aufräumen, putzen, Hütte abschliessen, Abstieg in 3 h zur Skilift Talstation in Le Sentier, wieder durch tief verschneite Wälder und Lichtungen, die beiden Skitüreler genossen viele wunderbare Hänge. Im oberen Drittel bei Grandes Chaumilles suchten alle nach vergrabene LVS. Beim Bahnhof war das Bahnhofbuffet geschlossen, dafür fuhr knappe ½ h nach Ankuft bereits ein Zug um 14:06 los, in 3 1/4 h nach Basel.
Verhältnisse: zum teil bewölkt, anfangs sogar kurzer Schneefall, oft danach auch schön sonnig, am Kamm und Gipfel windig und kalt, Schnee ab Seehöhe in beiden Dörfer Le Pont, wie auch Le Sentier (Abschluss der Tour), im Gelände zum Teil sehr viel Schnee, anstrengende Spurerei und Routenfindung, KEIN Wegweiser Mont Tendre gesichtet, ausser bei der ersten Abzweigung in Le Pont links weg zum Wald. Wunderschöne tief verschneite, einsamste Landschaft, auch im Abstieg am Folgetag nordwestwärts nach Le Sentier, Ortschaft am unteren See-Ende.
Unterwegs auf den Zugfahrten unterhielten wir uns sozusagen ununterbrochen und lachten sehr viel.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Drei amüsante Gymnasiastinnen (Gäste aus der Sektion Baselland) und mit mir drei aus unserer Sektion, im Alter von 51 bis 69. Zwei Frauen, eine von beiden nahm an der Skitour für Neumitglieder teil, waren noch NIE mit Schneeschuhen unterwegs. Alle standen den 8 1/2 h Aufstieg mit zahlreichen kleineren Zwischenabstiegen und Wiederaufstiegen, oft durch tiefen Pulverschnee, tapfer durch. Super Selbstversorger Cabane du Cunay, mit fantastischer Aussicht.
Vor einem Monat musste die Tour wegen des nassen Wetters verschoben werden. Jetzt sind wir statt auf die Haglere ab Hirsegg aufs Böli (westlich von Sörenberg) gegangen, zu Frühlingsanfang bei gutem Wetter bereits mit teils dünner Schneeauflage. Die Schneeschuhe haben wir auf knapp 1300 m angelegt und hatten bis kurz vor dem Gipfel des Böli (1863 m) eine durchgehende Schneedecke. Dort gab’s bei guter Aussicht eine kurze Mittagspause.
Wir mussten entscheiden, ob wir über die Aufstiegsroute zurück nach Hirsegg gehen oder an der Chlushütte vorbei südseitig hinunter nach Kemmeribodenbad. Diese Route sah unterhalb von 1600 m komplett schneefrei aus. Aber die Aussicht auf Meringue am Ziel hat den Ausschlag gegeben: also Überschreitung mit Abstieg nach Süden. Einen Vorschlag für den Zeitplan gab das Restaurant: Unser 7-er Tisch war nur noch bei Eintreffen bis 14:30 Uhr zu reservieren!
Beim Abstieg über den Nordhang des Böli waren ein paar Löcher im Schnee zu beachten, aber ging es zügig nach Süden hinunter. Mit dem Schnee ist es bald vorbei gewesen, und so sind wir statt über die Diretissima auf dem steil gewundenen, teils kaum sichtbaren Wanderweglein abgestiegen. Ab P1242 ist man dann auf einem bequemen und schönen Wanderweg bis Kemmeriboden. Wir sind mit einer Verspätung von 1 Minute am Restaurant eingetroffen und haben die Tour bei süssen Leckereien ausklingen lassen, bevor ist mit dem Postauto und Zug zurück nach Basel ging.
Danke an die motivierten Teilnehmer – es hat wirklich Spass gemacht !
Uli
Erst ab Ende Februar ist der Zutritt zum hinteren Lötschental nach dem verheerenden Bergsturz wieder erlaubt. Allerdings ist dazu ein grosser Umweg über Weissenried erfordelich. Wer den drohnenüberwachten Schuttkegel betritt, muss mit saftigen Bussen rechnen.
Vom Skigebiet Lauchernalp aus erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein in gemütlichen drei Stunden in einer langen Traverse den Gipfel. Nachdem es am Vortag hier noch gestürmt hatte (Gondelunfall am Titlis), wehte nun nur ein laues Lüftchen. Aber: Aufgrund des starken Windes war der Schnee „gedeckelt“, sodass wir in vielen Abschnitten recht gefordert waren. Unten hingegen empfing uns cremiger Sulz. „Schön, ich kann doch noch Skifahren“, dachten da wohl einige. An einem schönen Tag begegnen einem bei der Fafleralp Dutzende Winterwanderer, doch nun herrschte totale Einsamkeit. Kurz vor Blatten – die Warnschilder waren unübersehbar – mussten wir nach rechts ausweichen und den notfallmäsig ausgebaggerten Weg zum Weiler Weissernried 200 Höhenmeter hinaufsteigen. Nach einer längeren Traverse kamen wir an ein tief eingeschnittenes Tobel, das bei Lawinengefahr den Exit unmöglich macht. Zum Glück waren die Seitenhänge der Schlucht schneefrei, sodass wir die Hängebrücke gefahrlos erreichen konnten. Nun waren wir wieder in der Zivlisation angelangt. Der letzte Teil der Lauchernalp-Abfahrt (leider teilweise ohne Schnee) brachte uns hinab zum Ausgangspunkt Wiler. Um 18:00 Uhr konnten wir eine wunderschöne aber durchaus nahrhafte Rundtour abschliessen. Nicht nur die prächtige Aussicht auf die hohen Schweizer Berge, sondern auch der nahe, beklemmende Anblick der Folgen des Bergsturzes hinterliess einen bleibenden Eindruck.
Hier der Link zu allen Bildern und Filmchen:
https://photos.app.goo.gl/JFCBpeq9KGLp8MB86
Im Team: Urs H., Urs W., Jürg K, Chiara, Claus, Lorenz. Leitung: Matthias & Markus
Bei Sonnenschein, kühler Bise und guter Laune starten wir in Seewen unsere Wanderung. Zunächst dem Ufer des ehemaligen Seewener Sees entlang, der vor ca. 13’000 Jahren wegen eines Bergsturzes beim heutigen Welschhans entstanden ist. Der Flurname Welschhans geht auf einen welschen Jean zurück, der um 1700 von der Gemeinde Seewen den Auftrag hatte, den Ablauf des Sees offen zu halten, damit die Fläche des verlandeten Sees urbar gemacht werden konnte und nicht mehr überschwemmt wurde.
Nach kurzer Zeit steigt der Weg steil an und wir erreichen nach einer Stunde den Woll. Gemäss SwissTopo soll sich hier ein prähistorischer Wall befinden. Eine da gefundene keltische Münze soll Hinweis dieser Besiedlung sein. Die heutigen Archäologen vermuten jedoch, dass es sich um einen grossen Lesesteinhaufen handeln muss. In der näheren Umgebung des Wolls wurde Land gerodet und urbar gemacht und die Steinbrocken wurden zu einem Wall aufgeschüttet.
Weiter gehts im eisigen Wind über den Wisiggrat mit schöner Aussicht nach Basel zum Gotthard und auf den höchsten Berg von Himmelried, den Homberg mit einer Höhe von 793m. Der Name „Gotthard“ ist hier humoristisch entstanden. Er ist der Übergang zwischen Himmelried und dem Eigenhof und hat Eingang in die Nomenklatur von SwissTopo gefunden.
Weiter geht es zum Armenfonds. Auf dieser Hochfläche konnten anfangs 19. Jahrhundert bedürftige Menschen von Himmelried auf gerodetem Land ihre kleinen Aecker bewirtschaften. Wir lassen uns für die Mittagspause bei der Wettertanne und Picknickstelle nieder. Im Nu entfachen Erhard und Co. ein Grillfeuer und bald riecht es fein nach Raclette und Wurst. Die weiterhin stark wehende Bise spornt uns anschliessend an, in raschem Schritte über Rütenen zum Eigenhof zu marschieren. Vom Winde verweht erreichen wir die warme Stube des Eigenhofs, wo uns Frau Wiggli, die Wirtin, feine Früchtewähen, Kaffee und Milch vom Hof auftischt.
Gestärkt und aufgewärmt steigen wir durch das romantische Pelzmühletal nach Grellingen runter. Zufrieden und zuversichtlich, dass zuhause eine warme Stube auf uns wartet.
Herzlichen Dank an die fröhliche Gruppe, Georg
Kurze Anreise nach Niederrickenbach-Dorf (mit dem raschen Umstieg in Luzern). Beim Start noch etwas Nebel, dann ganztags blauer Himmel und schönste Sonne. Wir waren zu viert, mit Ski und Snowboard. Ganz oben am Glattengrat ziemlich windig, daher Fellwechsel etwas unter dem Gipfel. Dafür eine Kaffespause im Brisenhaus mit leckerem Maronenkuchen. Ganz am Ende von Ahorn bis zum Kloster haben wir die Ski dann getragen, links und rechts bereits die Himmelsschlüsseli. Wegen des starken Regen- und Schneefalls vom Samstag mussten wir die Tour auf werktags verschieben, weshalb einige leider nicht teilnehmen konnten. Dafür am Glattengrat recht guter Neuschnee, noch nicht zu verspurt. Aber in dieser Höhe ist die Wintersaison bald vorbei.
im Team: Christine, Anja, Urs und Martin
Was für ein Abenteuer! Am 14. März 2026 starteten wir – Mario, Tristan, Enzo, Sophia und Audrey – zusammen mit unserem Bergführer Rolf Zurbrügg zum KiBe-Eiskletterschnuppertag auf der schneereichen Engstligenalp.
Schon beim Aussteigen aus der Gondel hatten wir Schnee überall! Aber das hat uns nicht gestört. Vor uns funkelten riesige Eiswände, die nur darauf warteten, von mutigen KiBe-Kletterern erobert zu werden.
Rolf zeigte uns, wie man mit Steigeisen und Eispickeln umgeht. Am Anfang fühlten wir uns ein bisschen wie Pinguine auf Schlittschuhen, aber bald hatten wir den Dreh raus. Jeder von uns kletterte tapfer ein Stück höher, manchmal mit Jubelrufen, manchmal mit Lachern über rutschige Versuche.
Trotz des ständigen Schneefalls hatten wir mega Spass. Wir feuerten uns gegenseitig an, machten Schneebälle in den Pausen und fühlten uns wie kleine Eiskönige und -königinnen.
Am Ende waren wir müde, nass und superglücklich. Unser Fazit: Eisklettern im KiBe ist einfach spitze – und ein bisschen Schnee kann uns garantiert nicht stoppen!
Der Vorstand durfte an die 150 Mitglieder und Gäste im „schönsten Saal Basels“ begrüssen. Mit einem reich bebilderten Überblick präsentierte der Präsident unser Clubleben im 2025. Nach der Präsentation von erfreulichen Zahlen durch unseren Finanzchef kam es zu einem regelrechten Highlight: In der 163-jährigen Geschichte des Klubs war es das erste Mal, dass sich gleichzeitig vier Hüttenteams einfanden, die aus Burgdorf, Grindelwald und dem Wallis angereist waren. Denn bei beiden Hütten – der Weisshorn- und der Schreckhornhütte – kam es zu einem Wechsel in der Bewartung. Und: Zum ersten Mal handelte es sich dabei ausschliesslich um Hüttewartinnen – Frauenpower pur! In allen vier Ansprachen wurde deutlich, was die Hüttenwartinnen motiviert. Sei es der wilde Gletscherkessel des „Oberen Ischmeers“ oder die kleine Terrasse am Fusse des Weisshorns mit Blick auf 17 Viertausender – es ist die Magie dieser Orte, verbunden mit Begegnungen von dankbaren Hüttengästen. Anschliessend wurde die Ernennung unseres neuen Ehrenmitglieds mit viel Applaus vollzogen. Urs Renggli, der sich seit vielen Jahren unermüdlich als Tourenleiter engagiert und sich für den Umweltschutz einsetzt, hat diese Ehre wahrlich verdient.
Zum Abschluss gab Bergführer Marco Bomio mit eindrücklichen Bildern einen Einblick in die dramatischen Veränderungen der Bergwelt Grindelwalds. Von der abgerutschten Stieregghütte bis hin zum erodierenden Hüttenweg der Schreckhornütte – der Klimawandel hinterlässt tiefe Spuren.
Bei angeregten Gesprächen, Wein und guter Verpflegung klang der Abend bis in die Nacht hinein aus.
Hier ist der Link zu allen Fotos, darunter auch ein Ausschnitt aus der Dankesrede von Urs Renggli:
https://photos.app.goo.gl/hoJfUADrhvQJTC3z9
(Fotos Ralph Büchelin, Text Markus Stähelin)
Wir starten in Laufen bei wechselnder Bewölkung in Richtung Schützenhaus und erreichen über ein hübsches Weglein den Steg über die Lützel. Später geht es über die Bärenlöcher 170 m steil im Wald aufwärts auf einem recht angenehmen Zickzackweglein. Über angenehme Forstwege erreichen wir Niederhuggerwald. Kurz vor dem höchsten Punkt bei den letzten Häusern von Huggerwald kommt kalter Wind auf und so entscheiden wir, die Mittagsrast an einer etwas geschützten Stelle zu machen. Der Weg über die Höhe oberhalb Liesberg ist auch bei diesem Wetter traumhaft schön mit den alten Bäumen und der Weitsicht. Beim Abstieg in Richtung Etang de la Réselle müssen wir die Regenjacken anziehen. Kurz vorher sehen wir noch zwei Gemsen (oder doch Rehe?), die sich nicht allzu scheu mitten im Feld aufhalten. Bis wir durch Soyhières spazieren, benötigen wir den Schirm nicht mehr. Im Hotel Le Cavalier schiebt die Gastgeberin spontan ein paar Tische zusammen und wir haben ausreichend Zeit für unseren Schlusstrunk, bevor es via Delémont wieder heimwärts geht. Die Route fand Begeisterung und es freut mich als Tourenleiterin, dass doch einige diese Version noch nicht gekannt haben. Danke für eure gute Gesellschaft. L.M.
Bei frühlingshaften Temperaturen genossen alle 3 Gruppen den schöne Tag in der Zentralschweiz.
Gruppe 3 verwöhnte sich beim Morgenkaffee beim feinen Chocoladier “Aeschbach” in Root. Nach dem Spaziergang entlang der Ron erlebten alle den grossartigen Weitblick von der Kappelle Michelskreuz.
Gruppe 1 und 2 wurden ebenso verwöhnt von der abwechslungsreichen Landschaft mit auf und ab und immer wieder herrlichen Pausenplätzen mit dem Blick auf die verschneiten Berge. Mit dem Apero auf der Terassee und dem guten Essen ging das Verwöhnprogramm weiter.
Herzlichen Dank für die Teilnahme und den Kaffee- und Apero Sponsoren.
Start in Oberschongau: Bei herrtlichem Frühlingswetter geniessen wir den Lindenberg oberhalb des Baldeggersees. Die Alpen sehen wir … leider mit leichtem Dunst verhüllt. Unterwegs, ganz einfach am Waldrand, setzen wir uns zum Picknick hin. Vorbei am Bollmoos erreichen wir wenig später die Alpwirtschaft Horben, wo sich die Einkehr lohnt. Auf dem Abstieg wandern wir an der Ruine Nünegg vorbei und besuchen kurz den Rosengarten (bald blühen sie) beim Schloss Heidegg. Den Abschlussdrink nehmen die einen im Restaurant Sternen in Gelfingen, die anderen begeben sich direkt auf die Rückreise.
Tourenbeschrieb Vollmondtour Wildstrubel, 3./4. März 2026
Route: Ab Bahnhof Kandersteg auf Wanderweg bis Eggeschwand, von dort zum Waldrand, ausgeschildert, zahlreiche Spuren von Schneewanderer und Skitüreler (abgefahren), meist erstaunlich breiter Weg bis nähe Winteregg, von dort Piste über Spittelmatt-Schwarenbach-Daubensee-Lämmerenboden, dann Spuren zur Lämmerenhütte, eine steile Stelle perfekt präpariert, siehe Foto. Dann nach 45 Min Pause um 4 Uhr im Vorraum UG der Lämmerenhütte (alle schliefen noch) weiter den Spuren folgend, im Vollmondlicht der Route gemäss SAC-Tourenportal folgend den nördlichen Wildstrubelgletscher-Zipfel hinauf (ein Steilhang) zum oberen Gletschertableau und über sanfte Hänge auf einer der Gipfel.
Verhältnisse/Wetter: super schöner Vollmond, erst ab ca. 05:30 Uhr zu wenig Mondschein im Gletschergebiet, leider an vielen Stellen zu windig (kühl). Schnee gut griffig, angefroren, nie eisig. mein Cola wurde zu Eisbrei zwischen dem ersten Schluck um 4 Uhr bis zum Gipfel um 8 Uhr. Mein Rucksack, 12 kg, war etwas zu schwer.
Bemerkungen/Hinweise: niemand der Interessenten und von mir kontaktierten ca. 15 SAC-ler oder Freunde/Verwandte konnten mitkommen, also ging ich alleine. auf dem Lämmerenboden beobachtete ich ca ¼ h lange einen Fuchs, der regelrecht um mich herum sprang und als wie näher sich heranschlich. super herzliche Bewartung in der Lämmerenhütte. Ich trank feinen Kaffee-Williams mit Schlagrahm, und sass draussen vor der Hütte, im Gespräch mit Bergführerin Marian Ettlin und 3 jungen Kund*innen, um 11 Uhr
2200 Hm, 26 km, 11.5 h ab Bahnhof Kandersteg bis zu einem der Wildstrubelgipfel
Gelungene Tour von Kemmeriboden nach Habkern mit Übernachtung auf der unbewarteten Hohganthütte!
Bei bestem Wetter in Realp unterwegs – das neue Format wird im nächsten Jahr wiederholt!
Alle Bilder hier:
Man staunt immer wieder wieviele Ruinen es in unserer Gegend gibt. Und so war es auch heute. Naürlich wurden nicht gleich diese Ruinen angepeilt, der Tag wäre viel zu schnell vorbeigerauscht. Der Weg führte uns zuerst über den Muggenberg östlich von Pfeffingen, auch eine kleine aber hübsche Gratwanderung die uns aber gleich auf den breiten Weg führte zur schön renovierten Burgruine Pfeffingen. èber die Rütimatt, Steibrunne, führte uns der Weg zum Chleifegg, das hiess ganz genau dass wir den Ruinenweg beschritten. Auf und ab auf kleinen schmalen Wegen, kurzen Graten erreichten wir die Ruine Münchsberg. Der grösste Teil der Gruppe bestieg auch die Ruinen, ob es die Münchsberg, die Engenstein oder die Ruine Schalberg war, sie wollten die Aussicht geniessen, wo früher wahrscheinlich Burgherren, ect. wohnten. Es war sicher immer spannend da bei Engenstein auch eine lange Leiter hinaufführte. Die Frohberg war die letzte Burg bevor wir das Dolmengrab besuchten, wo vor ca. 4000 Jahren eine Sippe beerdigt wurde, und man bei der Ausgrabungen nur noch ganz wenige Gebeine und Werkzeuge fand. Aber es ist immer spannend. Der Hunger war langsam gross und wir landeten bei der schönen Grillstelle- Holz vorhanden, das war super! Es wurde gebrätelt und gut unterhalten. Danach schon ca. 40 Minuten zum verdauen wo die Wanderung bei dem Restaurant Mühle ein Ende fand. Wieder mit einer neugierigen lustigen Gruppe unterweg, das ist immer das highlight. Ich danke allen.
Leider wurde der Wetterbericht mit jedem Tag bis zur Tour schlechter. Von Unterterzen zum Maschgenkamm mit der Bergbahn, Einkehr zum Kaffeehalt mit der Hoffnung auf nachlassenden Regen. Kurze Fahrt mit dem Sessellift nach Panüöl, wo sich die Sonne kurz zeigte. Doch schon bald setzte wieder der Regen ein. Nach 3 Stunden erreichten wir ziemlich durchnässt die Spitzmeilenhütte. Da in letzten Tagen niemand auf der Hütte war, war es entsprechend kühl im Winterraum. Nach 2 Stunden sind wir langsam aufgetaut. Nach dem Fondue war es dann richtig schön warm.
Am nächsten Morgen Kontrastprogramm. Strahlender Sonnenschein und durch die Abkühlung war der Schnee gefroren, sodass es sehr angenehm war mit den Schneeschuhen zu wandern. Da am Gipfel ca. 2.5m Schnee lagen, war es klar, dass wir diesen nicht besteigen konnten (die Ketten waren nicht zugänglich). Doch auch auf den Spitzmeilensattel mussten wir verzichten. Auf Grund einer grosse Wächte, erhebliche Lawinengefahr und einer Hangneigung grösser 40°, entschlossen wir uns auf einen Vorgipfel das Spitzmeilens zu wandern. Wunderschöne Aussicht, ausgiebige Rast und dann Rückmarsch zur Hütte. Von dort gemütlicher Abstieg zum Bergbeitzli Fürsch, mit Mittagsrast und dann zurück Panüöl. Problemlose Heimkehr ins frühlingshafte Basel. Danke an alle Teilnehmer/innen für diese schöne, gemütliche Tour. PL
Eine schneereiche Woche in der Lidernenhütte inklusive Powderabfahrten, Schanzenbauen, Höhlenforschen und Lawinenausbildung.
Tourenbericht Garzonera Schneeschuh Wochenende 14./15. Feb. 2026
Effektiv durchgeführt wie folgt: Samstag bei ziemlich sonnigem Wetter, ab 1500 müM ziemlich bis stark einsinkend in den tiefen Schnee von Ambri-Piotta in 4 h 50 Min, mit 2 Esspausen und mehreren kurzen Halten, um Standort und Fortsetzungsrichtung auf der Karte (ich) zu bestimmen, und auf Handy verifiziert (Patrik). Ankunft in der herrlichen, grosszügigen Selbstversorgerhütte Rifugio Garzonera, 1970 müM, 1000 Hm und 5.6 km. nach einer halben Stunde zogen wir bereits die Schneeschuhe an, es gab Skiaufstiegsspuren bereits ab gelbem Wegweiser im Dorf. In der Hütte genossen wir es gemütlich anzufeuern, eine Kaffee in einer der drei Pialetti zubereitet zu trinken, brasilianische Musik zu hören zu Ehren des Olympia Siegers im Riesenslalom (einem Brasilianer), Quarkcreme zuzubereiten. Um 17 Uhr kam die angekündigte 7-ener Gruppe der Sektion Rossberg (Einzugsgebiet Zug) an, wir assen gemeinsam Spaghetti und Dessert.
Sonntag: um 9 Uhr los, bei prächtigem Sonnenschein, recht kühlem Wind, ziemlich entlang und etwas östlich dem nicht sichtbarem Wanderweg Richtung Lago di Cara bzw entlang der Route Skitour Passo Scheggia, bis Punkt 2300 müM auf der Krete bevor diese aufsteilt zum Nordgrat des Poncione Sambuco, Aufstieg 2 h 10 Min. für 350 Hm Aufstieg, fast alles frisch spurend, manchmal in Skispur von Vortag stapfend, Abstieg dann westlich der Aufstiegsspur, quasi auf dem tief eingeschneiten Wanderweg in 1 h zurück zur Hütte. Lunch Pause, dann Abstieg zügig in 1h 50 Min zurück nach Ambri-Piotta in unserer Aufstiegsspur, die sich mittlerweile gut verfestigt hatte, nicht aufschmelzte, es war zu kühl und die Flanke nordorientiert und nur schwach besonnt in den Lichtungen, aber wunderschön, einsam und abwechslungsreich in den Wäldern.
Verhältnisse/Wetter: ziemlich bis sehr sonnig, kühl, oben windig, in der Hütte kuschelig warm, bereits als wir ankamen, war es von Vorgänger noch warm und ein riesiger Topf voll lauwarmem Wasser. Es gab Schnee bis ins Dorf Ambri-Piotta, in den ersten 300 Hm Aufstieg auf dem Serpentinen-Weg, trafen wir nur auf ca. 7 apere Wegstellen, je etwa 10 Schritte lang, der Schnee auf diesem Weg war auch am Sonntagnachmittag um 15 Uhr noch gefroren, ob 1700 müM Pulver Schnee.
Bemerkungen: 20 Schlafplätze im grossen Raum, wo auch die Küchenkombination mit Waschtrog, Gasherd und Holzkochherd mit Backofen und Tellervorwärmer steht, wie auch ein Esstisch für alle gemeinsam. Mit 7 Personen von der Sektionstour SAC-Rossberg taten wir uns zusammen für ein gemeinsames Spaghetti Nachtessen (vegetarisch) plus Mango-Quarkcreme zum Dessert.
Das Wetter zeigt sich heute etwas von der grauen Seite. Das wird aber glatt überstrahlt von der Eleganz und den Finessen im Innern des Roche Turms 2. In zwei Gruppen zu 22 Personen können wir uns den höheren der zwei Türme, die man von fast überall in Basel und Umgebung sieht, unter fachkundiger Führung ansehen. Zuerst fahren wir mit Schindler-Liften ins 47ste Stockwerk, bewundern Basel von oben, sehen die vielen Innenhöfe, ruhig und geschützt liegen sie da, stellen fest, dass noch viel Dachfläche auf Photovoltaik-Anlagen wartet und erkennen das Rheinknie sehr deutlich als Bogen von mehr als 90 Grad.
Langsam steigen wir ab, sehen das Konzept der nicht festen Bürozuteilung aber der festen Kästchen, in die am Abend alles versorgt werden soll und mir fallen vor allem auch die vielen Kaffeemaschinen auf. Leider ruhen ausnahmslos alle an diesem Samstag. Ebenfalls sehen wir auffällig viele Pflanzen, kunstvolle Lampen und weite Treppen, die jeweils drei Stockwerke verbinden, als Arbeitseinheit. Weil keine festen Arbeitsplätze zugeteilt sind, braucht es etwa ein Drittel weniger Arbeitsplätze, als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Haus angestellt sind. Home-Office sei Dank.
Beindruckend das lebende Kunstwerk des französischen Botanikers Patrick Blank, realisiert von der Firma Creaplant. 4000 Pflanzen in 99 tropischen Arten auf 128m2 vertikaler Fläche werden gehegt und gepflegt.
Wir sehen einige Kämmerchen für Videocalls, ein paar Meetingräume, aber insgesamt dominiert für mich der Eindruck einer Wellness-Oase mit grösserem Gastronomieangebot, weniger als ein Ort harter Arbeit. Das ist wahrscheinlich ein arbeitspsychologischer Trick. Die Leute sollen arbeiten, ohne es zu merken. Den Geschäftszahlen nach zu schliessen scheint das zu funktionieren.
Der Turm 2 ist ein architektonisches Meisterwerk, das sehen wir heute auch als Laien. Nicht nur ästhetisch, auch technisch.
Roche schreibt dazu, am 02 September 2022
Roche hat heute das neue Bürohochhaus Bau 2 eröffnet, welches Dank innovativer Bauweise und wegweisendem Energiekonzept eines der weltweit nachhaltigsten Hochhäuser ist.
Roche investierte 550 Millionen Schweizer Franken in das 205 Meter hohe Gebäude, das 3.200 moderne Arbeitsplätze bietet.
Roche CEO (damals) Severin Schwan: “Bau 2 ist ein weiteres sichtbares Bekenntnis von Roche zum Standort Basel, wo Roche vor über 125 Jahren gegründet wurde. Das Gebäude ist als Ort des Austauschs und der Zusammenarbeit konzipiert, eine der Grundvoraussetzungen für Kreativität und Innovation. Es ist ein weiterer Meilenstein in unserer Arealentwicklung, welche einen hoch attraktiven, modernen Standort für unseren Hauptsitz schafft.”
Bau 2 ermöglicht die Zusammenführung aller Mitarbeiter:innen, die bisher an unterschiedlichen Standorten in der Stadt Basel verteilt waren, im Herzen des Roche-Areals. Die hervorragende Infrastruktur von Bau 2 zeichnet sich durch unterschiedliche Arbeitsplätze aus, die verschiedene Arbeitsformen unterstützt, sei es Teamarbeit, konzentrierte Arbeitsformen oder auch hybrides Arbeiten.
Die weitere Arealentwicklung läuft nach Plan, das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum wird voraussichtlich im Herbst 2024 eröffnet werden. Roche investiert hierfür 1,2 Milliarden Schweizer Franken. Auch der Bebauungsplan für die Neugestaltung des Südareals wird in enger Abstimmung mit den Behörden vorangetrieben.
Bau 2 in Kürze
Mehr zum Bau von Turm 2 kann man hier erfahren:
https://youtu.be/U-_55sa12eA?
Zum vertikalen Garten-Kunstwerk findet man hier mehr:
https://creaplant.ch/de/referenz/roche/
Auf der Website von Creaplant etwas runterscrollen, dann findet sich ein Video mit Details, wie so ein Garten aufgebaut wird.
Vielen Dank für euer Interesse,
Margret und Erhard
Fotos: Mit Ausnahme der ersten beiden sind alle von der Roche-Website und von Creaplant.
Touren:
08.02.2026 Nach individueller Anreise zum Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal, dann Abfahrt 13 Uhr nach Nösslach Bergblick. Nachmittags-Skitour von Nösslach Bergblick (1329m ü. M.) meist durch Wald
zur Nösslachhütte (1607m ü. M.). Nach Einkehr die Abfahrt über den Waldweg und über Wiesen zurück nach Nösslach Bergblick (1329m ü. M.). Rückfahrt zum Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal.
Insgesamt 278 Höhenmeter hinauf und hinunter. Alle haben die Nösslachhütte erreicht.
09.02.2026 Anfahrt von Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal nach Parkplatz Obernbergersee. Tages-Skitour vom Parking (1439m ü. M.) durch den Wald zum vereisten Obernbergersee, durch den Kaserwald
zur Steieralm hoch zum Grubenjoch und Grubenkopf (2339m ü. M.). Nach Picknick Abfahrt besser die Hänge ausnutzend im teils Pulverschnee zurück wie der Aufstieg zum Obernbergersee und über Waldwege
zum Parkplatz (1439m ü. M.). Rückfahrt zum Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal, wo wir einkehren. Insgesamt 930 Höhenmeter hinauf und hinunter. Alle haben den Grubenkopf erreicht.
10.02.2026 Heute Tagesskitour direkt ab Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal (1378m ü. M.) zuerst über Waldwege durch das Fradertal bis Fraderalm, dann steiler hoch durch den Wald mit wenig Schnee
bis zum Karsattel und mit steilem Schlussanstieg zum Fradersteller (2247m ü. M.). Da sehr windig und neblig Abfahrt über wenig Schnee in rutschgefährdetem Gebiet sehr vorsichtig die Schneehänge ausnutzend
wieder bis ins Fradertal durch den Wald. Picknick bei einer Hütte und über Fraderalm den Waldweg hinunter zurück zum Almi’s Berghotel zum einkehren (1378m ü. M.). Insgesamt 892 Höhenmeter hinauf und hinunter.
Alle haben den Fradersteller erreicht.
11.02.2026 Anfahrt von Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal nach Gries am Brenner unterhalb Autobahn. Tages-Skitour von Parking unterhalb Autobahn (1250m ü. M.) hinauf über Skipisten zur Sattelalm
(1633m ü. M.) und weiter zum Sattelberg (2115m ü. M.). Nach Picknick unterhalb Gipfel Abfahrt über die Pistenpräperationen bis zur Sattelalm, wo wir einkehren. Später hinunter zum Parkplatz (1250m ü. M.).
Rückfahrt zum Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal. Insgesamt 856 Höhenmeter hinauf und hinunter. Alle haben den Sattelberg erreicht.
12.02.2026 Anfahrt von Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal nach Padaun Parkplatz. Tages-Skitour vom Parking Padaun (1589m ü. M.) hoch durch Wald und Wiesen bis Klausen und von dort dann steiler
bis hoch bis zum Grat und ohne Skier hoch zur Vennspitze (2390m ü. M.). Zurück bei den Skiern ist es immer noch sehr windig und das Picknick folgt weiter unten bei Klausen. Dann spektakuläre Abfahrt gut
die Hänge ausnutzend unten durch Wälder und Büsche bis zum Parking Padaun (1589m ü. M.). Unterwegs Einkehr in Steinach am Brenner, vor der Rückfahrt zum Almi’s Berghotel in Obernberg im Wipptal.
Insgesamt 793 Höhenmeter hinauf und hinunter. Alle haben die Vennspitze erreicht.
13.02.2026 Heute Aufteilung der Gruppe in eine kürzere morgendliche Tour, die nur wie am 11.02.2026 die Teiltour bis zur Sattelalm machen und zurück (Oski, Ueli, Saeid, Philipp). Oski bringt für die längere Tour
alle bis Nösslach zum Wald (1438m ü. M.) und geht dann auf die kürzere Tour mit, um nach der Tour das Gepäck zu holen im Almi’s Berghotel. Später ist der Treffpunkt 12 Uhr in Steinach am Brenner für Alle.
Die grössere Gruppe mit Ueli läuft von Nösslach Wald (1438m ü. M.) erst den Waldweg hoch zur Nösslachhütte (1607m ü. M.) und weiter über die Nösslachjochalm zum Nösslachjoch (2231m ü. M.) Nach
Picknick folgt dann die harte Pistenabfahrt über das Bergeralm Skigebiet bis hinunter nach Steinach am Brenner (1064m ü. M.), wo die Gruppe der kürzeren Tour schon wartet. Insgesamt 782 Höhenmeter hinauf
und 1158 Höhenmeter hinunter für die längere Tour. Die kürzere Tour 383 Höhenmeter hinauf und hinunter. Alle der grösseren Gruppe erreichten das Nösslachjoch. Abschluss der Skitourenwoche in
Steinach am Brenner, in einem Tea-Room/Confiserie vor der individuellen Heimfahrt in die Schweiz.
Wegen Schneemangel im Jura sind wir für unsere Skiexpedition in den Alpstein gereist. Da hatte es noch genug Schnee für unser kleines Abenteuer. Von Ennetbühl Bernhalden sind wir zum Risipass gewandert, auf Schneeschuhen oder auf den Skis. Dort wurden die Zelten aufgestellt. Es ging zügig, so hatten einige von uns noch Zeit auf den Stockberg hoch zu gehen. Weil ausgerechnet eine Wolke am Gipfel hängte, haben wir den Sonnenuntergang verpasst. Im Camp hingegen war er wunderschön. Kurz vor dem Eindunkeln waren wir zurück. Der Abend im Kochzelt war recht gemütlich. Die Kocher brachten eine kuschelige Wärme, und das von Claudia zubereitete feine Abendessen stillte unseren Hunger. Bei Baileys und Vieille Prune wurde noch eine ganze Weile geplaudert, bevor wir uns in unsere Zelten zurückzogen. Wir haben alle gut geschlafen. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde Alles aufgeräumt und in die Pulkas gepackt. Los ging es in Richtung Schwägalp. Die Schneebedingungen waren nicht optimal, so war das Ski fahren eher mühsam. Das Vorwärtskommen war einfacher mit den Schneeschuhen. Bei der Ankunft auf der Passhöhe hatten wir schön Zeit unser Material wieder so zu packen, dass wir es im Bus und Zug wieder nach Basel transportieren konnten. Es war ein ganz schönes Wochenende. Vielen Dank Claudia für die Organisation und die ganze Arbeit!
Der Veteranentag begann im dunkeln, denn der Treffpunkt war um 07.15 Uhr für die 1. und 2. Gruppe. Und nach dem Belchen war noch dicker Nebel- aber wie erwartet. In Hägendorf gab es den offiziellen Kaffee und Gipfeli und das erst noch mit der Einladung von Adrian Dubock. Bald ging es los. Natürlich hofften wir dass es aufhellt- und das erfolgte während der Wanderung auch. Es wurde mystisch, und immer wieder erhaschten wir mehr und mehr blaue Flecken am Himmel. Die Freude wurde darüber immer grösser.Die Wanderung war anspruchsvoll vorallem wegen dem Hartschnee und dem Eis wo man die Augen offenhalten musste – zwischendurch wurde halt ein Wald durchquert wo gar kein Schnee lag bis wir wieder den Weg anpeilten. Am besten konnte man die Wanderung mit Schuhkrallen bewältigen. Auf dem Anstieg zur die Höchi Flue war weder Schnee noch Eis, das half die Höhenmeter gut zu bewältigen. Der Ausichtspunkt war überwältigend, ein riesen Nebelmeer im Mittelland und wunderbare Sicht in die verschneiten Alpen , die Sonne liess sie im schönsten Licht präsentieren. Es war ein Vergnügen. Die Gruppe 2 mit Monica und Heidi konnte den ausgschriebenen Weg begehen- und die Gruppe 3 mit Bernhard und Christian flüchtete aus dem Nebel auf den Allerheiligenberg in die Sonne, unternahm ganz spontan dort oben eine ideale Wanderung. Diese Idee war grandios. Schön wars das erste Mal mit den Veteranen. Ich danke Allen.Zur Zeit “landeten” alle 3 Gruppen im Restaurant Chilchli in Bärenwil zum Apero – auch wieder eingeladen von einer lieben Veteranin Charlotte Vonder Muehll. Nach dem feinen Mittagessen und Dessert unternahmen wir noch den “Verdauungswaggel” bis nach Holderbank. Leider stürzte ein Mitglied von uns und musste später ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er wurde mit einem Wadenbeinbruch operiert – und ist mittlerweile auch schon wieder – sehr glücklich zu Hause. Schön wars mit den Veteranen und ich danke Allen Teilnehmer und den Wanderleiter.
Priska
Der erstmals durchgeführte Anlass stiess auf grosses Interesse. In einem kompakten, halbstündigen Infoblock wurden rund 40 Neumitglieder über unseren Club informiert. Anschließend gab es anregende Gespräche mit dem Vorstand und dem anwesenden Tourenteam bei einem feinen Apéro des Hotels Odelya. Alle Besucher waren sich einig: Ein solcher Anlass sollte fester Bestandteil unseres Clublebens werden!
Schneeschuhtour Böli 1863m
Nach Föhn und Wärmeeinbruch am Vortag und der mässigen Wetterprognose hatten wir keine hohen Erwartungen an die heutige Schneeschuhtour. Aber siehe da, wir hatten Schnee vom Start bis zum Ende der Tour und gar nicht mal schlechten ! Von Sörenberg, Hirsegg gings über die Stächelegg und durch das schöne Waldgebiet der oberen Ruchweid zum Fuss des Böli. Der Aufstieg zum Gipfel gestaltete sich etwas tricky, da unter dem Schnee verdeckte Löcher lauerten, in die wir ein paar mal mit den Schneeschuhen einbrachen. Zuletzt gab es noch eine kurze alpine Einlage über ein schmales Grätli, bevor wir auf dem felsigen Gipfel unsere Mittagspause machen konnten. Nach bewölktem Start um 9 Uhr drückte pünktlich zum Mittag die Sonne durch, es war angenehm warm und windstill. Beim Abstieg hatten wir die Löcher besser im Griff, an der Chlushütte machte wir nochmal eine kurze Pause, um die Sonne und die tolle Stimmung über dem Berner Oberland zu geniessen. Abstieg unter der Südseite des Böli durch nach ober Wisstanne, dann einen schattigen Hang mit super Pulver runter und rüber zu Wagliseichnubel und Wagliseiboden. Kurzer Aufstieg zum Winterwanderweg Salwideli-Rischli, dann über schöne Nordhänge mit Pulverschnee runter zur Südelhöhi. An der Haltestelle Hirsegg ( mit Bänkli !) mussten wir noch 10 min in der Sonne auf den Bus nach Schüpfheim warten. Die Zugfahrt nach Bern in der Abendstimmung mit Blick zu den Berner Oberländer Bergen rundete den schönen Tag ab. GF
Im Jura gab es leider keinen Schnee. Darum sind wir Richtung Engelberg auf die Bannalp. Dort konnten wir Spitzkehren üben, die Sonne geniessen und schöne Pulverhänge fahren.
Mit neun Leuten bei super Pulver unterwegs im unbekannten Mülibachtal
So wünscht man sich das: Je näher der Termin rückte, desto besser wurde die Prognose. Bis zum Samstag hatte sie sich ganz brav von „bewölkt, null Sonne, Niederschlag“ zu „Sonne pur“ gewandelt. Vor Ort gab es dann die zweite positive Überraschung. Der Hüttenwart Werner hatte noch ein einstündiges Ski-Tragen ins Aussicht gestellt. Dank des Neuschnees der letzten Nacht konnten wir aber gleich hinter dem Postauto anfellen. Im Talboden unter der Hütte legten wir ein Depot an und stiegen anschliessend zum Heuegg auf. Nicht nur wegen der tollen Aussicht, sondern auch wegen der pulvrigen Abfahrt zurück. Dann ging es mit der Steigehilfe eine halbe Stunde steil hinauf zur heimeligen Privathütte. Die Besitzer Maja und Werner Luchsinger hiessen uns mit gratis Getränken herzlich willkommen. Mit gut 1400 Höhenmetern Anstieg “in den Knochen” genossen wir eine gemütlichen Tagesausklang auf der sonnigen Hüttenterasse. Nach dem feinen Znacht war das „Mülibach-Skihütten-Derby“ ein absolutes Muss. Ein Leiterlispiel-Unikat, bei dem man nach dem Ziehen von Unglückskarten wie „Achtung, Lawinengefahr!“ wieder auf Feld 1 hinunterpurzelt. Am Sonntag folgten wir einer grossen Geländeterrasse nordwärts bis zum Fuss des Wissmeilen. Nach einigen Spitzkehren im immer steiler werdenden Gipfelhang mussten wir die Skier doch noch für rund zehn Minuten schultern. Nach der verdienten Gipfelpause mit 360-Grad-Panorama folgten Pulverhänge hinab zur Alp Fursch. Hier stärkten wir uns mit Käseschnitte und Linzertorte. Ein letztes Mal anfellen und nach kurzer Zeit standen wir an der Talstation eines Sessellifts. Der Lift – da waren die 7 Franken gut investiert – katapultierte uns hinein in das Skigebiet Flumserberg. Nun war es vorbei mit der Einsamkeit: Kollisionsgefahr statt Lawinengefahr war nun zu beachten. Dank der guten Verbindung ab Tanneboden (Maschgenkamm) waren wir in etwas mehr als zwei Stunden zurück am Bahnhof SBB.
Hier der Link zu vielen weiteren schönen Fotos von dieser Nord–Süd-Skisafari:
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Tourentage in der Surselva – Freitag, 30.1. bis Sonntag, 1.2.2026
Die 11 Teilnehmenden reisen bereits am Freitagabend aufs Nachtessen an. Leider wird Maja wegen ihrem Knie nicht an den Touren teilnehmen können. Sie freut sich jedoch auf uns, den Tapetenwechsel und das Hotel Medelina in Curaglia. Denn dies ist ein besonders herzlichenswarmer Ort für Körper, Geist und Seele. Bereits das erste Nachtessen überzeugt bezüglich des Geschmacks, der Vielfalt und Regionalität. Morgen Samstag werden wir vom Bergführer aus Segnas, David Berther, begleitet. Aufgrund des Schneemangels und der seit langem angespannten Lawinensituation kommen die von mir ersehnten und ausgeschriebenen Gipfel Piz Muraun und Piz Gannaretsch nicht in Frage. Der Schneefall im Süden macht es jedoch möglich, dass wir von der Lukmanierpasshöhe den Piz Lai Blau ansteuern werden. Das Hotel stellt uns gegen eine Miete seinen Bus zur Verfügung.
Samstag, 31.1.2026
Abfahrt in Curaglia um 8.15 Uhr. Von der Staumauer auszugehen, scheint David nicht geeignet. So fahren wir weiter zur Passhöhe (1’917m). Um 8.45 Uhr geht’s los. Wegen dem tiefen Wasserstand und den Eisschollen queren wir die Hänge westlich über dem See eher hoch am Hang bis zum Einstieg ins Val Rondadura. Zuerst nach Osten und dann in einem Steilhang bis Pt. 2’443m. Es ist sichtbar, dass Ueli am Kämpfen ist. Er ist mit einer stark vereiterten Backe angereist. Nach Punkt 2’443m gehen wir nördlich recht weit unterhalb der westlich gelegenen steilen Felsen. Aufgrund der geringen Schneemenge müssen wir Senken queren. Ein Auf und Ab bis wir zum Übergang auf die Hochebene gelangen. Da die Zeit fortschreitet und Ueli kämpft, entscheide ich mich, mit ihm zurückzubleiben. Die restliche Gruppe geht zügig und homogen zum Gipfel. Bei Kälte und Wind wird abgefellt. In traumhaft unberührtem Pulver und jauchzend ist die Gruppe nach gut einer Stunde wieder zusammen.
Trotz z.T. wunderbarem Pulver fordert die Abfahrt heraus. Einerseits durch den wenigen Schnee (Achtung Steine und später Gebüsch) und andererseits durch das Auf- und Ab. Einige sind an ihre Kindheit erinnert, als wir Pisten «träppeleten», um dann runterfahren zu können. Trotz diesen Hindernissen kommen wir zügig voran. Auf der kleinen Ebene unter Pt. 2’443m stürzt Holger. Er ist stark auf die Brust gefallen, erholt sich aber schnell. Ein wenig später stürzt Beat, der erst am nächsten Tag mitteilt, dass sein rechter Fuss schmerzt und eine Schwellung entstanden ist. Beat, Robert und David Berther fahren schneller bis zur Staumauer, um dort zu «stöppeln». Kaum zu glauben: als ich mit der Gruppe kurz vor 16.00 Uhr zur Staumauer gelange, steht der Bus bereits bereit zur Abfahrt. Im Medelina treffen wir Maja und stossen auf die grandiose Tour an. Grossen DANK an David für die umsichtige Führung!
Sonntag, 1.2.2026
Heute wähle ich den Medelser Piz Pazzola. Beim Frühstück wird klar, dass wir heute noch zu siebt unterwegs sein werden. Marcel hat seine Schulter überlastet und Holger fühlt sich zu steif vom gestrigen Sturz, um eine Skitour zu wagen. Ueli geht es jedoch sichtlich besser.
Aufgrund des Schneemangels starten wir leider nicht von Mompé Medel aus. So fahren wir um 8.15 Uhr auf die andere Talseite nach Mutschnengia und weiter die Alpstrasse hoch bis ca. 100 Hm unter Stagias. Start um 8.45 Uhr. Nach den aperen eben mit dem Auto hochgefahrenen Südhängen wird es auf der Krete abrupt tief winterlich. Der Wald ist märchenhaft verschneit. In zügigem Tempo durchqueren wir eine wunderschöne Winterlandschaft auf der einzig erlaubten Route im Wildschutzgebiet in Richtung Tegia Nova. Traumhafte Blicke auf den Gletscher da Medel. Auf der Spur sichte ich über eine längere Strecke grosse Tatzen. Am Abend bestätigt mir David auf Anfrage, dass er aufgrund des Spurenbilds einen Wolf des Stagia Rudels vermutet. Dieses ist in der Gegend ansässig.
Bei der Alphütte auf 1’920m machen wir eine Pause. Danach folgen wir dem Rücken des Piz Pazzola. Wegen dem wenigen Schnee sind bald die Harscheisen montiert. Der Felsriegel zwingt uns, die Skier auszuziehen. Nur Beat wählt eine bequemere Spur. Bei der letzten Felskante müssen jedoch alle klettern. Ich «hiefe» die Skier hoch. Mir ist schon lange bewusst, dass der Gipfel wohl nicht mit den Skiern bestiegen werden kann (Steine, Schneemangel). Auf dem Hintergrund der Zeit und der Heimfahrt nach Basel entscheiden wir uns, den Punkt ca. 150Hm unter dem Gipfel als unser heutiges Ziel zu definieren. Die Abfahrtsroute muss ich aufgrund der heiklen Lawinensituation sehr sorgfältig wählen. So fahren wir westlicher als die Standardroute ab über Funtauna. Über die letzten unberührten Pulverhänge gelangen wir etwas SE der Alp Pazzola auf den Schneeschuhtrail. Von dort fahren wir ohne Anstrengung die Alpstrasse runter wieder bis vors Auto. Ca. um 14.30 Uhr sind wir wieder im Medelina. Genügend Zeit, um anzustossen, zu packen und den Bus um ca. 15.28 Uhr zu erreichen. Fast nicht zu glauben: auf beiden Touren haben wir keine anderen Menschen angetroffen.
Mit dabei waren: Marcel, Thomas, Holger, Fabiola, Daphné, Eli, Beat, Ueli, Maja (rekonvaleszent) und Robert
Für den Bericht: Brigitta Tschudin
In Biel kehren wir als erstes ein, im Coop Restaurant, zu Kaffee und Gipfeli und vor allem zur Wetterbeobachtung.
Wir stellen fest, dass für einmal der eher regenlastige Wetterbericht die Oberhand zu gewinnen scheint. Tatsächlich können wir am Abend sagen, es hat nur einmal geregnet. Und keinmal aufgehört.
Aber wir sind alle gut ausgerüstet und farbenfroh ziehen wir los.
Unsere Wanderung findet im Berner Seeland statt. Im Mittelalter gab es hier immer wieder Überschwemmungen. Abhilfe schaffte die Juragewässerkorrektion von 1868 – 1891.
Die Aare wurde durch den Aare-Hagnek-Kanal von Aarberg in den Bielersee umgeleitet. Weiter entstanden der Zihlkanal, der Nidau-Büren-Kanal und der Broye-Kanal (Murtensee-Neuenburgersee).
Im Schlossmuseum von Nidau berichtet eine Ausstellung von diesem Pionierwerk. Das als Inspiration für einen weiteren Besuch der Gegend, vielleicht im Sommer, mit Bademöglichkeit.
Unser Weg führt uns zuerst der Zihl entlang.
Die Zihl, la Thièle, ist ein interessanter Fluss, dem einiges zugemutet wird auf seinem Weg. Er entsteht beim Zusammenfluss der Orbe und der Talent, etwa drei Kilometer nordöstlich von Orbe, im Waadtland. Bei Yverdon-les-bains fliesst die Zihl in den Neuenburgersee, bei Thielle in den Canal de la Thielle und damit in den Bielersee, bei Le Landeron. Bei Nidau, neben Biel, taucht die Zihl wieder als solche auf, allerdings nur für knapp drei Kilometer, um dann wieder zu verschwinden, im Nidau-Büren-Kanal. Erst bei Büren kommt sie wieder in ruhigeres, geordnetes Wasser, in die Aare, mit ihr in den Rhein und schliesslich findet sie die Ruhe in der Nordsee. Bis zum nächsten Sturm. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wir überqueren den Nidau-Büren-Kanal und steigen auf den Jäissberg, 610m, wo vor uns schon die Kelten und die Römer waren. Auf der Höhe kommen wir an der ehemaligen Chnebelburg mit Ringwall vorbei.
Chnebelburg, weil aus Holz und Erde gebaut, vor ca. 800 Jahren. Wir sehen den Erdwall, mehr ist nicht mehr vorhanden. Die Burganlage, in ovaler Form, war angeblich recht gross, ca. 135 x 60m.
Die Ruinen der römischen Tempelanlage lassen wir links und im Regen stehen.
Der Aarelauf zwischen Aarberg und Büren an der Aare wurde früher rege für Waren- und Personentransporte per Schiff und Floss genutzt. Mit der Gewässerkorrektion verlor er seine Bedeutung und wurde zur «Alten Aare» und zum Naturschutzgebiet mit schönen Fluss- und Auenlandschaften.
Der Abstieg vom Jäissberg bringt uns nach Studen. Östlich von Studen peilen wir das Waldhaus an, das uns ein Dach und Sitzgelegenheiten bietet, für unser Picknick.
Ab jetzt folgen wir der alten Aare, bis nach Aarberg. Grünleuchtendes Moos, Schilfgras, lichter Wald und der natürliche und unbegradigte Flusslauf, dazu ab und zu Wasservogelrufe, das sind die Attraktionen.
In Aarberg, dem hübschen Städtchen, ist es die Konditorei Steffen, die unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sehr nett und gut.
Wie meine Mitwanderer und Mitwanderinnen, sehr nett und gut und wasserdicht. EB.
Bericht zur Tourenwoche 25. bis 30. Januar 2026 des SAC Basel
Wie immer Ende Januar fand auch dieses Jahr die beliebte Skitourenwoche für Senioren des SAC Basel statt. Diesmal ging es ins Saanenland, wo wir im Hotel Alphorn in Gstaad bestens untergebracht waren. Von dort aus unternahmen wir unter der kundigen und angenehmen Führung durch die beiden Bergführer Reto und Oliver gemütliche doch genussvolle Tagesskitouren in der näheren Umgebung. Wir, das waren Ursula, Monica, Andres, Verena, Urs, Peter (2x), Regula (2x), Barbara, Mauro und Stephan.
Obwohl der Wetterbericht vorgängig etwas durchzogen aussah und die Schneeverhältnisse eher nicht vielversprechend waren, war die Situation vor Ort dann fast perfekt. Leichter Schneefall, meist nachts, sorgte für optimale Abdeckung und wunderschöne Tiefschneeabfahrten, während tagsüber häufiger als nicht die Sonne schien. Allerdings hat nicht nur die Natur geholfen, auch die geschickte Routenwahl durch Reto und Oliver hat viel zu unserem Erlebnis beigetragen. Dafür sei denn beiden Bergführern nochmals ganz herzlich gedankt.
Gedankt sei auch Ursula für die reibungslose Organisation dieser Woche und and allen Teilnehmern für die gute Kameradschaft und gegenseitige Rücksichtnahme.
Nun zu den eigentlichen Touren, die auch für Nachahmer sehr empfehlenswert sind.
Am Montag gings von Mürni im Turpachbachtal (1314m) Richtung Bachberggrat bis zum Steinmandli auf 1940m. Zurück am gleichen Hang. Wie gesagt, Pulverschnee und nur leicht bewölkt. Ein Teil der Gruppe fuhr dann noch mit der Wasserengratbahn aufs Dürrischilt, um das Abfahrtserlebnis nach dem Genuss von Meringues mit Crème Double zu wiederholen.
Am Dienstag war es sehr fönig. Wir fuhren von Lauenen mit dem Skilift zuerst bis auf 1422m und stiegen dann via Chrine und Hinderi Wispile bis zur Walliser Wispile (1982m) auf. Letztere heisst nur so, liegt aber im Kanton Bern. Wunderschöne Tiefschneeabfahrt durchs Inner-Düri ins Tal. Ein Genuss der teilweise mit etwas Skitragen bezahlt werden musste.
Der Mittwoch war wettermässig der mässigste Tag, mit Schneefall. So wurde eine Waldroute gewählt, nämlich von der alten Station Stöckewaid (1320m) der ehemaligen Skipiste entlang Richtung Oldenegg bis etwa 1800m. Während des Aufstiegs konnten wir eine Gruppe Eisfallkletterer in Aktion bestaunen. Abfahrt auf demselben Weg.
Der Donnerstag war ein Höhepunkt der Tourenwoche. Viel Sonne und natürlich bester Schnee nach dem Vortag. Von Gsteig (1229m) stiegen wir aufs Walighürli (2050m), mit nachfolgend Pulverfahrt übers Hindere Walig, ein leichter Nordhang, nach Feutersoy. Hier, wie auf einigen anderen Touren, war die Verfügbarkeit von zwei kleinen Autobussen sehr angenehm.
Der Freitag war dann leider schon der Abreisetag. Nochmals eine kleine Abschiedstour auf den Hügel hinter dem Hotel. Ein schöner Ausklang einer wunderbaren Woche. Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr und wünschen allen Teilnehmern eine gesunde Zeit. Einige von uns werden ja auch in der Fasnachtswoche nochmals Skitouren unternehmen.
2.2.2026 Stephan Hämmerli
Voralpenskitour auf das Mändli 2059 m (oberhalb Giswil, Ktn. Obwalden)
Die Schneeschuhwanderung aufs Herzogenhorn hat wegen der einfacheren Anfahrt und vor allem wegen des mageren Schnees auf den Südhängen des Schwarzwalds nicht in Bernau begonnen, sondern am Feldbergpass. Nach einem kurzen Halt für einen Kaffee in einer Après-Ski-Bar sind wir über den Auslauf der Skipiste und unter den Liftanlagen hindurch in Richtung Südosten gestartet. Das Wetter war ausgezeichnet – sonnig, kaum Wind, Temperaturen um den Gefrierpunkt. Als es vom breiten Weg auf einen schmalen Bergweg abzweigen sollte, wurden wir von Schildern gestoppt, die auf Wildruhezonen hinweisen. Diese sind leider, anders als in der Schweiz, nicht aus den üblichen Karten ersichtlich. So sind wir doch auf dem breiten Weg bis zur Grafenmatt aufgestiegen und weiter am Skilanglauf-Leistungszentrum vorbei auf festem Altschnee auf den Gipfel des Herzogenmhorns. Bis auf etwa 20 Meter am Gipfel war die Schneedecke geschlossen.
Auf dem Gipfel waren wir fast alleine und haben die Mittagspause mit einem tollen, wenn auch leicht dunstigen Alpenpanorama genossen. Dann ging es auf der Südseite abwärts, an einer Skihütte vorbei und durch den Wald wieder hinauf zur Grafenmatt. Ab dort haben wir zwischen den Skipisten hindurch einen ziemlich direkten Abstieg zum Feldbergpass genommen, genauer gesagt zum “Burg Restaurant” kurz oberhalb, wo wir auf den Sonnenterrasse den schönen Tag haben ausklingen lassen. Die Rückfahrt mit Bus und S-Bahn verlief ebenso problemlos wie die Hinfahrt.
Wegen der erzwungenen Abkürzung haben wir in 3 h Gehzeit nur 315 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zurückgelegt, aber bei dem schönen Wetter hat sich niemand aus der gut motivierten Gruppe darüber beschwert!
Uli
Von Schönenbuch, der nodwestlichen Ecke des Kantons Basel Land wandern elf Werktags-Wandersleute zur nordwestlichsten Ecke des Kantons Solothurn, nach Rodersdorf.
Wir wandern ab Schönenbuch ins Elsass, also im Sundgau, über Grate oder eher Kuppen über den Wessenberg 529m nach St. Brice. Dann ein Stück der Landesgrenze entlang. Zu unserer Linken fliesst das Wasser in die Birsig und demzufolge nach Basel. Recht fliesst das Wasser ins Elsass ab.
Das Wetter; sonnig, kalt, angenehm. Am Morgen ist der Boden leicht gefrohren und so bleiben die Schuhe voerst sauber.
In St. Brice; da ist eigentlich Winterruhe. Hier bestaunan die schöne Kapelle und geniesen dann auf einer Bank an der leicht wärmenden Januarsonne unser Pic-Nic.
Auf dem Weiterweg direkt an der Landesgrenze bestaunen wir eine riesige Buch. Es ist die grösste der Nordwestschweiz mit einem Durchmesser von ca. 1.60 Meter und einem Umfang von gegen 5 Metern. An einem andern Ort sehen wir eine Weisstanne mit einer Anastomose, ein Nebenstamm der sich mit dem Hauptstamm vereinigt.
Besten Dank allen für das Dabeisein und Mitmachen an dieser tollen Wanderung. TE.
Gemütlicher Ski-Saisonstart in Wergenstein
Bei der Anreise nach Wergenstein versichern wir uns, dass wir die Wanderschuhe dabei haben. Der Blick von Zillis Richtung Wergenstein trübt kein Brösmeli Schnee. Nun ja es heisst gemütlicher Saisonstart und Schnee wurde nicht versprochen!
Im sehr behaglichen Hotel Capricorn laden wir den Rucksack ab und gehen heimlich auschecken wie weit wir die Skiausrüstung tragen müssen. Aber genau hinter dem Haus zieht im Schatten der Bäume ein Schneebändli Richtung Tourengebiet.
Beruhigt geniessen wir das feine Abendessen und unser hübsches Doppelzimmer.
Am Morgen frisch gestärkt vom köstlichen Zmorgen starten wir den Tag wenige Meter hinter dem Haus. Der Schnee knirscht unter den Skis beim Aufstieg zum Carnusapass. Ehrgeizig steigt die schnellere Gruppe 1100 Meter hoch zum Carnusapass. Die genussvolle Abfahrt über bereite Rücken ist die Belohnung.
Da wirklich wenig Schnee liegt, planen wir den nächsten Tag von Splügen aus Richtung Guggernüll. Auch hier liegt in den Hängen sehr wenig Schnee. Beim Aufstieg beobachten wie eine Dreiergruppe Gämse, die eine kleine Lawine auslöst. Das lässt uns den Aufstieg noch sorgfältiger wählen, obwohl das Lawinenbulletin «mässig» anzeigt. Den Gipfel erreichen wir nicht, da wir zu viele Wumgeräusche hören. Sorgfältig fahren wir zurück nach Splügen, wo das Taxi uns abholt.
Wie an den Tagen zuvor scheint auch am letzten die Sonne. Der Himmel ist wolkenlos und tiefblau. Nochmals starten wir hinter dem Hotel. Wieder sind die Teilnehmer ambitioniert und am Mittag stehen wir nach einem bequemen Aufstieg auf dem Tguma da Tumpriv. Den Gipfel haben wir für uns alleine. Mit grandiosem Ausblick essen wir unser Brötli bevor wir die Skis wieder anschnallen. Herrlich ist der obere Teil der Abfahrt. Hübsche Kurven bleiben im Schnee zurück. Zügig sind wir in Wergenstein und geniessen die letzten Augenblicke von der Sonne geblendet am Fusse des Piz Beverin.
Tourenbericht 17.–19. Januar 2026 Safiental, Thalerlotsch
Unser Tourenwochenende im Safiental war in zweierlei Hinsicht aussergewöhnlich. Im Gebiet lag ausgesprochen wenig Schnee, gleichzeitig war die Lawinengefahr erheblich. Die Schwachschicht (Altschnee) war durch die Wummgeräusche täglich wahrnehmbar. An den Kuppen lag der Treibschnee hauptsächlich in Exposition Ost. Wir lösten eine kleine Treibschneelawine aus dem flachen Gelände aus, was uns sehr beeindruckte. Der Schnee war sehr heterogen, von weich über windgepresst, verfahren, leicht gedeckelt… Es war beeindruckend, dass wir trotz des wenigen Schnees drei Skitouren unternehmen konnten. Unter der Devise: Hauptsache zusammen draussen unterwegs in schöner Landschaft in Bewegung sein. Nach den Touren gab es jeweils einen Umtrunk entweder im Gasslihof oder im Turrahaus, wo wir in Genuss der bayrischen Gastfreundschaft kamen. Dann zurück in die Thalerlotsch, unterwegs auf dem Hof von der Familie Zinsli noch Käse, Butter und frische Kuhmilch fürs Frühstück holen und dann ab in die Küche. Alle Teilnehmer:innen habe sich in irgendeiner Form beteiligt, mitgekocht, aufgeräumt, abgewaschen… Es war eine friedliche und geschäftige Stimmung, um die kulinarischen Köstlichkeiten für alle auf die Teller zu zaubern. Wir waren eine vielseitige und hilfsbereite Gruppe und so bleiben die Tage im Schnee in bester Erinnerung.
Aufgrund der starken Schneefälle war am Sonntag, drei Tage vor der Wanderung, nochmals ein Vorlaufen erforderlich, um die Schneehöhe und deren Begehbarkeit zu prüfen. Der Schnee lag zwischen 25 und 30 cm hoch, siehe dazu meine ersten Fotos. Auch hatte ich Bedenken, da am Wochenende der Wetterbericht für Mittwoch noch ziemlich trübe Aussichten zeigte.
Aber es kam alles anders – nämlich alles besser! Wir wurden am Mittwoch auf den Wasserfallen von Sonne und wärmeren Temperaturen begrüsst. Nach dem Startkaffee mit Gipfeli im Restaurant Heidi-Stübli ging es los mit 19 gut gelaunten SAC-Teilnehmenden: von den Wasserfallen über die Ulmethöchi zum Stierenberg und hinunter nach Nunningen.
Der Schnee hatte sich aufgrund des Regens am Montag und den deutlich höheren Temperaturen stark zurückgebildet. Teilweise gab es dennoch eisige Stellen, aber mit den montierten Krallen war das kein Problem. Ein grosses Kompliment an alle für die sehr gute Leistung, die Tour mit euch hat mir grosse Freude gemacht.
15.1.2026/Nae
Am 8. Januar haben die meisten der Gruppe 1 bei schneebedeckten Wegen und kräftigen Winden den höchsten ganz im Kantonsgebiet AG liegenden Berggipfel, den Densbürer Strihen (auf der Landeskarte nur Strihen, 866 müM), erreicht. Leider hatten wir vom Gipfel keine Sicht in die Alpen. Die Gruppe 2 hat wegen der unwirtlichen Verhältnisse den Gipfel links liegen gelassen.
Die Gruppe 3 ist wegen der schwierigen Wetterbedingungen bei Wittnau gewandert und nicht von etwas oberhalb der Staffelegg zum Benkerjoch.
Auf die Nachmittagswanderung von Wittnau nach Gipf haben alle verzichtet.
Morgenkaffee für alle in der Bäckerei Kunz in Frick, Mittagessen im Restaurant Krone in Wittnau.
Nach einer Runde Kaffee und Gipfeli im Le Chat Bleu starten wir in Les Genevez, bei strahlendem Sonnenschein und Schnee, gerade recht zum Schneewandern, ohne Schneeschuhe. Ein Blick in die St. Maria Magdalena Kirche mit den modernen Buntglasfenstern lohnt sich.
Wir wandern gegen Westen, über die verschneiten Felder, mit sanften Steigungen. Majestätisch stehen die weissen Tannen da, manchmal allein, manchmal in Gruppen, ab und zu einen lichten Wald bildend. Oben schaut der blaue Himmel und die Sonne zu, wie wir uns durch den trockenen, knirschenden Schnee bewegen, wunderbar.
Beim Mittagshalt in La Theurre, Auberge de la Couronne, unweit vom Lac de la Gruyère, treffen wir Pascale und Christiane, die es in Basel wegen Zugverspätungen nicht auf den vorgesehenen Zug schafften.
Vor dem zweiten Teil der Wanderung nach Saignelégier schauen wir uns den zugefrorenen Lac de la Gruyère an, der jetzt, mit der dünnen Schicht Schnee auf dem Eis, gar nicht richtig als See wahrgenommen wird, eher als grosse Waldlichtung. Spaziergänger tummeln und vergnügen sich auf dem Eis.
Wir geniessen die letzten Kilometer durch die verschneiten Weiden nach Saignelégier und können im Restaurant de la Gare doch noch eine Königin krönen, Pascale.
Vielen Dank an alle für den schönen und sonnigen Einstieg ins Wanderjahr 2026! EB
Fotos: EJ und EB
Furggelenstock Rundtour 7. Januar 2026
Bei ca. -11 °C starten wir bei der schattigen Talstation Laucheren zu unserer SS-Tour Furggelenstock. Ca. 20 min. später und einige Höhenmeter höher sind wir in der Sonne, die uns bis zum Ende der Tour uneingeschränkt begleitet. Nacheinander verschwinden Daunenjacken und dicke Fausthandschuhe im Rucksack und wir können den abwechslungsreichen Aufstieg bei angenehmen Temperaturen geniessen. Es hat nicht üppig, aber ausreichend Pulverschnee von dem Neuschneefall vergangenen Freitag/Samstag, nur im Wald manchmal knapp. Auf einem sonnigen Bänkli bei der Furggelenhütte gibt es Mittagspause, bevor wir auf guter Spur steil auf den Furggelenstock steigen. Tolle Panoramasicht und kaum Wind. Weiter geht es in etwa der Krete entlang zum Brünnelistock mit ebenfalls super Panorama. Lifte und Pisten sind noch geschlossen und wir können unsere eigene Spuren runter zum Ibergeregg legen. Entlang der sonnigen Skiroute/Wanderweg geht es in teils sehr schönem Pulverschnee zurück zur Talstation Laucheren, wo wir noch 10 min in der Sonne auf den Bus warten, der uns nach Einsiedeln bringt. Ein sonniger Schneeschuhtag ohne die befürchtete Kälte geht zu Ende. Vielen Dank an die flotte und motivierte Gruppe, es hat Spass gemacht mit euch. GF
Gruppe 1 startete um 09.07 Uhr am Bahnhof Delémont mit 35 TeilnehmerInnen. Da Bernadette Hugi krankheitshalber ausfiel, unterstützten Erhard Berli und Thomas Epp Ursula Flück. Ein grosses Dankeschön für die wertvolle Unterstützung an die beiden Herren sei hier erwähnt. Gruppe 2, die von Maria Riggenbach geleitet wurde, startete um 10.38 Uhr bei Bourrignon bif. Bürgisberg mit 12 Personen. Um ca. 11.20 Uhr trafen alle im Naturfreundehaus La Haute Borne zum Glühwein ein. Ein herzliches Dankeschön an all die Bäckerinnen der feinen Gutzelis zum Glühwein. Um 12 Uhr wanderten die beiden Gruppen weiter zum Mittagessen im Restaurant la Claude Chappuis, wo wir ca. um 12.50 Uhr eintrafen und die 4 Personen der Gruppe 3, die mit dem Auto anreisten, begrüssen durften. Das Mittagessen war schmackhaft und der Service hervorragend. Erhard Berli ehrte in berührenden und humorvollen Worten Jürg Weber für seine 14jährige Tourenleiter-Tätigkeit. Jürg Weber, wird sein Amt als Werktags-Wanderleiter per Ende 2025 abgeben. Zwei Anerkennungsgaben vom SAC Basel sowie von den WerktagswanderleiterInnen wurden von Jürg mit Freude entgegengenommen. Wir wünschen Jürg alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg und freuen uns, mit ihm auch weiterhin als Tourenteilnehmer unterwegs sein zu dürfen.
Herzlichen Dank an all jene, die Fotos ins Netz gestellt haben
So endete ein erlebnisreicher Tag bei guter und fröhlicher Stimmung und alle dürfen dankbar und mit unvergesslichen Erinnerungen versehen, auf ein erlebnisreiches Wanderjahr 2025 zurückblicken.
Mit meinen besten Wünschen auf frohe Festtage und auf ein glückliches, gesundes und wanderfreudiges Neues Jahr 2026
UF
Schnee suchen und finden
Es ist Winter und wie ein Kind plange ich auf den Schnee. Dieses wunderbare Weiss, dass mich in die Kindheit zurück zaubert.
Da bleibt nur eins, wenn es in Basel so grün ist. Ab in die Berge!
Das Wochenende ist geplant wir nehmen das Sunnbüel ins Visier und finden sogar eine Übernachtung in der unbewarteten Winteregghütte des SAC Biel.
Endlich ist da Schnee unter unseren Füssen und die Skis sind schnell montiert. Bis zur Hütte ist es nicht weit, sodass wir das Znacht und den Zmorgen sowie das Zahnbürstli zuerst deponieren.
Schnell sind wir unterwegs Richtung Spittelmatte. Der Schnee glitzert und der Himmel ist blau. Wir haben nichts verlernt. Ruhig bewegen wir uns Richtung Underes Tatelishore. Schritt für Schritt, eine Kehre nach der andern bringen uns zum Mittagessen auf den Gipfel und in die Sonne. Das Obers Tatelishore lassen wir aus, da es schlecht eingeschneit ist. Die vielen Steine hätten bei der Abfahrt niemandem Freude gemacht. Dafür entschliessen wir uns zu einem Zwischenaufstieg Richtung Altels, der Schnee macht Spass auch wenn das mit dem Pulver nicht geklappt hat.
Das Abendessen ist schnell zubereitet. Wir geniessen den Abend in der schnell gemütlich warmen Winteregghütte, die wir ganz für uns haben.
Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre! Hell leuchtet der Himmel und die Sonne leuchtet bereits in den Gipfeln beim Start zum Hotel Schwarenbach. Kaffee gibt es noch keinen. Das Hotel ist geschlossen. Durch eine bizarre Landschaft erklimmen wir zuerst das Schwarzgrätli. Eine kurze steile Abfahrt und eine Querung führt uns zum nächsten Aufstieg auf den Entschligegrat vors eigentümliche Tschingellochtighore. Eine letzte Abfahrt über breite Rücken und schon stehen wir an der Bahnstation Engstligenalp und vor der Rückreise ins grüne Basel.
In Biel noch Nebel, in Magglingen Sonne, gedämpft durch hohe Wolkenschichten. Die Standseilbahn von Biel nach Magglingen brachte uns bequem über die Nebeldecke.
Zur Bahn ist zu sagen, dass sie 1887 als Wasserballastbahn gebaut und so bis 1923 betrieben wurde. Eine Wasserballstbahn funktioniert folgendermassen:
Man füllt den Ballastwassertank der oberen Kabine A mit Wasser. Die Kabine B unten, mit geleertem Tank, wird durch die schwerere Kabine nach oben gezogen, via Seil und Umlenkrolle. Wenn A unten ist, wird sie geleert und B mit Wasser gefüllt. Und so weiter. 1923 wurden die beiden Wagen durch von Roll erneuert und der Wasserballast pro Wagen von 3.5 auf 4.5 Tonnen erhöht. 1954 wurde die Bahn auf elektrischen Betrieb umgestellt. Pro Jahr nutzen die Bahn mehrere Hunderttausend Leute.
Wir betrachten das wunderbare Panorama, von Säntis bis Mont Blanc. Und begeben uns zu Kaffee und Gipfeli zum nahen Grand Hotel, mit seiner grosszügigen Terrasse.
Schliesslich beginnen wir unsere Wanderung, die fünfte Etappe der Via Berna, mit Ziel Biel. Wir tauchen in den Nebel ein, nicht sehr dick, aber doch der Landschaft einen ganz anderen Charakter gebend. An Evilard vorbei und leicht absteigend durch den Wald überqueren wir die Autobahn im Tunnel unter uns. Nach zwei Stunden treffen wir beim Restaurant des Gorges ein und werden willkommen geheissen. Und verwöhnt, mit einer kleinen, aber feinen Menükarte.
Das Restaurant hat seine eigene Geschichte, hatte mal einen Bärengraben, dann Reitpferde. Heute stehen im ehemaligen Bärengraben vier einfache Doppelzimmer zur Verfügung.
Der Abstieg durch die Taubenlochschlucht nach Biel ist der Höhepunkt dieser Wanderung. Wir alle sind begeistert von den gebotenen Naturschönheiten und dem Spektakel, den die Schüss, La Suze, auf ihrem Weg durch die Schlucht veranstaltet.
In der Schlucht fallen Gesteinsschichten auf, die an gefalteten Stoff erinnern. Tatsächlich umfasst das Taubenloch über 200 m dicke Kalkablagerungen, die vor 150 Mio. Jahren im Jurameer sedimentierten. Viel später wurden sie unter grossem Druck aufgerichtet, gefaltet und dann von der Schüss durchschnitten.
Warum heisst die Taubenlochschlucht so?
Wie fast immer, gibt es auch zu dieser Frage verschiedenen Erklärungen. Einige sagen, das ist ja klar, Tauben nisten in den Felsenlöchern seit Jahrhunderten, deshalb Taubenlochschlucht.
Der Sprachforscher Albert S. Gatschet teilt diese Ansicht nicht. Die Ausdrücke Daube, Dube oder Tube in der Mundart führen auf den lateinischen Ausdruck Doba zurück, der Graben oder Senke bedeutet. Die Schlucht hiess auch nicht immer Taubenlochschlucht, sondern früher Daubenlochschlucht.
Die poetische und romantische Version ist die Sage vom Taubenloch:
Walter, der junge Müller von Bözingen, liebte ein Mädchen aus dem Dorf Flüglistal (Vauffelin) hinter dem Bözingenberg. Das Mädchen war von blendender Schönheit. Die Leute nannten es die kleine Turteltaube - La petite Colombe. Auf der Burg von Rondchâtel sass damals der grausame Ritter Ingelram. Am Tage der Hochzeit überfiel er den Brautzug oberhalb der Schlucht. Er tötete den Bräutigam, um dann das Mädchen zu entführen. Dieses aber stürzte sich in die Schlucht, um nicht in die Hände des Ritters zu geraten. Mehr schwebend als fallend, wie eine weisse Taube, entschwand sie den Blicken. Wenige Monate später wurde die Burg zu Rondchâtel erstürmt und zerstört. Der Ritter Ingelram wurde erschlagen. Liebespaare, die sich im Frühling in diese Gefilde begeben, sollen zuweilen das sanfte Wehklagen des schönen Mädchens vernehmen.
Wir hörten nichts. Vielleicht wegen fehlender Liebe, oder, wahrscheinlicher, weil die Schüss viel Wasser führte und deshalb alles Leise im Tosen der Wassermassen unterging.
Ich danke allen fürs Mitkommen und sich mitfreuen. EB.
Fotos: BH und EB
Tourenteilnehmende: 17 Personen
Tourenleitung: Susanna Althaus
Wir treffen uns um 08:37Uhr beim Bahnhof Rheinfelden und marschieren gleich los Richtung Altstadt, wo uns eine weihnächtliche Stimmung erwartet.
Das Wetter ist winterlich frisch mit Hochnebel.
Bald lassen wir die schöne Zähringer-Stadt hinter uns und wandern auf dem Weitwanderweg Via Rhenana dem Rheinufer entlang durch Wälder und Auen Richtung Wallbach. Am Wegrand liegen interessante Ruinen mehrerer römischer Wachtürme und Wehranlagen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins erblicken wir die Schlösser Beuggen und Schönau.
Die zum Teil breiten Wanderwege laden ein, inspirierende Gespräche zu führen. So vergeht die Zeit schnell und nach rund 16km Wanderung und inzwischen gesteigertem Hungergefühl treffen wir in Wallbach ein und geniessen im gemütlichen Gasthof Fabriggli ein feines Mittagessen.
Ein 20 Minütiger Verdauungsspaziergang nach dem Essen führt uns zum Bahnhof in Mumpf.
Dankbar für den trockenen Tag, den uns Petrus beschert hat und die schöne Natur, die wir unterwegs geniessen durften, verabschieden wir uns.
Danke an die ganze Gruppe, schön war’s, zusammen unterwegs zu sein.
Susanna
Wer möchte denn bei strahlend blauem Himmel in einer warmen Stube ein Fondue essen? Es kam genau richtig. Novembergrau, Nieselregen und doch konnten wir erkennen, dass die Landschaft, die wir durchschreiten sehr schön ist. Da und dort haben wir vielleicht ein bisschen gefroren und so ist der Appetitit und damit die Vorfreude auf das Fondue stetig gewachsen. Bei der ersten Pause am Waldrand hat uns auch Sandy aufgeholt. Sie hatte den Zug verpasst und eine sportliche Leistung hingelegt. Super!Nach drei Stunden Wanderzeit sind wir im Restaurant Rütihof erwartet worden. Sie haben speziell für uns geöffnet. Das Fondue war fein und der angenehme Rückweg nach Laufenburg hinunter lässt sich auch mit vollem Bauch bestens bewältigen. Die einen und anderen überlegen sich sicher, gelegentlich die Tour zu wiederholen, sei es mit Schnee oder im Frühling, wenn die Natur wieder erwacht. Danke an euch alle für den friedlichen Tag. L.M.
Tourenteilnehmende: 18 Personen
Tourenleitung: Susanna Althaus
Wir treffen uns um 08:30Uhr, Bahnhof Lenzburg, beim Zug nach Mosen. Unterwegs im Zug ziehen ziemliche Nebelschwaden vorbei, mal weniger, mal mehr. Umso erfreuter sind wir, dass sich diese Nebelschwaden in Richtung Mosen gänzlich auflösen. Herrlicher Sonnenschein erwartet uns beim Start unserer Tour. Beim Altmoos Richtung Aesch LU ist der Boden vom Raureif noch recht gefroren, doch die Sonne wärmt uns bald. Wenige Kilometer verläuft der Seeuferweg nicht direkt dem Ufer entlang.
Entlang schöner Rebberge und prächtiger Alpenkulisse am Horizont treffen wir am nördlichen Ende des Sees bei Seengen auf eine prähistorische Fundstelle mit nachgebautem Pfahlbauhaus. Seit 2011 gehört die Fundstelle zum UNESCO Weltkulturerbe der prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen.
Im Spätherbst ist es am Hallwilersee still, die Schiffe verbleiben in der Werft. Auch das Schloss Hallwyl macht Winterpause.
Der fast unverbaute Uferbereich bietet Lebensraum für eine grosse Anzahl Pflanzen und Tierarten. Alleine im Boniswilerried konnten über 150 Vogelarten nachgewiesen werden. Deshalb gehört der See mit seinen umliegenden Nass- und Feuchtgebieten zum «Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler mit nationaler Bedeutung».
Nach 16km entlang dem Seeuferweg erreichen wir Birrwil, wo wir im schönen Restaurant Schifflände in der Kaminstube ein feines Mittagessen geniessen.
Zum Abschluss erwartet uns ein etwas steiler, jedoch kurzer Anstieg bis zum Bahnhof in Birrwil.
Einen wunderbaren Wandertag in schöner Natur durften wir geniessen. Danke an die ganze Gruppe, schön war’s, zusammen unterwegs zu sein.
Susanna
Mit 17 motivierten- neugierigen Mittwochswanderer unterwegs…das ist immer ein hightlight. Das Wetter perfekt.
Es ging los in Zullwil zur Ruine Gilgenberg welche grossartig in der Landschaft steht und man immer wieder staunen muss wie diese Burgen in jener Zeit gebaut wurden. Über den Nunnigerberg dann auf dem spannenden Abstieg zum St. Fridli, ein Felskessel mit kleinen Höhlen, einem kleinem Wasserfall und Felsengebiet. Dem Siegbach entlang weiter zur Ämmenegg ein schöner Grat, Kantonsübergreifend aber auch mit einem Weitblick in die Alpen. Vorbei beim Restaurant Stierenberg, wieder hinauf zum Riedberg und… wieder einem Grat der uns bevorstand. Bei der Lichtung kam der Hunger auf und wir genossen unser Picknick. Leider zog genau zu dieser Zeit ein zügiger Wind auf. Aber trotzdem wunderbar. Da Piero dabei war- fehlte auch die Mundharmonica nicht und wir bekamen herrliche Lieder zu Ohren. Es musste aber dann doch weitergezogen werden, denn das nächste Ziel war die Portiflue – noch ein kleines Dessert zu unserer Wanderung. Die Wanderung war dann in Nunningen zu Ende, alle sehr fröhlich und dankbar- aber auch sehr nachsichtig da ich zweimal den Weg verfehlte und Georg mir aus der Patsche half. Mir war es unendlich peinlich- ich hätte in Boden versinken können. Ich danke allen meinen Mitwanderer für diese herrliche Begleitung.
Canton et République du Jura und seine grossartigen Landschaften: La Combe de Tabeillon. Der traditonelle Zmorgekaffi mit tatsächlich vor Ort hergestellten Gipfeli fand im empfehlenswerten Hôtel-Restaurant de la Gare, Glovelier, statt. Juraweiden, Schluchten, Weiher, verlassene, grösstenteils renovierte Gehöfte, Mühlen und Sägereien, urwaldähnliche, sagenartige und sagenhafte Wege und Pfade bildeten die eindrücklichen Kulissen unserer drei November-Wanderungen.
Gruppe 1 meisterte und genoss die topografische Herausfordeurng: Undervelier, Les Metteneux, Pré de Joux, Combe de Monin, Combe et Etang des Beusses nach Lajoux mit 555Hm Aufstieg in drei Stunden, während Gruppe 2 ausgangs Glovelier den stets leicht steigenden Wanderweg dem Bach folgend in die Combe de Tabeillon unter die Füsse nahm und via Côte des Arches, Etang de Bollement in 2¾ Std zum Buffet de la Gare La Combe gelangte. Dabei überwand G2 350 Hm und ergötzte sich am still vor sich hinrostenden Mühlrad. Unsere nimmermüden Mitglieder der Gruppe 3 gelangten von Lajoux, Sur les Seignes, Envers des Combes zum gemeinsamen Treffpunkt. Dank dem sehr gelobtem Mittagessen konnten G1 und G2 planmässig die leichte Nachmittagswanderung von La Combe über Plain de Saigne Süd nach Le Pré Petitjean bewältigen. Dank gebührt allen, insbesondere den Wanderleitern, den Chauffeuren und den Sponsoren Georges Vonder Mühll, Romy Steiger für den Zmorgekaffi und Bernhard Müller für den Apero, den er aus Anlass seiner zweihundertsten(!) Veteranenwanderung offerierte.
In La Neuveville haben wir eine knappe halbe Stunde Zeit zwischen Bahn und Postauto. Das reicht fast allen achtzehn von uns für Kaffee und Gipfeli und eine kompakte Stadtbesichtigung.
Und die lohnt sich und macht Lust auf einen längeren Besuch, zu wärmerer Jahreszeit, kombiniert vielleicht mit Erlach und einem Bad im Bielersee.
Das interessante Städtchen wurde 1312 vom Basler Fürstbischof Gérard de Vuippens als neue Stadt nahe der Grenze zur Grafschaft Neuenburg gegründet, um Flüchtlinge aus dem Ort La Bonneville im Val de Ruz aufzunehmen, das kurz zuvor durch Rudolf IV. von Neuenburg zerstört worden war.
Von 1798 bis 1815 gehörte die Stadt zu Frankreich. Nach dem Wiener Kongress von 1815 kam sie mit dem Gebiet des Fürstbistums Basel an den Kanton Bern und gehörte zum Amtsbezirk Erlach.
Obwohl La Neuveville nur 3804 Einwohner zählt (Stand 31. Dezember 2024), gilt der Ort aus historischen Gründen als Stadt.
So viel zu La Neuveville, sehr sehenswert.
In der Zwischenzeit steht unser Bus bereit und bringt uns ins 450m höher gelegene Nods, eingebettet in die Hochfläche der Montagne de Diesse (Tessenberg). In Nods ist für Wanderer/innen besonders die Fromagerie interessant. Spielend lässt sich ein köstliches und schmackhaftes (Käse-)Picknick zusammenstellen, wenn nötig.
Bei idealem Wanderwetter können wir losziehen, Richtung Mont Sujet. Eine fantastische Sicht belohnt uns für den Aufstieg. Etwas unterhalb des flachen Gipfels können wir unseren Mittagshalt geniessen und Berge à discrétion bewundern, vom Säntis bis zum Mont Blanc.
Vorbei an der Bergerie du haut und Bergerie du bas führt uns der Weg weiter über Jurahochweiden mit den typischen mächtigen Fichten, mal einzeln, mal in Gruppen stehend, nach Les Prés-d’Orvin.
Bald darauf bieten uns galoppierende Pferde eine besondere und eindrückliche Vorstellung.
Für uns geht’s gemächlicher, ohne Galopp, nochmals etwa 200m hoch, durch den Forêt de Sor Neuchâtel, schliesslich zum End der Welt, Fin du Monde. Zum Glück ist es das Ende aber nur aus der Sicht der Magglinger, weil der Ort am Dorfrand und waldumzäunt ist. Ohne Mühe können wir über das End der Welt hinauslaufen, in die weite Welt, nach Magglingen. Und dort nochmals von der Terrasse des Grand Hotel aus und mit einem Drink in der Hand die phänomenale Aussicht geniessen.
EB.
Tourenbericht Jura Vollmondwanderung 5./6. Nov. 2025
Beste Wetterverhältnisse am Mittwoch Nachmittag: Zu fünft in 2h 5 Min von Reigoldswil den Jägerweg hinauf zum Vogelberg Passwang. Die anderen zwei kamen alleine kurze Zeit später auf den Gipfel. Der Mond liess sich erst um 17Uhr blicken, als er über die Wolkenbank im Ostnordosten heraus gestiegen war. Wir brätelten Klöpfer usw. am Feuer auf dem Gipfel und unterhielten uns rege bis um 18:30 Uhr die ersten 3 via Bürten nach Reigoldswil abstiegen. Die anderen Vier wanderten weiter westwärts kurz vor 19 Uhr 12 Stunden lang die ganze Nacht hindurch, mit etwa 4 Ess-Trink-Pausen via Hinterbeibelberg- Erzberg (22 Uhr)-Scheltenpass- Abzweigung Matzendörfer-Stierenberg- Zentner-Mieschegg-Probsteberg-Harzer (03 Uhr)-Malsenberg-Abstieg zur Strasse Welschenrohr-Gänsbrunnen, wobei wir im unteren Teil eine Abzweigung nach links verpassten und uns durch Dickicht ca. 1/4 h lang zwängen mussten, bis wir in eine Lichtung und dort auf einen Weg gelangten. Zum Schluss von der Strasse (05:15 Uhr) direkt bergauf auf z.T. steilen Wald-Wegen und nur die letzten Meter auf dem Strässchen zum Hotel-Restaurant Weissenstein. Ab Reigoldswil bis Weissenstein aus den LK’s grob gemessen 44 km und 1900 Höhenmeter, laut Jõel's Uhr mit GPS: ?48 km und ?2200 Höhenmeter
Verhältnisse/Wetter
z.T. kühler Wind, ab Krete ob Wasserfallen wanderten wir im Sonnenschein, ohne Pullover, auf den Vogelberg, suchten Holz, machten ein Feuer, um nicht zu frieren und Würste zu braten. Um 19 Uhr zottelten 4 von uns weiter, die ganze Nacht durch bis auf den Weissenstein, bei nur mässig kühler Witterung, erste Hälfte sporadisch windig, klare Vollmondnacht mit gut erkennbaren Planeten und Sternen, um 3 Uhr plötzlicher Aufzug von Schäfchen Wölklein, auch um den Vollmond, der zum Teil einen farbigen Ring zeigte.
Bekleidung: z.T. hatte ich 2 Merino-Leibchen (kurz- & lang-ärmelig) + Wollpullover+ Faserpelz Jäckchen an, andere zum Teil unter den Berghosen Strumpfhosen oder 2 Paar Hosen übereinander, alle Mütze und Handschuhe.
Um 7 Uhr auf dem Weissenstein angekommen war es leicht bewölkt, der Vollmond schien auf uns bzw. unsere Wege, bis wir am Ziel angekommen waren, auch in die Wegabschnitten im Wald.
Die Vierergruppe wanderte öfters in rassigem Tempo und soviel wie möglich ohne die Stirnlampe einzuschalten, was z.T. viel Geschicklichkeit in den Füssen abverlangte und müde machte, aber auch viel Spass erzeugte.
Alle kamen oben sehr glücklich und müde an. In der Gondelbahn und danach fielen viele Sprüche und wir lachten sehr viel bis danach im Intercity Zug ab Solothurn die Schläfrigkeit Oberhand gewann.
Jahresfest in der Neuhof-Schüre bei Wahlen, Laufen
„So etwas nennt man Apéro riche?” fragte ein überraschtes Neumitglied. Das mit über 90 Leuten gut besuchte Jahresfest fand erstmals in der Neuhof-Schüre bei Wahlen in der Nähe von Laufen statt. Unsere Organisatorin Monica hat die Location gut gewählt. Das Essen war fein und reichlich, eigentlich wars ein formidables Abendessen, und der schöne und geräumige Festsaal lud zu allerlei Gesprächen ein.
Zuvor trafen die fünf Rotten aus allen Himmelsrichtungen ein. Die Mitglieder waren von den schönen Zustiegen sehr angetan. Ein grosser Dank geht an das Leiterteam, das aus Georg, Bernadette, Priska, Heidi und Meinrad bestand. Letzterer führte den Mountainbike-Trupp. Aufgrund zweier grosser Materialschäden reichte es dem 25-Jahr-Jubliar und Biker Holger nur ganz knapp zur Ehrung.
Anlässlich der Jubilarenehrung durch den Präsidenten, bei der Barbara tatkräftig mitwirkte, ergriff der 50er-Jahr-Jubilar Fredi das Mikrofon und berichtete von einer Sektionstour, die ihm unvergesslich blieb. Die Tour über die Haslerrippe auf das Aletschhorn und dann hinunter ins Tal geht als die wohl längste Sektionstour in die Annalen unserer Clubgeschichte ein.
Während des feinen Buffets überraschte uns ein Musikantentrio mit einer hochkarätigen Jodeleinlage, die von unserer Jodlerin Monica organisiert wurde.
Zum Schluss wurden die Gewinner des diesjährigen Saalwettbewerbes ermittelt.
Unsere 50-Jahre-Jubilarin Catherine, ehemalige Mathematikprofessorin unseres Präsidenten, fungierte als Glücksfee. Der Hauptgewinn, ein Swiss-Panoram-Messer mit Gravur, ging an unser Ehrenmitglied Bruno De Bortoli. Während alle Wanderungen von Wetterglück gesegnet waren, setzte auf dem Heimweg nun kräftiger Regen ein.
Text: Markus, Fotos: Thomas
Der Bericht wurde leider gelöscht.
Treffpunkt war das Restaurant Tibbits am Bahnhof- durch das es in Meltingen kein Restaurant mehr gab.
Wir fanden ein sehr schöner langer Tisch vor für unsere 19 angemeldeten Jahresfestler mit mit dreiarmigem Kerzenständer die angezündet waren, – ein schöner Auftakt.
Mit der SBB nach Laufen und dem Bus nach Meltingerbrücke war das nächste Unterfangen, wo ich anschliessend die Gruppe begrüssen durfte. 3 Jubilare waren dabei: mit Catherine, Josef und Frank und waren stolz diese zu Ihrem Jubiläumstag zu begleiten.
Mit der Route über den Lingenberg, einer hübschen basellandschaftlichen Gratwanderung mit diversen Tafeln versehen über die spezielle Biodiversität und den “Wildi Löcher” genossen wir diesen Gratweg bis zur Chemmiflue wo wir Mittagspause einlegten mit Sicht auf Büsserach und – auch Wahlen.
Beim Schloss Thierstein auf einen schönen Picknickplatz gab es noch eine kurze Information über die Burg Thierstein, da ja diese Burg vor Jahren dem SAC Basel gehörte,- aber dann verkauft wurde.
Vorbei war der spannende Weg (Gratweg) und wir erreichten auf breiten Wegen über die Bachmatt bei Wahlen und das Niderfeld die Neuhofschüre.
Einmal mehr war es ein Genuss mit dieser quirligen, lustigen, motivierten und sehr dankbaren Wandergruppe unterwegs zu sein- ich danke Allen die dazu beitrugen.
Gut durchlüftet erreichen, wir startend in Breitenbach, nach zwei Verschnaufpausen unser Ziel ” in den Spitzen” bei Wahlen.
Prolog: Die geplante Tour auf die Balmhornhütte konnte nicht durchgeführt werden: Der Hüttenverantwortliche hat mir wenige Tage vorher mitgeteilt, dass die Hütte ab diesem Jahr geschlossen bleibt, wenn sie nicht bewartet ist. Als Alternative habe ich die Route geändert: Oberalppass - Maighelspass - Andermatt. Auf Grund von Absagen und Terminverschiebungswünsche, wurde die Tour um eine Woche verschoben. Schon 2 Tage vorher war klar, dass auf Grund von einem halben Meter Neuschnees und erheblicher Lawinengefahr, wiederum abgesagt werden musste.
Also erneute Routenverschiebung ins Tessin: Monte Lema - Monte Tamaro - Rivera. Problemlose Anfahrt (mit der Gondel) auf den Monte Lema. Vor dem Start Kaffee und Kuchen bei 20 °C und Sonnenschein auf der Terasse. Danach begann unsere Höhenwanderung (ständig bergauf und ab) zur Cap. Tamaro. Die Zeitangaben auf dem Wegweiser (wie immer im Tessin), eher sportlich. Wir benötigten 5 Stunden bis zur Hütte und kamen bei anbrechender Dunkelheit und einer Temperatur um den Gefrierpunkt um 18:00 Uhr an. Nach einer heissen Douche, ein feines Nachtessen.
Ueber Nacht gab es einen Wetterwechsel: stark bewölkt und angekündigter Regen. Wir entschieden uns deshalb nur bis zur Mittelstation der Tamarobahn abzusteigen und dort die Gondel zunehemn. Der Regen setzte früher ein, als erwartet, sodass wir erneut umdisponierten. Abstieg zur Alp Foppa und Gondelfahrt nach Rivera und weiter nach Lugano. Mittagessen, Stadtbummel und danach Heimfahrt nach Basel. Danke an an alle Teilnehmer für die Flexibiltät. PL
Der Fokus der heutigen Naturexkursion liegt auf dem Wald des Jura (einheimische & bewusst eingeführte & eingeschleppte Arten, heutige & frühere Waldbewirtschaftung) und wie sich der Klimawandel auf diesen auswirkt bzw. auswirken kann. Die wetterbedingt etwas verkürzte Rundwanderung führt uns von Winznau bei Olten durch das Waldgebiet unterhalb Burgstelle/ Unterchöpfli auf den Stellichopf und durch den Balmiswald zurück zum Ausgangspunkt. Die Entscheidung die Exkursion durchzuführen und nur den Start auf die Mittagszeit zu verschieben, wird mit sonnigem Herbstwetter belohnt. Die ursprünglich erwartete Nässe begegnet uns nur in den schnellerfliessenden Bächen und am Boden der Waldwege - wo es steiler ist, rutsch man etwas auf nassen Blättern, Steinen und Wurzeln.
Unser Startpunkt ist die Haltestelle Winznau Aussserdorf, an der uns in einem verwilderten Garten bereits die zwei ersten eingeschleppten Neophyten begegnen: die Armenische Brombeere (Rubus armeniacus) und der Sommerflieder (Buddleja davidii). Die schnellwachsenden, raumgreifenden Brombeeren begleiten uns auf dem ersten Wegstück und fehlen nur dort, wo Rolf sie zusammen mit Winznauer Schüler:innen im Rahmen eines Aktionstages entfernt hat. Auf dem folgenden Weg werden uns noch viele weitere Baum- und Straucharten (Buche, Spitzahorn, Feldahorn, Eiche, Salweide, Linde, Nussbaum, Hartriegel, Stechpalme, Schneeball, Weissdorn, Liguster etc.) vorgestellt - mit ihren Früchten, den Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten ihres Holzes (Werkzeug-/Eispickelstil, Bogenholz etc.) und den unterschiedlichen Anforderungen an die Standortbedingungen (Feuchtigkeit, Gesteinsunterlage, Nährstoffgehalt, Lichteinstrahlung etc.). Wir lernen Weisstanne, Fichte («Rottanne»), Lärche, Eibe und Douglasie einerseits an der Rinde, der Nadelstellung und an Geruchsproben von Nadeln, Holz und/oder Harz zu unterscheiden und andererseits auch, wie unterschiedlich flexibel sie z.B. auf niedrige Lichteinstrahlung reagieren. Eindrücklich ist wie unterschiedlich sich die Nadeln anfühlen, von angenehm weich (Eibe) bis hart-stupfig (Fichte). Wir sehen, wie sich die Vegetation ändert, wenn die entlang unseres Weges zunächst dünne Humusschicht standortbedingt entweder mehr Wasser halten kann oder an Dicke zunimmt. Interessant ist es auch, den Unterwuchs eines Holzschlaggebiets vom letzten Winter mit dem fast undurchdringlichen Unterholz des angrenzenden, unbewirtschafteten Waldes zu vergleichen. Zusätzlich erfahren wir Historisches (auch Napoleon lässt grüssen) und Aktuelles über die (Über-)Nutzung und Pflege des Waldes in dieser und anderen Regionen.
Am Ende haben wir viel gesehen - auch die Flugkünste von Milanen und Turmfalken sowie Olten mit dem Sälischlössli im Hintergrund - und sind länger unterwegs gewesen als gedacht (ca. 4.5 h). Ein herzliches Merci an Rolf für die Artenkenntnis, spannenden Erzählungen und anschaulichen Vorführungen sowie für die Fragen und Ergänzungen der drei anderen Wissbegierigen.
Barbara
Wettermässig ist unsere einzige Schwierigkeit, trocken zum Bahnhof SBB zu kommen. Nikolaus hat unser Ziel geändert und dem Wetter angepasst: Kein Buochserhorn heute. Dafür Kastanien und die Ponte Tibetano, eingebettet in die Rundwanderung ab Bellinzona. Die Route ist markiert als 628, Monte Carasso – Monte Carasso, südwestlich von Bellinzona.
Nach dem Dunkel des Gotthardtunnels, den wir mit bis zu 220Km/h durchsausen, erwartet uns blauer Himmel und die Sonne. Typisch Tessin! Mit den Palmen und dem südlichen Flair, was für eine Wohltat nach dem Regen in Basel.
In Sementina, Via Locarno, starten wir unsere Wanderung. Ein steiniger und steiler Pfad führt uns rasch aus den Häusern und in die Höhe. Bald schauen wir auf Bellinzona, Monte Carasso und Giubiasca runter. Ein schöner Wanderweg leitet uns durch den Kastanienwald, immer wieder den Blick auf die Magadinoebene freigebend.
Nach etwa 500m Aufstieg überqueren wir eine Holzbrücke. Bald darauf sehen wir die Tibetische Brücke, was eine Hängebrücke von einer Talseite zur anderen, ohne Pfeiler dazwischen, bezeichnet, in Anlehnung an die traditionellen Hängebrücken im Himalaya-Gebiet.
Auf unserer, der südlichen Seite, wurde ein Rastplatz angelegt, mit WC, Brunnen und Sitzgelegenheiten, ideal für unser Picknick.
Zum Dessert wandern wir in luftiger Höhe über die Brücke, bis 135m hoch über der Sementina scheinbar schwebend, und 270m lang. Der durchhängende Weg besteht aus Lärchenholz und ist knapp ein Meter breit. Ein tolles Erlebnis.
Die nächste Attraktion folg nach wenigen Minuten, die Kirche San Bernardo, aus dem 11./12. Jahrhundert.
Rund um diese eindrückliche Kirche mit kostbaren Fresken, die in den letzten Jahren sorgfältig restauriert wurden, lagen mehrere Weiler, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner von Monte Carasso bis 1700 dauerhaft ansässig waren, lernen wir.
Leider ist die Kirche heute geschlossen, entgegen dem Schild mit den Öffnungszeiten.
Wir wandern weiter, nach Curzutt. Die Siedlung Curzútt ist ein ehemaliges Dorf des Monte Carasso (Bezirk Bellinzona), wiederbelebt durch eine Stiftung. Es gibt Übernachtungsgelegenheiten, ein Restaurant und eine Standseilbahn vom Tal, von Monte Carasso. Siehe www.curzutt.ch für mehr Informationen.
Wir wählen nicht die Standseilbahn sondern den steilen, steinigen, manchmal mit hohen Stufen versehenen Wanderweg runter nach Monte Carasso, zu Bus und Bahnhof Bellinzona.
Auch in Basel hat der Regen jetzt aufgehört und wir können ohne Regenschirm nach Hause, bereichert durch einen schönen Tag im Süden.
Herzlichen Dank, Niggi, von uns allen. EB.
Die Ponte Tibetano wurde am 31.5.2015 eröffnet, ohne Sonnenschein, siehe:
Ein wagemutiges Grüppchen von fünf Personen startete trotz schlechter Wetterprognose um 08:00 vom Neubad Richtung Laufen. Starkregen versprach der Radar bis 8 Uhr und wieder ab 14 Uhr. Dieses Zeitfenster galt es zu nutzen. So verzichteten wir auf die Überschreitung des Blauens nach Laufen und begnügten uns mit dem Leimental. Die grösste lauftechnische Anforderung erwartete uns gleich nach dem Allschwilerweiher: Der Dorenbach hatte stellenweise sein Bett verlassen und wir mussten durch den Wegbach waten. Nasse Füsse schon zu Beginn!
Bald hörte der Starkregen auf. Aber das Wasser tropfte im Wald weiterhin auf unsere Köpfe. In zügigem Tempo erreichten wir bald den Rastplatz beim Oser-Denkmal. Die Znünipause verlegten wir aber aufs Schulareal von Benken, wo wir einen trockenen Unterstand fanden. Nach dem farbigen Herbstwald genossen wir nun das weite Leimental mit Sicht zum Blauen und zum Gempen. Auch lockerte bald die Wolkendecke auf und Sonnenstrahlen wiesen uns den Weg nach Flüh. Auf dem steilen Gränzwächterwägli stiegen wir Richtung Landskron auf und überquerten die grüne Grenze. Über Tannwald, einem Ortsteil von Leymen, gelangten wir zur St. Anna-Kapelle. Mit ein wenig Sonnenschein konnten wir die Mittagspause auf dem dortigen Bänggli geniessen. Mit etwas Wehmut begruben wir die ursprüngliche Absicht, über Mätzerlechrüz nach Laufen zu laufen. Das vom Wetterradar versprochene Zeitfenster schien uns zu kurz.
So genehmigten wir uns einen Kaffee im Rest. Jura in Mariastein und stiegen über den Stationenweg nach Rodersdorf ab. Um 14 Uhr erreichten wir das Dorf – und der versprochene Starkregen blieb aus. Die Sonne zeigte sich nochmals. Vor der Rückfahrt mit dem 10er nach Basel genossen wir im Dorfladen ein kleines Zvieri. Zufrieden und trocken reisten wir (Elsbeth, Sophia, Elisabeth, Thomas und Georg) nach Hause.
Nach 16 km Strecke, 500m Aufstieg, 400m Abstieg.
Danke für die gute Stimmung und Zuversicht trotz schlechter Wetterprognose (GS).
Bei schönem Herbstwetter sind wir (8 SACler) kurz nach 6 Uhr in Basel abgefahren und knapp drei Stunden später in Elm angekommen. Mit der Tschinglenbahn ging es hinauf zur Bergstation auf 1510 m. Die erste Stunde in Richtung Segnespass war im Schatten – es waren einige teils vereiste Bäche zu überqueren, aber immer mal wieder mit Blick zum Martinsloch. Nach zwei Stunden gab es eine Pause in der Sonne vor der letzten Etappe nach oben. Danach weiter im Schatten, teils über harten Firn (aber mit Trittspuren) bis zur bereits geschlossenen Mountain Lodge am Segnespass.
Der Abstieg auf die Bündner Seite ist zunächst sehr steil, ist aber mit Ketten und Leitern abgesichert. Die Leitern waren teils verschneit oder mit feinem Geröll bedeckt. Bakd darauf ging es auf gutem Bergweg weiter nach Süden. Bei der Mittagspause waren das Martinsloch von der anderen Seite und Pass mit dem steilen Abstieg zu sehen. Bald darauf war die Schwemmebene Segnas Sut mit einem schönen Wasserfall erreicht. Die letzte Etappe hast uns mit wenig Höhenunterschieden nach insgesamt 5.2 Stunden Gehzeit zur Alp Nagens geführt. Das Restaurant hatte schon Winterpause, aber wir konnten die Wartezeit auf den Bus um 17 Uhr auf der Sonnenterrasse verbringen. Die Rückfahrt nach Basel über Laax, Chur und Zürich verlief problemlos.
Danke an alle Mitgeher/innen für die gute Stimmung!
Uli
Noch war es dunkel als wir in Basel losfuhre. Doch am Schwarzsee begrüsste uns bereits die Sonne-ein wunderschöner Start in den Tag.Nach einem feinen Kaffe und Gipfeli gingsrecht gleich steil hinauf. Der erste Anstieg forderte uns sportlich, doch die wärmende Sonne und die gute Laune der Gruppe trug uns mühelos nach oben. Unterwegs stiess auch Thomas zu uns, und gemeinsam erreichten wir die Höhen mit einer fantastischen Aussicht. Vom Schwyberg dessen Namen auf “schauen” oder “sehen” zurückgeht, bot sich ein beeindruckendes Panorama: Blüemnlisalp, Schreckhorn, Moléson und viele weiter Gipflel zeigten sich in voller Pracht.
Der Abstieg führte teilweise über einen Weg den Pferde etwas umgegraben haben-eine kleine Herausforderung- die wir mit Humor nahmen. Den Tadg liessen wir mit einem Spaziergang über den "Plaffeie-Märet"ausklingen.
Überall zufriedene Gesichter-ein wunderbarer Wandertag mit einer tollen Gruppe in herrlicher Landschaft.
Ein herzliches Dankerschön an alle Mitwanderinnen und Mitwanderer.
Eine weitere Erklärung zum Namen Schnynberg. Der Namen Schwynberg kommt laut Quellen aus dem Freiburger Dialekt und ist die dialekte Form von "Schweinsberg”. In den älteren Karten-vor 1950 -ist “Schweinsberg” als Bezeichnung zu finden. Das “Schweins” könnte sich wahrscheinlich auf Wildschweine beziehen.
Ein Wandertag wie im Bilderbuch: Es war ein grosses Vergnügen, bei prächtigem Herbstwetter in dieser schönen Ecke unserer Schweiz zu wandern.
Vielen Dank an Erhard für die Fotos.
EH
Eine Woche, nachdem die Bahnstrecke Laufen - Biel wieder durchgehend befahren wird, reisen
wir über Moutier nach Roches BE. Um 08:00 Uhr beginnen wir unseren ersten Aufstieg von 500m
im Nebel. Bereits bei Les Hautes Roches lichtet er sich und ab 900m geniessen wir den blauen
Himmel und das gelb-rote Herbstkleid der Jura-Wälder und schauen auf das Nebelmeer des
Delsberger-Beckens. Bei La Combe auf 1000 m stärken wir uns das erste Mal, bevor wir die
Herausforderung der Mutterkuh-Herde samt mächtigem Stier, die uns den Weg versperren, mit
Hilfe des Bauern bewältigen.
Weiter gehts gutgelaunt im sonnigen aber kühlen Wald bergauf und weiter auf dem Rücken des
Haut du Droit bis zur Pâturage, die ebenfalls noch beweidet ist. Dort geniessen wir auf 1020m
unser Picknick und die Aussicht zur Montagne de Moutier, zum Moron, zum Chasseral und zum
Mont Soleil, der heute seinem Namen gerecht wird.
Um den Abstieg nach Soulce und den Wiederaufstieg zu vermeiden, wandern wir auf alten Weide-
und Waldwegen möglichst auf dem Bergrücken weiter und gelangen so zum Hof Frénois, wo zwei
freundliche Jack Russel Terrier den Hof lautstark bewachen - wie auch schon auf Reko-Touren.
Auf angenehmen Graswegen gehts weiter Richtung La Jacoterie, wo uns liegende Baumstämme
zur Rast einladen und sich junge Rinder zu uns gesellen, ein Rendez-vous besonderer Art.
Viehschau? Menschenschau?
Unterhalb der Felsköpfe der Côte de la Chaux gehts dann die Combe du Pont in über 60 Kurven
Zickzack runter zur Sorne und weiter nach Berlincourt. Um nach Glovelier zu kommen, steigen wir
nochmals freiwillig100m hoch und erreichen um 15:45 die Patisserie Roelli in Glovelier, wo wir uns
mit feinen Gâteaux, Eclairs, Millefeuilles, Tranches d’Etudiant usw. verwöhnen lassen. Um 16:25
Uhr bringt uns die S3 zurück nach Basel.
Wir haben eine Strecke von 21 km bewältigt, sind 1007 m hoch und 993 m runter gewandert.
Chapeau! Merci à tous! Und speziell an Thomas für die Co-Leitung. A bientôt
Drei wunderschöne Tage an den Felsen um Locarno auch die kulinarischen Sinn.
Von der Postautohaltstelle zur Wolfsschlucht und die Wolfsschlucht hinauf kennen viele. Was dann folgt, ist für uns alle, ausser Corinna, neu, und spannend. Und ein Supereinstieg für Franziska, die heute auf ihrer ersten SAC-Tour ist.
Der Weg durch die Wolfschlucht präsentiert sich hübsch und mit dem Charme, der dieser Schlucht mit dem vielen Moos und Farn, den steilen Felsen und dem manchmal rauschenden, manchmal plätschernden Wasser des Wolfsbachs, innewohnt. Alte und junge Bäume säumen unseren Pfad, etliche alte haben sich zur Ruhe gelegt und vermodern langsam. Das ganze Naturleben in einer engen Schlucht, man kann sich gut vorstellen, wie das Wasser über Jahrtausende das Kalkgestein geformt und geschliffen hat.
Wir steigen hoch, über Stege und Treppen auf schmalen Pfaden, vorbei an ausgewaschenen Höhlen in den fast hundert Meter hohen Felswänden auf beiden Seiten, bis zur Abzweigung zum Lochboden. Nach Westen ziehen wir weiter, bis zur Abzweigung zum Bärenlochweg. Jetzt wird der Weg wieder zum schmalen Pfad. Wir erkennen das Bärenloch, vor uns, noch etwa 1Km entfernt. Gespannt laufen wir weiter. Erst gegen Schluss wird der Weg steiler und steiniger, eine erste Kraxelpartie erwartet uns, 4x4 ist ab und zu angesagt und hilfreich.
Nach wenigen Minuten stehen wir im imposanten und grossen Bärenloch, einer Art Cabriolet-Höhle, mit teilweise geöffnetem Verdeck. Siehe Bilder.
Wir klettern aus der und um die Höhle und hinauf, und bestehen alle die kleine Mutprobe, das Überschreiten des einen Felsbogens über dem Loch, südlich neben dem Baum, der aus der Höhle herauswächst.
Nach einer Pause laufen wir weiter, kraxeln manchmal, um schliesslich wieder auf allen Vieren, und wer hat mit Helm geschützt gegen die Felsdecke, durch einen niedrigen Höhlengang auf die andere, nördliche Bergseite, Richtung Brandberg. Zeit fürs Picknick.
Nochmals hochkraxeln auf losen Steinweglein, hinauf auf zwei kleine Aussichtspunkte, mit erstaunlich klarer Alpensicht und mit Blick auf Welschenrohr fast wie aus dem Flugzeug.
Jetzt wieder auf normalem Wanderweg erreichen wir Hinter Brandberg, die Brandbergegg und wir steigen ab nach Welschenrohr.
Eine ganz tolle und bestimmt unvergessliche Tour für uns alle.
Herzlichen Dank, liebe Corinna! EB.
Mit Wetterglück sind wir mit einem Bus für alle Gruppen nach Staufen im Breisgau gefahren, Fahrzeit 1 Stunde. In Staufen gab es zunächst den obligaten Morgencafé mit Croissants.
Die Gruppe 1 wurde mit dem Bus an den Ausgangsort Münstertal gebracht. Von da an ging es stetig aufwärts bis auf die Etzenbacher Höhe. Etwas ruppig führte der Weg es über die Etzenbacher Hütte wieder hinunter, vorbei an der St. Johannes-Kapelle Richtung Burgruine, dort unterhalb ins Städtle bis ins Restaurant “Der Löwen”.
Die Gruppe 2 nahm gleich nach dem Café die Wanderung in Angriff, einem schönen Waldweg folgend hinauf bis auf den Panoramaweg, weiter bis zur Burgruine. Einige erkletterten die Ruine und genossen die späte Herbstsonne.
Nun bleibt noch die Gruppe 3, bestehend aus 2 Wanderleitern und 3 Teilnehmern. Heidi hat die Teilnehmer zum Stadtsee geführt, den die Gruppe umrundet hat. Danach folgte ein Stadtspaziergang.
In Staufen hat es viel Häuser mit Fassadenrissen, die markiert aber noch nicht behoben wurden. Sie rühren von Erdbohrungen her. Geschichtsträchtig war unser Restaurant für das Mittagessen: dort logierte der historische Faust, der bei einer Explosion bei der künstlichen Goldherstellung ums Leben kam (um 1540).
Nach einem vorzüglichen und reichhaltigen Apéro und Mittagessen fuhren wir mit dem Car weiter nach Schloss Bürglen, wo auf beim Parkplatz im Sandboden ein Waldfriedhof liegt. Wir haben den Baum, wo Eberhard Lohrmann seine letzte Ruhe fand, gesucht und gefunden.
Die Fahrt nach Basel verging rasch und ohne Stau.
Blauer See und blauer Himmel mit Schlagrahm… danke, lieber Roger, für den schönen und sonnigen Einstieg in den Herbst! EB.
Locarno und Umgebung: das Gebiet bietet so viel, man muss es entdecken. Weil das Wetter uns während drei Tagen hold ist, Genuss pur!
Unsere Gruppe von neun Wandernden (Mauro ist Hahn im Korb) wird von mir in Locarno erwartet. Nach dem abenteuerlichen Deponieren des Hotelgepäcks im Schliessfach am Bahnhof fahren wir mit dem Bus nach Ascona Borgo, wo unser erster Wandertag mit leichtem Rucksack beginnt: Aufstieg zum Monte Verità und bis auf den Baladrüm mit einer herrlichen Aussicht in die Magadinoebene und aufs Maggiadelta. Wir steifen weiter durch den einzigartigen Bosco die Maia (Waldreservat, boscodimaia.ch) und die verschiedenen Bolle (Feuchtebiete). Wir erleben eine immense Vielfalt von Baumvegetation sowie Flora und Fauna. Die Siedlung Ruino lassen wir aus zeitlichen Gründen aus, steigen jedoch noch auf den Barbescio, der uns mit seinen geglätteten Felsen beeindruckt und nochmals eine grossartige Aussicht bietet. Nun drehen wir einen grossen Bogen zurück bis zum Abstieg nach Losone. Mit dem Bus erreichen wir Locarno und schaffen es, am Bahnhof unser Gepäck aus dem Schliessfach auszulösen! Unser Hotel befindet sich an der Piazza in Locarno, wo wir sehr angenehm übernachten.
Am Tag 2 bringt uns die Centovalli-Bahn bis nach Cavigliano. Wir bestaunen im Ort die Trotte, Torchio comunale di Cavigliano; das Jahr 1609 ist auf dem Hauptträger aus einem riesigen Baumstamm eingraviert. Nun gilt es, einige Höhenmeter zu bewältigen, stets durch wunderbare Kastanien-, Buchen- und Birkenwälder, über Lichtungen/Maiensässe mit wunderschön gepflegten Rusticci, bis zum höchsten Punkt Corte di Invii. Auch hier haben wir unterwegs immer wieder Ausblicke ins Centovalli und ins Maggiadelta. Den mühsamen, steilen Abstieg durch den Wald bis Streccia bewältigen alle meisterlich. Die Wegzeichen könnten besser sein... wer sucht, der findet. Nun folgt die Praliné durch das hübsche Tälchen Ri da Riei, am Oratorio Sant’Anna vorbei nach Tegna. Nochmals geniessen wir unser Znacht im Hotel.
Unsere dritte Tour führt uns ins Maggiatal nach Maggia. Zuerst durch die Gässchen von Maggia und die Weinberge hoch an der Kapelle Sta Maria della Pioda (Fresken aus dem 15 Jh.) vorbei, Stäpfeli - Stäpfeli - Stäpfeli, und rechterhand ins Valle del Salto. Es ist die Tour Nr. 611 im SchweizMobil. Diese Talseite wird im Inventar der historischen Verkehrswege (IVS) gelistet in der höchsten Kategorie «Nationale Bedeutung, historischer Verlauf mit viel Substanz». Unzählige Maiensässe gibt es hier im Tal: die einen gepflegt und bewirtschaftet, die anderen überwachsen und verfallen. Wir geniessen den interessanten, abwechslungsreichen Weg bis zum Stauwehr, unser hinterster Punkt, steigen auf bis zur Alp Canaa, der höchste Punkt des Rundwegs. Immer wieder liegen die Kastanien wie ein Teppich unter unseren Füssen. Nun zieht sich der Weg auf der anderen Talseite zurück bis zur Kapelle. Leider sieht man von hier aus den Wasserfall nicht, der dem Tal den Namen gibt. Zurück in Maggia reicht die Zeit für einen Kastanienkuchen oder Vermicelles bzw. den Einkauf in der bekannten Bäckerei Panetteria Poncini; der beste Panettone überhaupt kommt von dort. Der Bus bringt uns zurück nach Locarno, Hotelgepäck abholen und schon fährt der Zug nach Hause. Ich darf noch ein paar Tage im Tessin bleiben und das herrliche Herbstwetter geniessen.
Kathrin Siegrist
Fotos folgen
Dieses Jahr fand das Kletterlager in den eindrucksvollen Gorges du Tarn statt. Die Nächte waren mit Temperaturen bis 4°C etwas frisch, dafür herrschten tagsüber ideale Kletterbedingungen. Unser Lager schlugen wir auf dem Camping Terrados in Les Vignes auf. Gekocht wurde selbst, und die sechs vollen Einkaufswagen beim Wocheneinkauf auf der Hinfahrt überforderte das Kassensystem kurzzeitig.
Die Auswahl an Klettersektoren war groß, und wir besuchten Foetus, De Que Fas Aqui?, Noir Désir, Tennessee und Navire. Alle Gebiete sind absolut empfehlenswert. Die Routen im Kalk sind lang, abwechslungsreich und gut abgesichert. In den run-outs mancher Routen konnte man außerdem wunderbar an der mentalen Stärke feilen.
Die Wetterprognose versprach erst gegen den Nachmittag Regen. Doch einmal mehr kam es umgekehrt. Am Morgen gab es feinen Nieselregen und ab Mittag, schon gegen das Ziel, wurde es hell und der Regen hörte auf. Darum war uns natürlich die Sicht verwehrt, was sehr schade war.
Die Wege waren gut begehbar, darum konnte ich die Wanderung trotz unsicherer Prognose durchführen. An einer kurzen Strecke beim Abstieg über Treppen und Wurzeln war es sehr wichtig aufmerksam und mit Vorsicht zu gehen, da es durch den Regen der letzten Tage sehr nass war. Wir meisterten das bestens. In Wittnau konnten wir in gemütlicher Runde Einkehr halten. S.B.
Das Wetter sollte am Morgen gut sein und es war besser als erwartet auf dem Belchen hatten wir Sonnenschein. Schöne Biketour mit tollen Teilnehmenden.
Hochtourenabschluss 2025 mit 16 Leuten
Bei wunderbarem Wanderwetter stieg die bunt gemischte Gruppe am Samstag zur Täschhütte hinauf. Vor der Hütte blieb uns noch viel Zeit, um das Prusiken zu üben. Wieder einmal zeigte sich: Bei dicken Prusikschlingen ist Vorsicht geboten, dafür braucht es andere Klemmknoten. Vor dem Nachtessen gab es noch ein Abschiedsfoto: Nach acht intensiven Jahren als Hüttenwartin war dies der letzte Tag für Renata auf der Hütte. Am nächsten Tag starteten wir im Dunkeln in unheimlicher Stimmung: Lichtblitze von fernen Wetterleuchten durchzuckten die Nacht. Vor dem Alphubeljoch gab es eine Überraschung: Durch den Gletscherrückgang ragte eine etwa 20 Meter hohe Felsbank hervor, die vorsichtig überklettert werden musste. Ein 5er-Team, das sich auf eine reine Gletschertour eingestellt hatte, kehrte hier um. Im Joch blies uns dann, wie erwartet, starker Wind ins Gesicht. Dank der aussergewöhnlich hohen Temperaturen war er aber gut zu ertragen. Schon nach fünf Stunden (eine gute Zeit für eine so grosse Gruppe!) standen wir auf dem Gipfel. Für einige war es der erste Viertausender. Zurück auf der Hütte stärkten wir uns mit unserem Proviant oder Rösti. Nach einem bequemen 45-minütigen Abstieg nahmen uns auf der Täschalp ein 18er-Taxi-Bus in Empfang.
Im Team: Marco T., Jeanette E., Olivia Sch., Tobias Sch., Jochen Z., Mathias L., Katharina B., Katrin M.., Giorgio T., Maja Sch. . Robin M., Marcel C., David S., Mortiz R. (JO), Leon & Markus (Leitung)
Samstag: Anreise nach Abländschen Mittelberg, von dort in 25-minütigem Fussmarsch zur Wandfluh. Die 6 Personen verteilen sich auf drei 2er Seilschaften. Nach einer kurzen Instruktion und Materialcheck klettern wir ab 11:30 Uhr im Sektor Grand Orgue verschiedene Ein- und Mehrseillängenrouten im Schwierigkeitsgrad 5c-6a. Alle Teilnehmenden sind sich das alpine Klettern in Mehrseillängenrouten gewohnt. Die Routen wurden erst kürzlich saniert und sind super abgesichert. Das Wetter ist für die Jahreszeit sehr warm und der Himmel wolkenlos. Wir klettern bis 17:30 Uhr und gelangen anschliessend in 30-minütigem Fussmarsch zur Grubenberghütte, wo uns neben fantastischem Essen ein Lesungsabend mit Kurzgeschichten von Roald Dahl geboten wird. Nach dieser vorzüglichen Unterhaltung haben wir ein Debriefing des ersten Tags und planen die Route von Sonntag.
Sonntag: Morgenessen bereits um 4:30 Uhr aufgrund des prognostizierten Schlechtwettereinbruchs am späteren Nachmittag. Um 5:25 Uhr machen wir uns auf Richtung Pfadfluh, den Einstieg beim Gross Turm auf 1938m erreichen wir nach rund 1.5-stündigem Fussmarsch kurz nach 7 Uhr. Das Wetter ist warm und sonnig. Um 07:30 Uhr Einstieg in die Route Pappy’s Turm (8 Seillängen, 5c obl.) am Gross Turm. Wir klettern in denselben drei 2er Seilschaften wie am Vortag. Wir sind kompakt unterwegs und die Kommunikation zwischen den Seilschaften ist gut. Die Schlüsselstelle (6a) wird von allen Seilschaften souverän gemeistert. Um 11 Uhr sind alle auf dem Gipfel (2123m) angekommen. Nach einer gut halbstündigen Pause seilen wir koordiniert über die Route ab. Alle halten sich an ihre Rollen, so ist die Kommunikation und der Materialwechsel über alle Seilschaften gut und wir kommen zügig voran. Nach nur 1.5 Stunden sind alle Seilschaften wohlbehalten wieder am Einstieg. Das Wetter ist bis dann stabil, beim Abstieg nach Abländschen Chappelematte setzt gelegentlicher Nieselregen ein, ohne dass das Wetter komplett kippt. Wir erwischen den Bus um 14:26 Uhr Richtung Jaun. Debriefing des zweiten Tags im Zug nach Basel.
Bemerkungen:
Homogenes Kletterniveau und gute Stimmung in der Gruppe, gegenseitige Unterstützung und Freude am gemeinsamen Unterwegssein. Die Routen wurden erst kürzlich saniert und sind mehrheitlich super abgesichert. Gute Erreichbarkeit mit dem ÖV, kurze Zustiege, schöne Aussichten und der alpine Charakter in schönstem, griffigem Kalk verlocken, ein weiteres Angebot in der Region zu lancieren.
Früh am Morgen machten sich 14 Frauen und ein Mann auf den Weg nach Niederurnen. Nach einem feinen Kaffeeeinschub in der feinen Ortsbäckerei waren wir alle bereit für das Abendteuer. Mit der Bahn gingˋs bis nach Morgenholz - ein Name der klingt wie aus dem Heidifilm-und von dort dann steil. Richtig steil. Der Aufstieg zum Hirzli 1640 müM verlangte den Waden einiges ab. Aber hey: Aussicht top, Stimmung top, und das Vrenelisgärtli zeigte sich von seiner besten Seite.
Oben angekommen, wurde der Gratweg zum Planggenstock 1675 müM unter die Füsse genommen. Einige Stellen waren mit Seilen versehen.
Der Abstieg hatte es in sich: steil, stufig, und wie gemacht für elegante Bergziegen (oder für Menschen mit funktionierenden Knie) Zum Glück wartete unten das Berghaus Hirzli mit Erfrischung.
Am Ende: Sonne, vier Seen, und 15 glückliche Gesichter.
Es war schön mit euch unterwegs zu sein. Danke. M.M
Tag 1, Montag, 15. September 2025, Griesalp – Rotstockhütte:
Die Fahrt im kleinen Postauto von Reichenbach auf die Griesalp ist für uns bereits eine Art Bergerfahrung. Steil und kurvenreich windet sich das Strässchen in die Höhe. In unserem Fall begleitet von den trockenen und launigen Kommentaren des Oberländer Chauffeurs. Kurz nach dem ehemaligen Tschingelsee gibt es eine ungeplante Pause: Alpabzug! Nach einiger Zeit hören wir das Gebimmel, kurz darauf erscheinen die ersten geschmückten Kühe mit Begleitung in der Tracht. Ich glaube vom Minenspiel der Kühe abzulesen, dass sich ihnen nicht ganz erschlossen hat, weshalb sie jetzt auf einmal eine Sonnenblume, Rosen und Grünzeug zwischen den Hörnern tragen sollen. Immerhin waren die noch besser dran als die hornlosen Tiere, die ständig befürchten mussten, den schönen Schmuck zu verlieren, weil er nicht gut befestigt werden konnte.
Nach einem Kaffee auf der Griesalp (1409m) ziehen wir los, zu neunt und bei schönem Wetter, am Golderli Hotel vorbei, zum Bürgli (1617m). Beim Obere Dürreberg haben wir bereits 1996m erreicht. Noch gut 600 Höhenmeter bis zur Sefinenfurgga (2611m). Niggi ist unser Taktgeber, wie ein Metronom regelmässig steigen wir an, gemächlich, aber stetig, Schritt für Schritt, zuletzt die Holztritte, und immer mit wunderbaren Ausblicken. So erreichen wir die Sefinenfurgga. Nach kurzer Rast verlassen wir den zügigen und schmalen Übergang und steigen ab, Richtung Lauterbrunnental. Bald sehen wir den Hundssee, unser potentielles Badeseelein. Allerdings war die Lufttemperatur nicht wirklich zum Bade animierend und der tiefe Wasserstand des Seeleins auch nicht. So liessen wir das Gewässer rechts liegen und malten uns aus, wie sich wohl die Kuchenlage in der Rotstockhütte präsentieren würde.
Also weiterlaufen, um das Horen, und bereits sehen wir die Hütte, noch etwa 300m tiefer.
Die Rotstockhütte gehört dem Skiclub Stechelberg, sie ist keine SAC Hütte, hat aber den Charme einer alten SAC Hütte. 41 schmale Schlafplätze sind im Dachstock untergebracht. Alles etwas klein und eng, aber gemütlich.
Und die Kuchenlage ist gut, ohne weiteres können wir unsere Hungergefühle bis zum Nachtessen mit Genuss besänftigen.
Tag 2, Dienstag, 16. September 2025, Rotstockhütte – Berghotel Obersteinberg:
In der Nacht hören wir Wind und Regen rütteln und prasseln und hoffen, dass sich die Wetterlage bis am Morgen beruhigt hat.
Tatsächlich können wir ohne Regen loswandern, Nebel liegt noch, aber nicht zu dicht und bald lässt sich erahnen, dass uns ein freundlicher Tag bevorsteht.
Wir steigen ab, bis ins Tal, überqueren die Sefinen-Lütschine, um dann, ja, natürlich, wieder hochzusteigen. Auf der südlichen Sefinentalseite schlängeln wir uns um diverse Busen in die Höhe, durch den Busenwald zur Unteren Busenalp, dann Busenbrand und zum Busengrat, bereits wieder auf 1978m. Das Tanzbödeli lassen wir rechts liegen, wir sind mit der Aussicht, die wir haben, zufrieden.
Wie gestern sehen wir unsere Unterkunft zuerst von oben. Noch um die 200m runter, und wir sind am Ziel, dem Berghotel Obersteinberg. Kurt, unsere gute Seele für den Abend und den kommenden Morgen, begrüsst uns mit den notwendigen Informationen, zeigt uns unsere Unterkunft im Nebengebäude, diesmal mit ungewohnt breiten Matratzen und serviert uns bald darauf Köstlichkeiten.
Die Aussicht ist grossartig, mystifiziert und angereichert ab und zu durch schwebende Nebelbänke. Ich bin fasziniert von den Schmadribachfällen. Das Wasser lässt sich in Kaskaden in die Tiefe fallen, unregelmässig stürzt es sich in die Tiefe, mich erinnert das an ein Feuerwerk, von oben nach unten, mit zerstiebenden Fontänen am Rand, die sich immer wieder neu bilden.
Um 19h das Candle-Light Dinner, in feierlicher Stimmung, Amerikaner und Engländer sind auch begeistert vom einfachen Lifestyle, der hier geboten wird. (Der Dieselgenerator wird nur zum Melken nebenan und für die Abwaschmaschine gebraucht, nicht für Licht oder Handyladen, so will es das Marketingkonzept und die Tradition). Ein sehr schöner Abend mit gutem Essen bei guter Stimmung.
Tag 3, 17. September 2025, Berghotel Obersteinberg – Stechelberg:
Der nächste schöne Tag. Wir laufen weiter ins hintere Lauterbrunnental und steigen auf bis zum Oberhoresee, 2065m. Niemand hat wirklich Lust zum Baden, die Sonne verbirgt sich noch hinter den Bergen. Sonst wäre die Verlockung da gewesen.
Das Breithorn schliesst das Tal ab, etwas westlich davon führt eine Route zur alten Mutthornhütte, von dort könnte man via Petersgrat ins Lötschental absteigen.
Wir aber traversieren zur östlichen Talseite, steigen nochmals bis auf 2160m, überqueren den Schmadribach, dort, wo das Wasser höchsten ahnt, was mit ihm bald geschehen wird, über den Fällen. Wir sehen die Schmadrihütte. Weil sie unbewartet und unbewirtet ist, besuchen wir sie nicht und steigen ab, durch Steinbänder und Bachläufe, Vorsicht ist angebracht. Nach dem Inner Schwandbach beruhigt sich unser Weg, bei Schwand ist es nochmals nass und rutschig, vor dem ehemaligen Bergwerk führen uns die Treppen runter zum Rote Bach und schliesslich zur Weissen Lütschine. Vorbei an Trachsellauenen ist es nicht mehr weit bis Stechelberg.
Mein Dank an alle, die mitliefen und dazu beigetragen haben, dass wir drei angenehme Tage zusammen in der Bergwelt verbringen konnten. EB.
Kühle, klare Luft: Bei bestem Wanderwetter erklommen wir von Täsch über den steilen Leiterliweg den Aussichstpunkt Arigscheis. Kaum dort angekommen, erspähte uns Hüttenwartin Jacqueline bereits und sandte uns Grüsse per WhatsApp zu. Für alle Teilnehmenden war es das erste Mal, dass sie das malerische Schalital betraten, und alle waren von der wunderschönen Auenlandschaft begeistert. Hinzu kam nun die rote Farbenpracht der herbstlichen Heidelbeersträucher. Während die Flussquerung vor sechs Wochen noch hart am Limit war – hüfttief und extrem reissend –, war es nun ein Kinderspiel, mit den Neoprensocken durch das knietiefe Wasser zu waten. Bereits am frühen Nachmittag traf das starke Wanderteam auf der Hütte ein. Die einen verbrachten die Zeit mit Gesprächen oder „Aussicht geniessen“, die anderen vertieften sich in das SAC-Hütten-Monopolyspiel. In der Nacht setzten Schneefälle ein, sodass der Aufstieg auf den Hüttendreitausender am Sonntag zu einem vorwinterlichen Abenteuer wurde. Zurück auf der Hütte setzte sich die Sonne durch. Jacqueline verwöhnte uns mit ganz viel restlichem Gratiskuchen, denn am nächsten Tag stand die Einwinterung der Hütte auf dem Programm. Wir halfen auch mit, die Wegweiser abzumontieren und die Basler Fahne einzuholen. Während Markus ab Alp Jaz hinunter fliegen konnte , stiess die “Fussgruppe” auf viele Pilze. Eine grosse Ausbeute an Röhrlingen und Parasol sorgte für ein feines Znacht daheim.
Mit dem TGV fahren wir als 10er Gruppe von Basel SBB über Paris, Bahnhofwechsel, und kommen abends in Pau an. Es schifft, aber trotzdem gehen wir raus, geniessen ein feines Nachtessen und zum vorläufig letzten Mal eine Nacht im Doppelzimmer mit Bad/WC. Der Komfort wird uns später bewusst.
Am frühen Morgen des zweiten Tages streifen ein paar von uns vor dem Frühstück durch die Altstadt von Pau zum Château de Pau. Frühstück. Um die Wartezeit aufs Taxi zu verkürzen, lasse ich die Teilnehmenden das Gewicht meines Rucksacks schätzen. Er wiegt 8,350 kg inkl. Proviant für den ersten Wandertag … er wird nun täglich leichter. Nun fährt uns ein Taxi südlich durchs Tal in die Pyrenäen bis zum Lac de Fabrèges. Ein paar Höhenmeter können wir mit der Gondelbahn zur Station d’Artouste überbrücken, wo uns der kleine Artouste-Zug ca. 50 Minuten zum Lac d’Artouste bringt. Unser erstes Highlight, leider im Nebel. Der Zug diente dem Transport von Leuten und Material beim Bau der Staumauer des Lac d’Artouste. Wir rüsten uns und fertig los! Unter kundiger Führung von François Meienberg während dem ganzen Trekking werden wir an mindestens sechs Seen vorbeiwandern. Auch die nächsten Tage treffen wir auf viele weitere. Der Nebel hat sich gelichtet und die Sonne ist nun oft unsere Begleiterin. Der erste Übergang ist der Col d’Arrémoulit (2450 m), Grenzpass Frankreich/Spanien, unsere Geocacherinnen finden einen Cache. Schliesslich erreichen wir die erste Hütte, Refugio de Respomuso auf 2140 m, in Spanien an einem Stausee gelegen. Die Hütte entspricht nicht unseren SAC-Hütten … wie wir später sehen werden, war sie im Vergleich mit den anderen gar nicht so schlecht. Auf alle Fälle haben wir gut gegessen (überall muss ich sagen) und Uli spendiert den Apéro zu seinem Geburtstag. Diese Hütte wurde vor zehn Jahren von einer Lawine beschädigt und noch heute wird gebaut und werden Provisorien ersetzt. Bei uns wäre die Hütte geschlossen.
Wir starten am dritten Tag zeitig durch den Campo Plano und überqueren den nächsten Übergang, Col de la Fâche (2660 m), wieder zurück nach Frankreich. Die etlichen Seen in allen Farbschattierungen von grün bis blau und türkis beleben die abwechslungsreiche Landschaft. Die Pause am Lac de la Fâche (2440 m) wird zum Baden genutzt … brrr. Nach dem Abstieg erreichen wir das neu renovierte Refuge Wallon Marcadau auf 1865 m. Dieses Refuge ist ein architektonisches Meisterwerk und liegt auf einem einzigartigen, idyllischen Alpboden durchzogen mit dem Bergbach, der zum Verweilen und Baden einlädt. Hier bleiben wir zwei Nächte, schlafen bestens, essen wunderbar und haben Zeit für das eine oder andere Spielchen.
Am vierten Tag haben wir es nicht eilig, es ist ein à la carte Tag: wir steigen auf zu den Lacs d’Opales (2340 m), das Wasser ist tatsächlich opalfarbig, und gleich auch zu den Lacs de Cambalès. Hier wird nochmals gebadet. Eine wunderbare Seenlandschaft präsentiert sich uns. Eine Sechsergruppe wandert nach der Pause direkt zurück zur Hütte und geniesst dort den Nachmittag. Die übrigen vier (François, Brigitte, Barbara, Kathrin) wandern weglos durch Moorgebiete (François zieht eine Schlappe), über den Soum det Malh (2250 m), auf der anderen Seite eine Grasschrunde hinunter auf den Weg zum Lac Nere. Wir haben noch nicht genug, weiter geht’s weglos zum Lac de Bassia (2500 m). Leider reicht die Zeit nicht für den Pic de Bernat Barrau. Schön war’s trotzdem. Die Hütte erwartet uns nochmals mit einer Dusche und einem feinen Znacht.
Der Tag 5 ist unsere Herausforderung mit Höhenmetern und Wanderzeit. Wir wandern das wunderschöne Vallée de Marcadau hinunter bis zum Pont d’Espagne (1500 m). Endlich nach vier Tagen wieder einmal Netzempfang, um eine Nachricht nach Hause zu schicken. Pont d’Espagne ist ein Tourismusmagnet mit seinen wilden Wasserfällen und der alten Brücke. Wir nehmen uns die Zeit für einen Cappuccino mélange! Danach steigt die gleiche Vierergruppe von gestern hoch zum Lac de Gaube (1750 m), der Oeschinensee der Pyrenäen; die anderen Sechs überwinden die 250 m mit einem Sesselbähnli. Die beiden Geocacherinnen sind wieder fündig geworden und verlängern unsere Mittagspause Nieselregen. Wir steigen weiter auf bis zum eindrücklichen Talkessel am Fuss der Vignemale-Nordwand mit den Resten eines Pyrenäengletschers. Ein letzter Kraftakt, nochmals 600 m hoch zur Hourquette d’Oussoue, Passübergang auf 2750 m, und hinunter zur unserer Hütte Refuge de Bayssellance auf (2642 m). Es ist die älteste und höchste bewartete Hütte in den französischen Pyrenäen. Platsch voll, laut, ein Puff, eng, im Schlag mit ca. 20 Personen … aber eine gemütliche Stube. Wettbewerb zum Durchschnittsalter der Gruppe, Auflösung später. Der Gewinner erhält einen Sack Klämmerli mit Schweizerkreuz, die er an die Gruppe verteilen darf.
François erzählt uns unterwegs jeweils interessante Geschichten, die er in seinen beiden Pyrenäen-Büchern festgehalten hat. Der Vignemale mit 3298 m war schon vor langer Zeit ein begehrtes Bergziel. Der französisch-irische Schriftsteller Russell war einer der Pioniere bei der Eroberung der Pyrenäen im 19. Jahrhundert. Den Vignemale konnte er für 1 Franc für 100 Jahre pachten und baute dort diverse Grotten zur Unterbringung seiner Gäste.
Beim 300 m Abstieg von der Hütte am sechsten Tag gehen wir an einer weiteren Grotte von Russell vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite folgt der Aufstieg zum Col des Gentianes (2720 m) und anschliessend die 8-Seen-Wanderung durch den einsamen Talschluss des Gave d’Estom Soubiran. Nach einer langfädigen, abwechslungsreichen Wanderung auf und ab erreichen wir den letzten See des Tages, den Lac d’Estom und das Refuge d’Estom. Auch dieses kleine Refuge liegt idyllisch am See, leider trüben Nebelschwaden immer wieder die Sicht. Strom gibt es von 17.30 h bis 21 Uhr. Die Kopflampe kann es richten. Nachstehend folgt die Geschichte von Mauro mit seinem WC-ohne Licht-Erlebnis. Wir schlafen eng, sogar mit einem Baby im Schlag … es sind eher die Schnarcher, die auch diese Nacht unruhig machen.
Unser letzter siebter Wandertag bricht an, indem wir dem Bergbach Gave de Lutour ins Tal folgen. Bezaubernde Wege und Landschaften vorbei an mehreren Wasserfällen, an frei weidenden Pferden und Eseln lassen unser Trekking ausklingen. Wir erreichen Cauterets (950 m), ein alter Bergsport- und Badeort, wo unser Trekking endet. Nach einem kleinen Imbiss besuchen wir den Platz mit der einen Therme und erfahren den Unterschied zwischen Alpinismus (Alpensport) und Pyrenäismus (Bergsteigen, Schreiben, Fühlen), eine literarische Bewegung. In Cauterets steht das alte Bahnhofgebäude noch, obwohl keine Bahn mehr fährt. Es ist der norwegische Pavillon der Weltausstellung 1889 in Paris und wurde hier in Cauterets als Bahnhof wieder aufgebaut. Nun bringt uns der Bus ein enges Tal hinunter nach Lourdes. Was hier nicht fehlen darf, der Besuch der Grotte der heiligen Bernadette Soubirous und der beeindruckenden Basilique soutterraine, vollkommen unter Boden gebaut, die für 25'000 Pilger Platz bietet. Die alte Basilika ist selbstverständlich auch sehenswert. Gerade findet eine Prozession von Pilgern und Gläubigen statt. Lourdes ist ein hübsches Städtchen und bietet sich auch zum Flanieren und gut Essen an. Wir geniessen die Hoteldusche und die Zweibettzimmer. Ein feines Nachtessen schliesst unsere Pyrenäentage ab. Als Dank für das erlebnisreiche Trekking übergeben wir François im Namen von allen ein Versli (siehe nachstehend, Autorin Ruth).
Mit der Heimfahrt am achten Tag von Lourdes über Paris nach Basel endet unser Pyrenäen-Erlebnis. Durch die kompetente Führung von François und seine Erläuterungen war es für uns alle ein Genuss und ein grossartiges Erlebnis.
Wir haben gefühlt hunderte Seen gesehen, etliche Murmeltiere sowie Gämsen, immer wieder einmal Geier, es gibt drei verschiedene in den Pyrenäen. Den Bären haben wir nicht getroffen. Nachdem es 1990 noch 9 Bären gab, wurden 1996/1997 slowenische Bären ausgesetzt; heute leben etwa 80 Bären in den Pyrenäen. Das Wetter war uns hold. Die etwa 15 Minuten Regen insgesamt haben wir schnell vergessen. Wir sind jeden Tag dankbar, dass ideales Wanderwetter ist, nicht heiss, gerade richtig.
Nebst den Wanderungen von West nach Ost durch die Pyrenäen kann man weitere Hintergrundinformationen und Geschichten in den beiden Pyrenäen-Büchern (West und Ost) von François Meienberg, Rotpunktverlag, nachlesen.
Ich danke François für das spannende Trekking und die ganze Reiseorganisation sowie allen Mitwandernden: Hanni Gerber, Barbara Martin, Brigitte Wyden, Ruth Häfliger, Brigitte Walz, Uli Onken, Ursula Nüsch Schudel, Mauro Widmer. Auch das war einmal abends ein Wettbewerb: Altersdurchschnitt 67 Jahre. Wir waren flott unterwegs, keine Unfälle oder andere Probleme. Bravo und Danke!
Kathrin Siegrist
Dankschön-Versli für François (Autorin Ruth)
Mit François durch die Pyrenäen zu wandern, von einem Gipfel und See zum andern,
hat uns viel Spass und Freude gemacht: wir haben geschwitzt, gefroren und gelacht.
In den Hütten, zu denen wir gelangen, nahm uns stets die tolle Aussicht gefangen.
Der Stunden Schlaf gab es manchmal nicht viele, dafür feines Essen und lustige Spiele.
Wir werden gerne an dich und diese Tage denken, und möchten dir zum Abschied ein kleines Dankeschön schenken.
Mauro: Im dunkeln «servicio» des Refuge d’Estom
Auch heute führt uns der Hüttenwart in die Gepflogenheiten der Unterkunft ein, die Besonderheiten der einzigen Hüttentoilette bleiben unerwähnt. Im lichterlosen, stillen Örtchen kann ich die Türe problemlos mit dem kleinen Schiebeschloss zusperren. Mit Ertasten finde ich mit der Zeit auch den Hebel zur Toilettenspülung im Wasserkasten drin. Im Dunkeln zu sein, wird mit der Zeit zur kleinen Herausforderung, zudem mein Solar-Taschenlämpchen noch den Geist aufgibt. – Da ist es wieder, das Türschloss: Ich hantiere, schubse, schiebe, stosse, morxe – nichts passiert. Auch versuche ich durch diskrete Poltergeräusche auf meine missliche Lage in der Toilettenkabine aufmerksam zu machen. Und plötzlich springt der Schlossriegel wie von selbst nach rechts und die Klotüre springt auf. Ich bin aus der misslichen Lage befreit!
Bei besten Bedingungen konnte unsere 8er-Gruppe den fotogenen Zahn erklettern. Auch die Stimmung auf der Hütte war ausgelassen. Die Hütte war nur nur halb belegt, wir wurden liebevoll von Jacquelines Tochter Anette und ihrem Freund umsorgt und verbrachten einen netten Hüttenabend. Zuvor stiegen wir in Begleitung von Hüttenhund Maja noch auf den Wanderdreitausender. Die Mitnahme der Steigeisen hatte sich gelohnt, denn der Gletscher war schon sehr blank. Der Grat wurde mit insgesamt sechs Fixseilen versehen, was einen sicheren Abstieg im teilweise brüchigen Fels ermöglichte.Markus verbrachte noch eine weitere Nacht auf der Hütte (Arbeiten an der Wasserleitung), um dann am Montag ins Tal hinunter zu fliegen.
Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten wir ein wunderschönes Wochenende auf der Wiwannihütte. Neben den vielfältigen sportlichen Möglichkeiten genossen wir das großartige Panorama und konnten zahlreiche Steinböcke beobachten.
Touren und Mehrseillängen
Freitagnachmittag: Zustieg und Sportklettern
Samstag: Steinadlerroute / Verborgene Tänze / Ostgrat
Sonntag: Südwandplatte / Im Licht und Schatten / Ringelnatter (Hau Ruck Einstig) / Ostgrat
Die heutige Veteranenwanderung führte uns ins nahe Elsass, nach Ribeauvillé. Nach der 1stündigen Fahrt von Basel haben wir zuerst in der Garwer Stub Café mit wunderbarem Croissant genossen. Dann ging es aber gleich los. Gruppe 1 wanderte durch das Städtchen und sind der alten Sadtmauer entlang dem Hagelpfad folgend bis zur Burgruine Saint Ulrich aus dem 11. Jh. aufgestiegen. Nach diesem Aufstieg begann es zu regnen, ein leichter Sommerregen. Von dieser Burgruine aus sieht man gegenüber die Ruine Girsberg, die wir natürlich auch besucht haben. Wieder zurück zur Saint Ulrich und von da steil aufwärts zur dritten Burgruine, Haut-Ribeaupierre. Auf einem schönen Waldpfad ging es nun hinunter auf dem Sentier Maria Rydt vorbei am Kloster Dame de Dusenbach.
Die Gruppe 2 ist von der Altstadt aus zum Kloster Dusenbach aufgestiegen und nach der Besichtigung den Kreuzweg hinunter gewandert. Dann wieder hinauf auf den Wanderweg und zurück in die Altstadt. In der Altstadt gibt es viele alte Riegelbauten aus dem 13. Jh. zu bestaunen.
Die Gruppe 3 hat die Altstadt von Anfang bis zum Ende und wieder zurück gewandert und hat die vielen Riegelbauten bewundern können.
Das Mittagessen genossen wir im Restaurant Au ChevalNoir. Nachmittags hatten wir noch etwas Zeit, um in Ribeauvillé einzukaufen: eine Terrine, Gugelhupf oder einen Münsterkäse.
Danach sind wir mit unseren Bussen zurück nach Basel gefahren – in strömenden Regen, in Basel wurden wir mit Blitz und Donner empfangen.
Wanderung zur Weisshornhütte 2932 müM
Eine bunt gemischte Gruppe-sechs Frauen und ein Mann-machten sich auf zu einem zweitägigen Abendteuer. Zwei verschiedene Aufstiegs-Abstiegswege boten Abwechslung und machte die Tour spannend. Das Wetter hätte nicht besser sein können:ideales Wanderwetter, klare Sicht, die Gletscherwelten zum Greifen nah.
Die Weisshornhütte war ein Erlebnis:gemütlich, mit eindrücklicher Wasserzufuhr, erfrischender Brunnen-Dusche unter freiem Himmel und köstlichem Kuchen. Besonders eindrücklich nach 45 Minuten Aufstieg zum Vorgipfel vom Wisse Schijen-zum Hüttendreitausender 3264m-bietet ein unvergessliches Panorama, mit Blick auf Aletschgletscher und Matterhorn. Die flotte Hüttenwrtin Jeanette sorgte für feines Essen und eine herzliche Atmosphäre.
Vor dem Abstieg nach Randa wanderten wir-ca. 20 Minuten-zur Wasserfassung und bekommen einen Eindruck was es bedeutet die Hütte mit genügned Wasser zu versorgen. sh. Fotos
Ein Ausflug, der in Erinnerung bleibt: Natur pur, tolle Gemeinschaft, und Bergmomente, die lange nachklingen.
Der Steinbocktrek, so ausgeschrieben vom Tourismus Sörenberg war mindestens ein grosses Ziel um eine Kolonie Steinböcke anzutreffen. Aber das ist bei einer Wanderung nicht genug, schliesslich sollte es noch einen spannenden Weg beinhalten und viel sehenswertes. Was auch gelang.
Mit dem 06.03 Uhr Zug erreichte unsere tatendrang und hoffnungsvolle Gruppe um 08.27 Sörenberg wo wir auf die Gondel bis Rossweid umstiegen und von dort unsere Wanderung begann. Bis Blattenegg sehr human und leicht ansteigend. Die restlichen 526 hm+ ging es steil hinauf zur Chrutere eine kleine Alpweide mit Schafen. In einer kurzen Trinkpause erspähten wir ein einzelnen Steinbock auf einem kleinen zackigen Felsen, wir freuten uns schon über diese Gegebenheit. Aber die Hoffnung war grösser.
Nach der Chrutere erreichten wir nach einer steinigen geröllvollen Traverse das Lattgässli, ein (schon fast zu schönes ausgebautes ) Couloir. Nach dem Lattgässli oben angekommen nahm uns eine ganz andere Umgebung ein mit dem herrlichen Ausblick in die Berge und den Brienzersee, dem trönen eines startenden Militärflugzeugs, aber auch der alten Brienzer Rothorn Dampfbahn welche den Berg hinaufschnaubte.
Aug schmalem Pfad in einer sehr schönen Umgebung führte der Gratweg weiter bis zum Brienzer Rothorn. Herrlich war der Fund mit dem Edelweiss welches Barbara als erste sah, und die zweite Überraschung kam aber später mit dem Blick einer Kolonie Steinböcke die ausruhend auf einem kleinen Gipfel posierte. Wir waren alle so glücklich über diese wundervollen grosse Herde von ca. 35 grossen Steinböcken mit den riesen Hörner. Zudem war es tatsächlich möglich unter diesem Gipfel mit der îmmerwährenden Aussicht der Steinböcke unser Picknick einzunehmen. Es war einfach fantastisch, einfach genial denn die Steinböcke waren nicht weiter wie 50 hm+ entfernt, man konnte sie so gut beobachten.
Nach der Verabschiedung der Steinböcke wanderten wir weiter zum Brienzer Rothorn, der Kulturschock mit den vielen Touris, aber die liessen wir dann schnell hinter uns und der Weg führte uns weiter via Eissee hinunter nach Sörenberg wo uns die sprudelnde Quelle Emmensprung ein schönes Bild bot.
Der Abstieg war eigentlich grässlich, – in Form eines Geröll- und Schotterweges ( der Skipiste im Winter.) Dieser Weg führte uns zur Bergstation Brienzer Rothorn wo der Bus wartete. Wieder mit einer so fantastischen, dankbaren und beweglichen Wandergruppe unterwegs zu sein, das ist immer das highligt einer ausgeschriebenen Wanderung. Euch Allen ein Dankeschön.
Montag, 25. August 2025, Grimentz / La Vouarda – Cabane de Moiry:
Die Fahrt mit dem Postauto von Sierre ins Val d’Anniviers ist ein guter Einstieg für eine Wallis Alpin Tour. Die oft schmale Strasse schlängelt sich kurvenreich ins Tal, überquert Felseinschnitte mit kühn angelegten Brücken, um dann wieder steilen Felswänden zu folgen, an denen die Strasse manchmal wie angeklebt erscheint. Die 4000er+ schauen auf uns herab.
Um das schmucke und reich mit Blumen geschmückte Grimentz anzuschauen, steigen wir zwei Stationen vor der Schwebebahn aus. Gemütlich schlendern wir durch den alten Dorfteil mit den sehenswerten alten Häusern. Sehr hübsch und das sonnige Wetter dazu, sehr passend.
Auf 2695m, La Vouarda, starten wir unsere Bergtour, hinauf zum Col de Sorebois, 2836m. Bald sehen wir den Lac de Moiry, in einer fast unnatürlich anmutenden Farbe leuchtend. Die Türkisfarbe ist besonders leuchtend, wenn die Sonne in den See scheint und die vom Gletscher stammenden Mineralien ihre farbgebende Wirkung entfalten.
Wir steigen gegen die Bogenstaumauer ab, bis auf etwas unter 2400m. Dann folgen wir dem Stausee auf seiner östlichen Seite, immer mindestens 200m über dem See.
Etwa auf der Höhe des Lac de Châteaupré können wir schon mal das Gratwandern üben, zuoberst auf der Seitenmoräne. Dann folgt der steile und steinreiche Aufstieg zur Cabane de Moiry (2820m). Die Aussicht ist überwältigend, der Gletscherabbruch des Moiry-Gletschers und der Gletscher im Zentrum. Vom Essraum der Moiry-Hütte sieht man durch die grossen Panoramafenster direkt auf den Gletscher. Attraktiver geht es kaum.
Dienstag, 26. August 2025, Cabane de Moiry – Cabane des Becs de Bosson:
Heute haben wir den ganzen Tag Zeit für unsere längste und anstrengendste Etappe, zur Cabane des Bécs de Bosson. Wir steigen wieder ab von der Cabane de Moiry, bis zum Lac de Châteaupré und folgen dann der Route 221, Tour du Lac de Moiry, bis zum Punkt 2399. Weiter zur Alpage de Torrent. Stetig steigend, zum Basset de Lona und schliesslich zum Lac de Lona.
Dort: Jetzt oder nie. Baden, für die Badewilligen. Viele sind es nicht und das Wasser eher auf der kalten Seite. Trotzdem, es tut gut, das Bad. Nach einer weiteren halben Stunde sind wir auf dem Pas de Lona, 2788m. Wir sehen unsere Hütte. Noch 200 Höhenmeter und etwa 1.5Km und wir sind am Ziel, auf 2982m. Cabane des Becs de Bosson. Wir und alle anderen Gäste bekommen vor der Hütte Instruktionen, wann gibt es Licht und wann nicht, wo gibt es Wasser usw. Sehr gut. Wir bekommen das Zimmer Weisshorn, zweckmässig und geräumig. Zum Nachtessen gibt es auf Wunsch Fondue, es schmeckt ausgezeichnet.
Mittwoch, 27. August 2025, Cabane des Becs de Bosson - Crêt du Midi
Nachdem es in der Nacht heftig regnete, präsentiert sich der Himmel noch etwas bewölkt und grau, aber der Boden und die Wege sind schon gut abgetrocknet. Wir beschliessen, die Option drei zu gehen, passend für den Tag drei. Die Option 3 ist die spannendste der drei Varianten für heute, sie führt über den Col des Becs de Bosson über hübsche Wege am Punkt 2816 vorbei. Von dort in 20 Minuten zum Roc d’Orzival, mit fantastischer Aussicht. Wieder runter, und weiter nordwärts. Es folgt der Col de la Brinta, La Brinta und wunderschöne Gratwege, die trotz tollen Ausblicken immer wieder Konzentration verlangen. Manchmal ist der Weg ausgesetzt, schmal und durch Felsen führend.
Bei La Printa sind ein paar knifflige Stellen, gut mit Ketten gesichert, aber trotzdem recht anspruchsvoll, wegen hohen Tritten und etwas schmierigem Gelände. Mit Vorsicht und Konzentration meistern wir diese Hindernisse und steigen ab, um am Schluss nochmals etwas aufzusteigen, zu unserem Ziel, der Crêt du Midi. Der Himmel wird wieder etwas grau, aber erst nach der Seilbahnfahrt, unten in Vercorin, beginnt es zu regnen. Wetterglück!
Für mich eine unvergessliche Tour.
Mein Dank an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Umsicht, Ausdauer und Konzentration und die schöne Zeit zusammen. EB.
Mit 9 Leuten auf der alpinen Genusskletterei
Viele tolle Fotos auch hier:
https://photos.app.goo.gl/YCbLwodxUh8Ckk8T6
Den schönen, aber oft sehr heissen Weg zur Hütte konnten wir richtig geniessen, da es nach dem Durchgang einer Störungszone deutlich kühler wurde. Auf der Hütte angekommen, liessen wir uns durch das von der Sektion gratis angebotene Willkommensgeschenk, feinen Kuchen mit Kaffe aus der Kolbenmaschine, verwöhnen. Da sich die Hüttenwartin Gabi schweren Herzens entschliessen musste, die Bewartung der Hütte auf Ende 2025 aufzugeben, freute sie sich sehr über diesen letzten, grossen Besuch aus der Sektion. Am nächsten Tag brachen wir um 4:45 Uhr auf, um ohne Stress die letzte Pfingsteggseilbahn um 19:00 Uhr anpeilen zu können. In der Nacht zuvor kamen die Schreckhornbesteiger erst um Mitternacht zurück: Zu viel Schnee hatte es noch in den Felsen. Zum Glück hatten wir auf 3400 m deutlich weniger davon. Abgesehen von der ersten Seillänge hatten wir trockene, feste Felsen. Beim Abstieg kam es wider Erwarten zu einer Einlage mit steilem Firn, wo wir vorsichtshalber rückwärts abstiegen. Als „Gute Tat des Tages” verlängerten wir noch die Kette, die vom Strahlegghüttenweg zum Gletscher hinabführte, mit Seilschlingen. Da die Moräne weiter erodiert war, baumelte das Kettenende noch drei Meter über dem Boden.
Nach einer Erfrischung ging es in unterschiedlichen Tempi bergab. Auch die langsamste Gruppe erreichte müde aber glücklich die letzte Bahn. Markus genoss noch einen Hüttenabend, um am nächsten Tag mit dem Gleitschirm hinunterzugleiten.
Im Team: Heidi, Denise, Stephanie, Katrin, Mark, Martin, Hannes, Tomasz (Seilschaftsführung), Markus (Leitung)
