Donnerstagabend 2.7.26:
Zwei kurzfristige Absagen (1x krank, 1x ohne Begründung)
Freitag 3.7.26:
Anreise der 10 Teilnehmer und 2 Tourenleiter nach Urnerboden. Knotenkunde im Zug. Gondel nach Fisettenpass. Aufstieg zur Claridenhütte teilweise in Nebelschwaden. Mittagessen Geissboden. Ankunft Hütte, Zimmerbezug. Ausbildungseinheit: Anseilen auf dem Gletscher, Abstände, Verankerungen im Schnee. Rückkehr Hütte, Nachtessen, Theorie Ablauf Spaltenrettung. Abgabe Merkblatt.
Samstag 4.7.26:
Morgen Ausbildungseinheit auf dem Claridengletscher bei perfektem Wetter. Praxis Anseilen, Gehen, Spaltenüberquerungen. Ab Mittag Ausbildungseinheit auf dem Windkalk. Mannschaftszug, Österreicher, Schweizer Flaschenzug, Abseilen, Selbstaufstieg.
Sonntag 5.7.26:
Wieder Traumwetter. Morgen Verankerungen im Eis (Eisschrauben, Standbau, Eissanduhren). Abseilen an Eissanduhr. Übung Seilschaftssicherung im steilen Eisgelände. 11:00 Steiler Aufstieg zum Gemsfairenjoch. Via grosses Loch zurück zum Fisettenpass. Gondel nach Urnerboden. Gemütlicher Kaffe und Heimreise.
Danke an alle Teilnehmer für das grosse Interesse und das engagierte Lernen.
In diesen zwei Tagen auf der Göscheneralp wurde eine forderne, technisch hochstehende Weiterbildung in Granitklettern und in Absicherung mit mobilen Geräten gebooten. Silvan Schüpbach bot ein Programm vom Feinsten! Er selber macht ja Erstbegehungen im trad-Stil (= Begehungen ohne Bohrhaken, nur mit mobilen Hilfsmitteln) in sehr steilen Wänden. Damit war er der prädestinierte Lehrer. Seine genialen Übungsdesigns und nicht zuletzt sein Charisma hat uns zu Höchstleisungen angestachelt.
Am Samstag trainierten wir Reibungs- Verschneidungs- und Rissklettern in einem Klettergarten (Jäntelboden) im Talgrund. Die knackigen, reibungsarmen und trittlosen Platten brachten uns alle fast zur Verzweiflung. Aufgefangen wurde unsere Stimmung durch den wunderschönen machbaren Piaz von der Route “Mona Lisa”. Definitiv alle Nerven forderten die Artif-Begehungen (mithilfe von selber gelegten Keilen, Friends und Peckers) von senkrechten Routen im toprope.
Am Sonntag konnten wir bombenfesten rauhen Granit an der Kompressorwand geniessen. Die Wand wurde eingerichtet mit Bohrhaken (oder gezielt fehlenden Bohrhaken) speziell für Ausbildungszwecke. So konnte man ohne Angst zu haben einfach mal in einen selbergelegten Friend stürzen – mit der Aussicht, dass sich im Fall der Fälle weiter unten grad ein Haken befindet. Oder – wieder ein wunderschöner Piaz um eine Ecke herum.
Darum herum gab es Ausbildung in Mehrseillängen-Strategie, Standplatzbau mit mobilen Geräten und und und…
Herzlichen Dank an Silvan für seine engagierte Leitung!
