Die Besteigung des Weisshorns über den Schaligrat von der Rothornhütte ausgehend – Unteren Äschhornsattel – Oberes Äschhorn – Hohlichtpass – Schalihorn Hauptgipfel – Traversierung der Schalihörner – Nordgipfel vom Schalihorn ist sehr lang und z.T. gefährlich (Steinschlag/Eisfall/Spalten), was die Sektion Basel auf den Gedanken brachte, auf dem Schalijoch eine Biwak-Schachtel zu errichten und so die Besteigung des Weisshorns zeitlich zu verkürzen.
Bereits 1960 wurde durch den damaligen Hüttenchef Franz De Bortoli ein Projekt erstellt. 1963 wurde das Biwak durch De Bortoli und die Clubkameraden Karl Schmassmann, Edy Baltisberger, Hansruedi Wegmann und Kamil Summermatter (Hüttenwart Weisshornhütte) montiert. Den Metallbau erstellte die Firma Preiswerk Basel. Die Baukosten beliefen sich auf Fr. 25'000.- und wurden von Clubkamerad Dr. Hans Leemann-Geymüller bzw. der gleichnamigen Stiftung übernommen. Das Material flog der Heli - Pilot Geiger von Zinal ins Joch (Anfänge des Helifliegens).
Beim Aufstellen des Biwaks herrschte teilweise miserables Wetter, es fielen 70 cm Neuschnee. Während der einwöchigen Montagearbeiten wurde gemäss vorhandener Tonbildshow unter schwierigsten Bedingungen gearbeitet und in Zelten geschlafen. Anschliessend musste der Abstieg bei Neuschnee (kein Flugwetter) über den Hohlichtgletscher nach Randa unter die Füssen genommen werden.
1983 wurde das ganze Biwak in eine 2. Hülle verpackt (Isolationsschutz), zwei Jahre später ein seitliches Fundament hochgezogen, um Kondenswasserbildung zu vermeiden.
Im Biwak übernachten jährlich 30 bis 80 Personen.
Überarbeitet:
Bruno De Bortoli 29. November 2011
