Zwei 4000er bei schwierigen Bedingungen
Am Freitag brachte uns das Taxi von Täsch bis nach Eggstadel. Ab da konnten wir in knapp einer Stunde mit Ski der schneebedeckten Strasse bis zur Täschalp folgen. Hier aber war “fertig lustig”: Mit schwerem Gepäck (Ski und Skischuhe zusätzlich zum Hochtourenmaterial) mussten wir die letzten 500 Höhenmeter zu Fuss meistern. Rita, die neue Hüttenwartin, begrüsste uns herzlich mit feinem Kuchen, als wir auf der Hütte ankamen. Sie war in ihrer ersten Saison. Ursprünglich war das anspruchsvolle Rimpfischhorn erst für den zweiten Tag geplant, nach dem Alphubel als Trainingstour. Da für den zweiten Tag eine Wetterverschlechterung angekündigt war, stellten wir das Programm um. Wie sich später herausstellte, war das ein weiser Entschluss. Nach der Tagwache um 4:30 Uhr verliessen wir bei prächtigem Sternenhimmel die Hütte. In etwa vier Stunden erreichten wir den Einstieg in die Felsen des Rimpfischhorns auf rund 4000 Metern Höhe. In zwei Seilschaften, mit Pickel und Steigeisen bewehrt, machten wir uns an den Gipfelaufbau. Rasch wurde deutlich: Heute waren die Verhältnisse eher garstig. Das normalerweise mit Schnee gefüllte Couloir hatte kaum Schnee, sodass wir uns vorsichtig auf plattigen Felsen hinauftasten mussten. Im oberen Teil folgte eine schöne, ausgesetzte Kletterei im festen Fels. Ein scharfer Firngrat führte auf den schmalen 4198 Meter hohen Gipfel. Beim Abstieg zahlte es sich aus, dass das 4er-Team aus erfahrenen Bergsteigern bestand. Wir seilten flüssig fünf mal über 40 Meter ab bis zum Skidepot. Die Abfahrt zur Hütte war grandios: Der weiche Schnee ermöglichte genussvolle Schwünge vor einem prächtigen Panorama. Am nächsten Tag zeigte auch der ansonsten so harmlose Alphubel seine Zähne. Die gesamte Gipfelmulde war hart gefroren. Wie alle anderen Anwärter mussten auch wir Steigeisen montieren und die Ski am Rucksack befestigen, was hier äusserst selten nötig ist. Nach der Gipfelrast erwartete uns in einem Mix aus Sonne und Wolken eine wahre „Härteprüfung“: Der Schnee war hart, verfahren und deckelig zugleich. Als wir die rettenden, schön planierten Pisten bei der Längfluh erreichten, feierten wir das Überstandene gleich mit einer grösseren Rast. Nach einer entspannten Abfahrt über butterweiche Pisten hinab nach Saas Fee liessen wir die drei intensiven Tage auf einer Restaurantterrasse mit einem feinen Essen ausklingen.
Fotos: Alle; Text: Markus
Im Team: Markus & Tomaz (Leitung), Rainer (zukünftiger TL Sommer), Peter (ehemaliger TL)
Hier gehts zu allen Fotos und Filmchen:
Tourenbeschrieb Mont Tendre – Cabane du Cunay 31.03. / 01.04.2026
Montag vor der Tour nach einem Telefonat mit dem persönlichen Meteo-Berater (0900 162 333) entschied ich weder das vorgesehene Tourengebiet Winteregghütte noch die angedachte Variante Garzonerahütte ist machbar; alles wegen Wind und erheblicher Schneebrettgefahr viel zu gefählich; also Umplanung und Verlegung der Tour in den Jura.
Start am Dienstag: 07:04 Uhr per Zug via Olten, Renens, Le Day bis Le Pont am Ostende des Lac de Joux.
Le Pont, Start um 11 Uhr vom Bahnhof auf der Strasse Richtung Abbey dann nach links gemäss Wegweiser (den einzigen mit der Angabe Mont Tendre, danach bis zum Gipfel nie mehr angegeben) den Wald hinauf. Über offene Felder, Lichtungen, durch Wälder auf und ab, an Pré de l’Haut Dessus 1291 müM vorbei endlich an den Kamm, an Risel vorbei weitere 5 km in Richtung Südwest auf den längst ersehnten Gipfel Mont Tendre 1679 müM. Gipfelfoto im kalten Spätnachmittag Wind. Ohne Pause Abstieg, den Kamm weiter verfolgt, bei Abendsonne in Richtung Col de Marchairuz, bis zur SAC-Hütte Cabane du Cunay 1610 müM. Diese suchten wir durch bewaldete, kuppierte Hochebene pirschend, entdeckten dann eine fast gänzlich zugeschneite Spur, die zur einer Lichtung unterhalb eines Überwachungsturms zur Hütte führte. Es war kurz vor dem Eindunkeln 20:15 Uhr. Alle sehr bis ultra müde.
Bemerkung:
Wir verloren in Le Pont ca 3/4 h weil ich meine Stöcke im Zug vergessen hatte, dies jedoch erst beim anziehen der Schneeschuhe ausserhalb von Le Pont merkte, ich an den Bahnhof zurückeilte, wo ich diese nicht wie gehofft vorfand. Ich fragte sogleich im dortigen Hotel dann im Tourismusbüro, wo ich Skistöcke ausleihen könnte. Schlussendlich kam der Sportladen-Inhaber vom Nachbardorf Abbey herangefahren, brachte mir Stöcke und holte diese in Le Pont, am Tag darauf bei unserer Heimreise, wo unser Zug von Le Sentier, kurz anhielt, wieder ab. Das war eine super grossherzliche Leistung von Valentino Pettelani vom Laden OK-Sports, selber Mitglied der SAC-Sektion Val de Joux, welcher die von uns besuchte Cabane de Cunay gehört.
Kaum in der Hütte angekommen und Türe mit Schlüssel aus Metall-Schachtel mit Zahlen-Schloss (Code) geöffnet, halfen alle tatkräftig mit: den Holzzimmerofen und den Holzkochherd anzufeuern, Gemüse rüsten, Tisch decken, Wasser aus Zisterne am Küchenlavabo mit Handkurbel hochpumpen, so dass wir nach etwa 1 Stunde mit dem 4-Gang Menü beginnen konnten: Hafersuppe, Fenchelsalat, Älpler Maccaroni, Mango-Quarkcrême. Um 23 Uhr lagen alle unter dicken Wolldecken, die einen auf Matrazzen am Holzofen im Aufenthaltsraum, die anderen oben im grossen Schlafraum, mit Blick durchs Fenster auf den Fast-Vollmond über dem Genfersee. Das Geschirr und die zahlreichen Pfannen blieben schmutzig gestappelt in der Küche bis zum nächsten Tag.
Am Folgetag, 1. April, Morgenessen bei wunderbarem Sonnenschein und prächtiger Aussicht auf die Alpen über dem Genfersee, um 8 Uhr. Danach abwaschen, aufräumen, putzen, Hütte abschliessen, Abstieg in 3 h zur Skilift Talstation in Le Sentier, wieder durch tief verschneite Wälder und Lichtungen, die beiden Skitüreler genossen viele wunderbare Hänge. Im oberen Drittel bei Grandes Chaumilles suchten alle nach vergrabene LVS. Beim Bahnhof war das Bahnhofbuffet geschlossen, dafür fuhr knappe ½ h nach Ankuft bereits ein Zug um 14:06 los, in 3 1/4 h nach Basel.
Verhältnisse: zum teil bewölkt, anfangs sogar kurzer Schneefall, oft danach auch schön sonnig, am Kamm und Gipfel windig und kalt, Schnee ab Seehöhe in beiden Dörfer Le Pont, wie auch Le Sentier (Abschluss der Tour), im Gelände zum Teil sehr viel Schnee, anstrengende Spurerei und Routenfindung, KEIN Wegweiser Mont Tendre gesichtet, ausser bei der ersten Abzweigung in Le Pont links weg zum Wald. Wunderschöne tief verschneite, einsamste Landschaft, auch im Abstieg am Folgetag nordwestwärts nach Le Sentier, Ortschaft am unteren See-Ende.
Unterwegs auf den Zugfahrten unterhielten wir uns sozusagen ununterbrochen und lachten sehr viel.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Drei amüsante Gymnasiastinnen (Gäste aus der Sektion Baselland) und mit mir drei aus unserer Sektion, im Alter von 51 bis 69. Zwei Frauen, eine von beiden nahm an der Skitour für Neumitglieder teil, waren noch NIE mit Schneeschuhen unterwegs. Alle standen den 8 1/2 h Aufstieg mit zahlreichen kleineren Zwischenabstiegen und Wiederaufstiegen, oft durch tiefen Pulverschnee, tapfer durch. Super Selbstversorger Cabane du Cunay, mit fantastischer Aussicht.
Erst ab Ende Februar ist der Zutritt zum hinteren Lötschental nach dem verheerenden Bergsturz wieder erlaubt. Allerdings ist dazu ein grosser Umweg über Weissenried erfordelich. Wer den drohnenüberwachten Schuttkegel betritt, muss mit saftigen Bussen rechnen.
Vom Skigebiet Lauchernalp aus erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein in gemütlichen drei Stunden in einer langen Traverse den Gipfel. Nachdem es am Vortag hier noch gestürmt hatte (Gondelunfall am Titlis), wehte nun nur ein laues Lüftchen. Aber: Aufgrund des starken Windes war der Schnee „gedeckelt“, sodass wir in vielen Abschnitten recht gefordert waren. Unten hingegen empfing uns cremiger Sulz. „Schön, ich kann doch noch Skifahren“, dachten da wohl einige. An einem schönen Tag begegnen einem bei der Fafleralp Dutzende Winterwanderer, doch nun herrschte totale Einsamkeit. Kurz vor Blatten – die Warnschilder waren unübersehbar – mussten wir nach rechts ausweichen und den notfallmäsig ausgebaggerten Weg zum Weiler Weissernried 200 Höhenmeter hinaufsteigen. Nach einer längeren Traverse kamen wir an ein tief eingeschnittenes Tobel, das bei Lawinengefahr den Exit unmöglich macht. Zum Glück waren die Seitenhänge der Schlucht schneefrei, sodass wir die Hängebrücke gefahrlos erreichen konnten. Nun waren wir wieder in der Zivlisation angelangt. Der letzte Teil der Lauchernalp-Abfahrt (leider teilweise ohne Schnee) brachte uns hinab zum Ausgangspunkt Wiler. Um 18:00 Uhr konnten wir eine wunderschöne aber durchaus nahrhafte Rundtour abschliessen. Nicht nur die prächtige Aussicht auf die hohen Schweizer Berge, sondern auch der nahe, beklemmende Anblick der Folgen des Bergsturzes hinterliess einen bleibenden Eindruck.
Hier der Link zu allen Bildern und Filmchen:
https://photos.app.goo.gl/JFCBpeq9KGLp8MB86
Im Team: Urs H., Urs W., Jürg K, Chiara, Claus, Lorenz. Leitung: Matthias & Markus
Der Vorstand durfte an die 150 Mitglieder und Gäste im „schönsten Saal Basels“ begrüssen. Mit einem reich bebilderten Überblick präsentierte der Präsident unser Clubleben im 2025. Nach der Präsentation von erfreulichen Zahlen durch unseren Finanzchef kam es zu einem regelrechten Highlight: In der 163-jährigen Geschichte des Klubs war es das erste Mal, dass sich gleichzeitig vier Hüttenteams einfanden, die aus Burgdorf, Grindelwald und dem Wallis angereist waren. Denn bei beiden Hütten – der Weisshorn- und der Schreckhornhütte – kam es zu einem Wechsel in der Bewartung. Und: Zum ersten Mal handelte es sich dabei ausschliesslich um Hüttewartinnen – Frauenpower pur! In allen vier Ansprachen wurde deutlich, was die Hüttenwartinnen motiviert. Sei es der wilde Gletscherkessel des „Oberen Ischmeers“ oder die kleine Terrasse am Fusse des Weisshorns mit Blick auf 17 Viertausender – es ist die Magie dieser Orte, verbunden mit Begegnungen von dankbaren Hüttengästen. Anschliessend wurde die Ernennung unseres neuen Ehrenmitglieds mit viel Applaus vollzogen. Urs Renggli, der sich seit vielen Jahren unermüdlich als Tourenleiter engagiert und sich für den Umweltschutz einsetzt, hat diese Ehre wahrlich verdient.
Zum Abschluss gab Bergführer Marco Bomio mit eindrücklichen Bildern einen Einblick in die dramatischen Veränderungen der Bergwelt Grindelwalds. Von der abgerutschten Stieregghütte bis hin zum erodierenden Hüttenweg der Schreckhornütte – der Klimawandel hinterlässt tiefe Spuren.
Bei angeregten Gesprächen, Wein und guter Verpflegung klang der Abend bis in die Nacht hinein aus.
Hier ist der Link zu allen Fotos, darunter auch ein Ausschnitt aus der Dankesrede von Urs Renggli:
https://photos.app.goo.gl/hoJfUADrhvQJTC3z9
(Fotos Ralph Büchelin, Text Markus Stähelin)
Eine schneereiche Woche in der Lidernenhütte inklusive Powderabfahrten, Schanzenbauen, Höhlenforschen und Lawinenausbildung.
Der erstmals durchgeführte Anlass stiess auf grosses Interesse. In einem kompakten, halbstündigen Infoblock wurden rund 40 Neumitglieder über unseren Club informiert. Anschließend gab es anregende Gespräche mit dem Vorstand und dem anwesenden Tourenteam bei einem feinen Apéro des Hotels Odelya. Alle Besucher waren sich einig: Ein solcher Anlass sollte fester Bestandteil unseres Clublebens werden!
Im Jura gab es leider keinen Schnee. Darum sind wir Richtung Engelberg auf die Bannalp. Dort konnten wir Spitzkehren üben, die Sonne geniessen und schöne Pulverhänge fahren.
Mit neun Leuten bei super Pulver unterwegs im unbekannten Mülibachtal
So wünscht man sich das: Je näher der Termin rückte, desto besser wurde die Prognose. Bis zum Samstag hatte sie sich ganz brav von „bewölkt, null Sonne, Niederschlag“ zu „Sonne pur“ gewandelt. Vor Ort gab es dann die zweite positive Überraschung. Der Hüttenwart Werner hatte noch ein einstündiges Ski-Tragen ins Aussicht gestellt. Dank des Neuschnees der letzten Nacht konnten wir aber gleich hinter dem Postauto anfellen. Im Talboden unter der Hütte legten wir ein Depot an und stiegen anschliessend zum Heuegg auf. Nicht nur wegen der tollen Aussicht, sondern auch wegen der pulvrigen Abfahrt zurück. Dann ging es mit der Steigehilfe eine halbe Stunde steil hinauf zur heimeligen Privathütte. Die Besitzer Maja und Werner Luchsinger hiessen uns mit gratis Getränken herzlich willkommen. Mit gut 1400 Höhenmetern Anstieg “in den Knochen” genossen wir eine gemütlichen Tagesausklang auf der sonnigen Hüttenterasse. Nach dem feinen Znacht war das „Mülibach-Skihütten-Derby“ ein absolutes Muss. Ein Leiterlispiel-Unikat, bei dem man nach dem Ziehen von Unglückskarten wie „Achtung, Lawinengefahr!“ wieder auf Feld 1 hinunterpurzelt. Am Sonntag folgten wir einer grossen Geländeterrasse nordwärts bis zum Fuss des Wissmeilen. Nach einigen Spitzkehren im immer steiler werdenden Gipfelhang mussten wir die Skier doch noch für rund zehn Minuten schultern. Nach der verdienten Gipfelpause mit 360-Grad-Panorama folgten Pulverhänge hinab zur Alp Fursch. Hier stärkten wir uns mit Käseschnitte und Linzertorte. Ein letztes Mal anfellen und nach kurzer Zeit standen wir an der Talstation eines Sessellifts. Der Lift – da waren die 7 Franken gut investiert – katapultierte uns hinein in das Skigebiet Flumserberg. Nun war es vorbei mit der Einsamkeit: Kollisionsgefahr statt Lawinengefahr war nun zu beachten. Dank der guten Verbindung ab Tanneboden (Maschgenkamm) waren wir in etwas mehr als zwei Stunden zurück am Bahnhof SBB.
Hier der Link zu vielen weiteren schönen Fotos von dieser Nord–Süd-Skisafari:
Tourenbericht 17.–19. Januar 2026 Safiental, Thalerlotsch
Unser Tourenwochenende im Safiental war in zweierlei Hinsicht aussergewöhnlich. Im Gebiet lag ausgesprochen wenig Schnee, gleichzeitig war die Lawinengefahr erheblich. Die Schwachschicht (Altschnee) war durch die Wummgeräusche täglich wahrnehmbar. An den Kuppen lag der Treibschnee hauptsächlich in Exposition Ost. Wir lösten eine kleine Treibschneelawine aus dem flachen Gelände aus, was uns sehr beeindruckte. Der Schnee war sehr heterogen, von weich über windgepresst, verfahren, leicht gedeckelt… Es war beeindruckend, dass wir trotz des wenigen Schnees drei Skitouren unternehmen konnten. Unter der Devise: Hauptsache zusammen draussen unterwegs in schöner Landschaft in Bewegung sein. Nach den Touren gab es jeweils einen Umtrunk entweder im Gasslihof oder im Turrahaus, wo wir in Genuss der bayrischen Gastfreundschaft kamen. Dann zurück in die Thalerlotsch, unterwegs auf dem Hof von der Familie Zinsli noch Käse, Butter und frische Kuhmilch fürs Frühstück holen und dann ab in die Küche. Alle Teilnehmer:innen habe sich in irgendeiner Form beteiligt, mitgekocht, aufgeräumt, abgewaschen… Es war eine friedliche und geschäftige Stimmung, um die kulinarischen Köstlichkeiten für alle auf die Teller zu zaubern. Wir waren eine vielseitige und hilfsbereite Gruppe und so bleiben die Tage im Schnee in bester Erinnerung.
Tourenbericht Jura Vollmondwanderung 5./6. Nov. 2025
Beste Wetterverhältnisse am Mittwoch Nachmittag: Zu fünft in 2h 5 Min von Reigoldswil den Jägerweg hinauf zum Vogelberg Passwang. Die anderen zwei kamen alleine kurze Zeit später auf den Gipfel. Der Mond liess sich erst um 17Uhr blicken, als er über die Wolkenbank im Ostnordosten heraus gestiegen war. Wir brätelten Klöpfer usw. am Feuer auf dem Gipfel und unterhielten uns rege bis um 18:30 Uhr die ersten 3 via Bürten nach Reigoldswil abstiegen. Die anderen Vier wanderten weiter westwärts kurz vor 19 Uhr 12 Stunden lang die ganze Nacht hindurch, mit etwa 4 Ess-Trink-Pausen via Hinterbeibelberg- Erzberg (22 Uhr)-Scheltenpass- Abzweigung Matzendörfer-Stierenberg- Zentner-Mieschegg-Probsteberg-Harzer (03 Uhr)-Malsenberg-Abstieg zur Strasse Welschenrohr-Gänsbrunnen, wobei wir im unteren Teil eine Abzweigung nach links verpassten und uns durch Dickicht ca. 1/4 h lang zwängen mussten, bis wir in eine Lichtung und dort auf einen Weg gelangten. Zum Schluss von der Strasse (05:15 Uhr) direkt bergauf auf z.T. steilen Wald-Wegen und nur die letzten Meter auf dem Strässchen zum Hotel-Restaurant Weissenstein. Ab Reigoldswil bis Weissenstein aus den LK’s grob gemessen 44 km und 1900 Höhenmeter, laut Jõel's Uhr mit GPS: ?48 km und ?2200 Höhenmeter
Verhältnisse/Wetter
z.T. kühler Wind, ab Krete ob Wasserfallen wanderten wir im Sonnenschein, ohne Pullover, auf den Vogelberg, suchten Holz, machten ein Feuer, um nicht zu frieren und Würste zu braten. Um 19 Uhr zottelten 4 von uns weiter, die ganze Nacht durch bis auf den Weissenstein, bei nur mässig kühler Witterung, erste Hälfte sporadisch windig, klare Vollmondnacht mit gut erkennbaren Planeten und Sternen, um 3 Uhr plötzlicher Aufzug von Schäfchen Wölklein, auch um den Vollmond, der zum Teil einen farbigen Ring zeigte.
Bekleidung: z.T. hatte ich 2 Merino-Leibchen (kurz- & lang-ärmelig) + Wollpullover+ Faserpelz Jäckchen an, andere zum Teil unter den Berghosen Strumpfhosen oder 2 Paar Hosen übereinander, alle Mütze und Handschuhe.
Um 7 Uhr auf dem Weissenstein angekommen war es leicht bewölkt, der Vollmond schien auf uns bzw. unsere Wege, bis wir am Ziel angekommen waren, auch in die Wegabschnitten im Wald.
Die Vierergruppe wanderte öfters in rassigem Tempo und soviel wie möglich ohne die Stirnlampe einzuschalten, was z.T. viel Geschicklichkeit in den Füssen abverlangte und müde machte, aber auch viel Spass erzeugte.
Alle kamen oben sehr glücklich und müde an. In der Gondelbahn und danach fielen viele Sprüche und wir lachten sehr viel bis danach im Intercity Zug ab Solothurn die Schläfrigkeit Oberhand gewann.
Jahresfest in der Neuhof-Schüre bei Wahlen, Laufen
„So etwas nennt man Apéro riche?” fragte ein überraschtes Neumitglied. Das mit über 90 Leuten gut besuchte Jahresfest fand erstmals in der Neuhof-Schüre bei Wahlen in der Nähe von Laufen statt. Unsere Organisatorin Monica hat die Location gut gewählt. Das Essen war fein und reichlich, eigentlich wars ein formidables Abendessen, und der schöne und geräumige Festsaal lud zu allerlei Gesprächen ein.
Zuvor trafen die fünf Rotten aus allen Himmelsrichtungen ein. Die Mitglieder waren von den schönen Zustiegen sehr angetan. Ein grosser Dank geht an das Leiterteam, das aus Georg, Bernadette, Priska, Heidi und Meinrad bestand. Letzterer führte den Mountainbike-Trupp. Aufgrund zweier grosser Materialschäden reichte es dem 25-Jahr-Jubliar und Biker Holger nur ganz knapp zur Ehrung.
Anlässlich der Jubilarenehrung durch den Präsidenten, bei der Barbara tatkräftig mitwirkte, ergriff der 50er-Jahr-Jubilar Fredi das Mikrofon und berichtete von einer Sektionstour, die ihm unvergesslich blieb. Die Tour über die Haslerrippe auf das Aletschhorn und dann hinunter ins Tal geht als die wohl längste Sektionstour in die Annalen unserer Clubgeschichte ein.
Während des feinen Buffets überraschte uns ein Musikantentrio mit einer hochkarätigen Jodeleinlage, die von unserer Jodlerin Monica organisiert wurde.
Zum Schluss wurden die Gewinner des diesjährigen Saalwettbewerbes ermittelt.
Unsere 50-Jahre-Jubilarin Catherine, ehemalige Mathematikprofessorin unseres Präsidenten, fungierte als Glücksfee. Der Hauptgewinn, ein Swiss-Panoram-Messer mit Gravur, ging an unser Ehrenmitglied Bruno De Bortoli. Während alle Wanderungen von Wetterglück gesegnet waren, setzte auf dem Heimweg nun kräftiger Regen ein.
Text: Markus, Fotos: Thomas
Der Bericht wurde leider gelöscht.
Treffpunkt war das Restaurant Tibbits am Bahnhof- durch das es in Meltingen kein Restaurant mehr gab.
Wir fanden ein sehr schöner langer Tisch vor für unsere 19 angemeldeten Jahresfestler mit mit dreiarmigem Kerzenständer die angezündet waren, – ein schöner Auftakt.
Mit der SBB nach Laufen und dem Bus nach Meltingerbrücke war das nächste Unterfangen, wo ich anschliessend die Gruppe begrüssen durfte. 3 Jubilare waren dabei: mit Catherine, Josef und Frank und waren stolz diese zu Ihrem Jubiläumstag zu begleiten.
Mit der Route über den Lingenberg, einer hübschen basellandschaftlichen Gratwanderung mit diversen Tafeln versehen über die spezielle Biodiversität und den “Wildi Löcher” genossen wir diesen Gratweg bis zur Chemmiflue wo wir Mittagspause einlegten mit Sicht auf Büsserach und – auch Wahlen.
Beim Schloss Thierstein auf einen schönen Picknickplatz gab es noch eine kurze Information über die Burg Thierstein, da ja diese Burg vor Jahren dem SAC Basel gehörte,- aber dann verkauft wurde.
Vorbei war der spannende Weg (Gratweg) und wir erreichten auf breiten Wegen über die Bachmatt bei Wahlen und das Niderfeld die Neuhofschüre.
Einmal mehr war es ein Genuss mit dieser quirligen, lustigen, motivierten und sehr dankbaren Wandergruppe unterwegs zu sein- ich danke Allen die dazu beitrugen.
Gut durchlüftet erreichen, wir startend in Breitenbach, nach zwei Verschnaufpausen unser Ziel ” in den Spitzen” bei Wahlen.
Dieses Jahr fand das Kletterlager in den eindrucksvollen Gorges du Tarn statt. Die Nächte waren mit Temperaturen bis 4°C etwas frisch, dafür herrschten tagsüber ideale Kletterbedingungen. Unser Lager schlugen wir auf dem Camping Terrados in Les Vignes auf. Gekocht wurde selbst, und die sechs vollen Einkaufswagen beim Wocheneinkauf auf der Hinfahrt überforderte das Kassensystem kurzzeitig.
Die Auswahl an Klettersektoren war groß, und wir besuchten Foetus, De Que Fas Aqui?, Noir Désir, Tennessee und Navire. Alle Gebiete sind absolut empfehlenswert. Die Routen im Kalk sind lang, abwechslungsreich und gut abgesichert. In den run-outs mancher Routen konnte man außerdem wunderbar an der mentalen Stärke feilen.
Das Wetter sollte am Morgen gut sein und es war besser als erwartet auf dem Belchen hatten wir Sonnenschein. Schöne Biketour mit tollen Teilnehmenden.
Hochtourenabschluss 2025 mit 16 Leuten
Bei wunderbarem Wanderwetter stieg die bunt gemischte Gruppe am Samstag zur Täschhütte hinauf. Vor der Hütte blieb uns noch viel Zeit, um das Prusiken zu üben. Wieder einmal zeigte sich: Bei dicken Prusikschlingen ist Vorsicht geboten, dafür braucht es andere Klemmknoten. Vor dem Nachtessen gab es noch ein Abschiedsfoto: Nach acht intensiven Jahren als Hüttenwartin war dies der letzte Tag für Renata auf der Hütte. Am nächsten Tag starteten wir im Dunkeln in unheimlicher Stimmung: Lichtblitze von fernen Wetterleuchten durchzuckten die Nacht. Vor dem Alphubeljoch gab es eine Überraschung: Durch den Gletscherrückgang ragte eine etwa 20 Meter hohe Felsbank hervor, die vorsichtig überklettert werden musste. Ein 5er-Team, das sich auf eine reine Gletschertour eingestellt hatte, kehrte hier um. Im Joch blies uns dann, wie erwartet, starker Wind ins Gesicht. Dank der aussergewöhnlich hohen Temperaturen war er aber gut zu ertragen. Schon nach fünf Stunden (eine gute Zeit für eine so grosse Gruppe!) standen wir auf dem Gipfel. Für einige war es der erste Viertausender. Zurück auf der Hütte stärkten wir uns mit unserem Proviant oder Rösti. Nach einem bequemen 45-minütigen Abstieg nahmen uns auf der Täschalp ein 18er-Taxi-Bus in Empfang.
Im Team: Marco T., Jeanette E., Olivia Sch., Tobias Sch., Jochen Z., Mathias L., Katharina B., Katrin M.., Giorgio T., Maja Sch. . Robin M., Marcel C., David S., Mortiz R. (JO), Leon & Markus (Leitung)
Kühle, klare Luft: Bei bestem Wanderwetter erklommen wir von Täsch über den steilen Leiterliweg den Aussichstpunkt Arigscheis. Kaum dort angekommen, erspähte uns Hüttenwartin Jacqueline bereits und sandte uns Grüsse per WhatsApp zu. Für alle Teilnehmenden war es das erste Mal, dass sie das malerische Schalital betraten, und alle waren von der wunderschönen Auenlandschaft begeistert. Hinzu kam nun die rote Farbenpracht der herbstlichen Heidelbeersträucher. Während die Flussquerung vor sechs Wochen noch hart am Limit war – hüfttief und extrem reissend –, war es nun ein Kinderspiel, mit den Neoprensocken durch das knietiefe Wasser zu waten. Bereits am frühen Nachmittag traf das starke Wanderteam auf der Hütte ein. Die einen verbrachten die Zeit mit Gesprächen oder „Aussicht geniessen“, die anderen vertieften sich in das SAC-Hütten-Monopolyspiel. In der Nacht setzten Schneefälle ein, sodass der Aufstieg auf den Hüttendreitausender am Sonntag zu einem vorwinterlichen Abenteuer wurde. Zurück auf der Hütte setzte sich die Sonne durch. Jacqueline verwöhnte uns mit ganz viel restlichem Gratiskuchen, denn am nächsten Tag stand die Einwinterung der Hütte auf dem Programm. Wir halfen auch mit, die Wegweiser abzumontieren und die Basler Fahne einzuholen. Während Markus ab Alp Jaz hinunter fliegen konnte , stiess die “Fussgruppe” auf viele Pilze. Eine grosse Ausbeute an Röhrlingen und Parasol sorgte für ein feines Znacht daheim.
Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten wir ein wunderschönes Wochenende auf der Wiwannihütte. Neben den vielfältigen sportlichen Möglichkeiten genossen wir das großartige Panorama und konnten zahlreiche Steinböcke beobachten.
Touren und Mehrseillängen
Freitagnachmittag: Zustieg und Sportklettern
Samstag: Steinadlerroute / Verborgene Tänze / Ostgrat
Sonntag: Südwandplatte / Im Licht und Schatten / Ringelnatter (Hau Ruck Einstig) / Ostgrat
Mit 9 Leuten auf der alpinen Genusskletterei
Viele tolle Fotos auch hier:
https://photos.app.goo.gl/YCbLwodxUh8Ckk8T6
Den schönen, aber oft sehr heissen Weg zur Hütte konnten wir richtig geniessen, da es nach dem Durchgang einer Störungszone deutlich kühler wurde. Auf der Hütte angekommen, liessen wir uns durch das von der Sektion gratis angebotene Willkommensgeschenk, feinen Kuchen mit Kaffe aus der Kolbenmaschine, verwöhnen. Da sich die Hüttenwartin Gabi schweren Herzens entschliessen musste, die Bewartung der Hütte auf Ende 2025 aufzugeben, freute sie sich sehr über diesen letzten, grossen Besuch aus der Sektion. Am nächsten Tag brachen wir um 4:45 Uhr auf, um ohne Stress die letzte Pfingsteggseilbahn um 19:00 Uhr anpeilen zu können. In der Nacht zuvor kamen die Schreckhornbesteiger erst um Mitternacht zurück: Zu viel Schnee hatte es noch in den Felsen. Zum Glück hatten wir auf 3400 m deutlich weniger davon. Abgesehen von der ersten Seillänge hatten wir trockene, feste Felsen. Beim Abstieg kam es wider Erwarten zu einer Einlage mit steilem Firn, wo wir vorsichtshalber rückwärts abstiegen. Als „Gute Tat des Tages” verlängerten wir noch die Kette, die vom Strahlegghüttenweg zum Gletscher hinabführte, mit Seilschlingen. Da die Moräne weiter erodiert war, baumelte das Kettenende noch drei Meter über dem Boden.
Nach einer Erfrischung ging es in unterschiedlichen Tempi bergab. Auch die langsamste Gruppe erreichte müde aber glücklich die letzte Bahn. Markus genoss noch einen Hüttenabend, um am nächsten Tag mit dem Gleitschirm hinunterzugleiten.
Im Team: Heidi, Denise, Stephanie, Katrin, Mark, Martin, Hannes, Tomasz (Seilschaftsführung), Markus (Leitung)
Coole Feierabend Tour bei besten Wetter und tollen Leuten.
Gelungener Abschluss der Skitourensaison des SAC Basel
Es war eine anstrengende Tour mit einem gemütlichen Auftakt. Erst gegen Samstagmittag trafen wir am Bahnhof SBB ein. Denn: Für den Aufstieg zur gemütlichen Privathütte auf der Fafleralp braucht man nur eine Stunde. Hinzu kam eine unerwartete weitere Erleichterung: Kaum fünf Minuten waren wir schwer bepackt auf dem Strässchen zur Alp unterwegs, fuhr uns ein Forstwart entgegen. Er hatte Mitleid mit uns, holte im Dorf einen grossen Anhänger und brachte das gesamte Gepäck zur Hütte hinauf. So konnten wir leichtfüssig über den Wanderweg zur auf 1 800 m ü. M. gelegenen Alp wandeln. Schon gegen sechs Uhr genossen wir das feine Abendessen, ein Pizrisotto. Nach dem exquisiten Dessert von David – Schokoladenkuchen mit in Rum eingelegten Zwetschgen – bezogen wir gegen acht Uhr unser Nachtquartier.
Bereits um 2 Uhr ging der Wecker los. Nach einem reichhaltigen Frühstück – wir mussten für 2200 Höhenmeter und sehr viel Strecke gerüstet sein – verliessen wir bei klarer Vollmondnacht die Hütte. Nach einer knappen Stunde Fussmarsch konnten wir die Ski montieren. Von dort aus ging es gemächlich, aber doch fast vier weitere Stunden hinauf bis zur prächtig gelegenen Hollandiaütte. Mit Kaffee und Kuchen feierten wir die ersten zwei Drittel unseres Aufstiegs. Anschliessend folgten wir problemlos den vielen Spuren unserer Vorgänger über den gut zugedeckten Gletscher bis auf den Gipfel der Ebene Fluh (3962 m ü. M.). Verständlicherweise spürten einige im steilen Schlusshang die dünne Luft und die vielen Stunden des Aufstiegs in den Knochen. Deshalb genossen wir eine längere Gipfelrast, bevor wir uns an die lange Abfahrt machten. Der Schnee war sehr unterschiedlich. Mal war es feinster Sulz, dann wieder ein angefrorener Deckel. Auf der gesamten Abfahrt kam es zu keinem Sturz, was für die grosse Vorsicht und Erfahrung der Teilnehmenden spricht.
Gegen 15 Uhr liessen wir den tollen, aber auch anstrengenden Tag vor der Hütte mit restlichen Kuchen und Getränken ausklingen. Nach dem Hüttenputz brachte uns ein Taxibus nach Blatten hinunter. Um halb neun trafen wir schliesslich am Bahnhof Basel ein. Hier startete gerade der ESC. Von uns ging aber niemand mehr auf die ESC-Meile, wir gingen schnurstracks heim, uns allen war nach einem „tüüfe gsunde Schlaf“ zu Mute.
Das Team: Franziska, Martin, Dominik. David, Maja und Markus (Fotos, Text & Leitung)