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Gotthardpass - Andermatt

Tourenteilnehmende: 14 Personen, Tourenleitung: Susanna Althaus

Wir treffen uns nach 10 Uhr in Airolo beim Bus und fahren auf den Gotthardpass. Dort genehmigen wir uns nach der langen Anreise einen Kaffee mit Gipfeli. Das Stossgebet an Petrus hat geholfen, denn nach mehreren verregneten Tagen bleibt das Wetter heute trocken und wir starten froh gelaunt den Abstieg vom Gotthardpass nach Andermatt. Der Gotthardpass ist Sinnbild für die Verbindung von Nord- und Südeuropa und eine wichtige Verkehrsader. Verschiedene Gebäude auf der Passhöhe zeugen von der bewegten Geschichte: beim Nationalen Gotthard-Museum und dem geschichtsträchtigen Hospiz verlassen wir die Passhöhe Richtung Norden. Auf der gepflasterten, alten Passstrasse entlang aufgestauter Seen werden die Spuren der Energienutzung sichtbar: Windräder drehen, Hochspannungsleitungen ziehen sich über einen hinweg und eindrücklich ist die nahe Lucendro-Staumauer. Über der modernen Passstrasse steigt der schmale Pfad hinunter auf den ersten Talboden und folgt der Gotthardreuss. Auf den nächsten Abschnitten ist der alte Saumweg mit den ursprünglichen Steinplatten und dem Steingrund erkennbar. Unterwegs können wir 2 historische Gotthard-Reisepost-Kutschen bewundern!

Bedeutung erlangte der Gotthard-Passübergang, als es um 1200 gelang, die Schöllenenschlucht mit zwei Holzbrücken begehbar zu machen.

Unterhalb vom « Mätteli» passieren wir ein massiges pilzförmiges Bauwerk. Es dient als Lüftungsanlage des Gotthard-Strassentunnels. Beim flachen Talboden Blumenhüttenboden geniessen wir unser Picknick, bevor wir den letzten Abstieg auf einer angenehmen, neuen Weganlage unterhalb der Passstrasse und hoch über dem tosenden Fluss unter die Füsse nehmen und bald die alte Gotthardstrasse erreichen, die nun in langgezogenen Kehren nach Hospental hinunterführt. Markantestes Bauwerk hier: Der Turm von Hospental, einstiger Wohnsitz der Herren von Hospental. Er steht gut sichtbar auf einem Hügel und prägt die Landschaft des Tals. Mit dem Aufkommen der Säumerei wurde Hospental zu einem wichtigen Umschlagplatz des Waren- und Personenverkehrs über den Gotthard. Heute ist es ein beliebter Einkehrort für Touristen. Über die gepflasterte Dorfstrasse, vorbei an stattlichen Holz- oder Steinhäusern, verlassen wir das Dorf und folgen dem Lauf der Reuss. Bald breiten sich linkerhand die gepflegten Rasen des Golfplatzes aus. Eindrücklich auch: der Blick zurück über das breite Urserental mit seinen steilen Talflanken. Wir wandern dem Zusammenfluss von Unteralpreuss in die Reuss entlang dem schmalen Weglein Richtung Bahnhof Andermatt und blicken auf das neue Quartier der Andermatt Swiss Alps AG mit imposanten Gebäudekomplexen. Beim Bahnhof bleibt noch Zeit, sich vor der Heimreise mit Kaffee und Kuchen zu verpflegen. Wir durften einen wunderbaren Wandertag in geschichtsträchtiger Landschaft geniessen. Danke an die ganze Gruppe, schön war’s, zusammen unterwegs zu sein. S.A.