Mit 14 Wanderfrauen und Männer starteten wir nach einem Kaffee in Moléson-sur-Gruyère auf dem Zickzachweg die Alpweiden hoch. Bald erblickten wir den Lac de la Gruyère. Es lüftete sich Blick auch auf den Neuenburgersee. Entlang dem Gratweg bis zum Gipfel genossen wir unsern Blick auf die ganze Alpenkette unter anderem auf den Grand Combin, Mont Blanc, Finsterahorn. Natürlich auch auf den grossen Lac Le Léman. Es bleiben genussvolle Erinnerungen an die Tour. Nach der Gipfelbesteigung und der Pause beim Bahnrestaurant erlebten wir die schöne Abfahrt mit der Luftseilbahn und der Standseilbahn bis Moléson-sur-Gruyère.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen für die Kameradschaft. Mm
Dienstag, 1. September, Via Berna Etappe 15, Schynige Platte – First:
Statt um halb zehn sind wir erst um 11h auf der Schynigen Platte, wegen ÖV-Problemen. Ersatzlos streichen wir Kaffee und Gipfeli, es ist ohnehin schon bald Mittagszeit. Zu sechst ziehen wir los, zwei mussten kurzfristig absagen wegen Erkältungen.
Die Tour von der Schynigen Platte zum First ist bekannt als eine der schönsten Höhenwanderungen in der Schweiz, mit viel Tief- und Weitblick und den berühmten Gipfeln ganz nah. Wir können das bestätigen. Es ist eine sehr schöne Tour, abwechslungsreich und vielfältig. Das Wetter ist genau richtig, ab und zu etwas Schatten von vorüberziehenden Wolken, sonst blauer Himmel und angenehme Temperatur. Auch in unserer Gruppe ist das Klima sehr gut und freundlich, trotz der notwendigen, etwas zügigen Gangart, wegen der Verspätung.
Beim Berghaus Männdlenen machen wir einen kurzen Halt, ohne Einkehr und ohne die einladenden Liegestühle zu beachten.
Lucas und Madison, zwei frischverheiratete aus Brooklyn, NY, sind so nett und knipsen ein Gruppenbild von uns. Ihr Ziel ist das Faulhorn. Wir lassen das links liegen und ziehen daran vorbei, weiter zum Bachsee. Fantastische Bilder, die sich uns bieten, mit dem Blickfang Wetterhorn. Um 17h sind wir auf dem First, es reicht noch für den Cliff-Walk und einen Drink, bevor wir uns auf die 17:30 Schwebebahn begeben. Es ist nicht der ÖV-Tag heute. Nach fünf Minuten schweben wir zwar über den Tannen, aber fahren tun wir nicht mehr. Das dauert fast eine halbe Stunde, mit Ansagen, der Betrieb würde so rasch wie möglich wieder aufgenommen, wir sollen uns nicht fürchten, wir seien sicher.
So verpassen wir in Grindelwald den geplanten Zug nach Interlaken, dafür reicht es für ein sehr wohlschmeckendes Bier, bis zum nächsten Zug.
Ein gutes indisches Nachtessen in Interlaken ist der krönende Abschluss unseres erlebnisreichen Tages.
Mittwoch, 2. September, Via Berna Etappe 20, Gadmen – Sustenpass:
Beim reichhaltigen Frühstück um 7 sind wir in einer grossen Gruppe chinesischer Touristen, die uns als anders, als Exoten, wahrnehmen und wir fühlen uns auch ein bisschen so.
Um 7:47 soll uns der Bus nach Interlaken Ost bringen. Ca. 6 Minuten Verspätung. Das reicht gut und heute klappt der ÖV wieder so, wie wir es gewohnt sind. Via Meiringen fahren wir nach Gadmen, vorbei an der im Moment stillgelegten Triftbahn. Trifthütte, vielleicht ein Ziel für nächstes Jahr?
In Gadmen gibt es heute keine Kaffee-Tankstelle, alles zu, das wissen wir bereits. Wir haben auch nicht zu viel Zeit, 5 Stunden für eine Wanderung von 4h 10 Minuten. So sind wir auch heute recht sportlich unterwegs.
Man könnte denken, eine Wanderung mehr oder weniger entlang einer Passstrasse sei eher laut, vielleicht langweilig und nicht sehr spannend. Das Gegenteil ist der Fall für diese Etappe, auf den Susten.
Wir starten gegen Norden zum Gadmerwasser und folgen diesem manchmal wilden Bach, einmal links, dann wieder rechts, durch die Chalberweid und Schwarzbrunnen. Dann der Aufstieg durch den Hindertritt, auf mit Steinplatten sehr schön hergerichtetem, steilen Pfad.
Arven- und Lärchennadeln bilden manchmal einen Teppich für uns.
In Miseren wird es wieder flacher, etwas sumpfig, Weidenröschen fühlen sich wohl und erfreuen unsere Augen.
Links erscheint das Berghotel Steingletscher, wir wechseln auf die nördliche Seite des Steinwassers.
Noch etwas Anstieg, und wir sehen den prächtigen Steinsee, gespiesen vom Steingletscher, mit dem markanten Sustenhorn.
Schliesslich noch der letzte Kilometer, im ZiggZagg bergauf, angespornt durch die jetzt gut hörbaren Töff- und Sportwagenfahrer, die den Sustenpass auf ihre Art geniessen.
Um 14h erreichen wir die Passhöhe. Geschafft. Wir sind froh, die letzten 300 Höhenmeter an der Sonne waren anstrengend. Es reicht für Kaffee und Kuchen, bis uns das Postauto um 14:29 nach Göschenen bringt. Diese Passfahrt ist ein weiterer Höhepunkt des heutigen Tages, sehr schön und imposant. Von Göschenen mit dem Zug bis Basel, direkt, super!
Es bleiben uns noch sechs Etappen, von Aarberg nach Bern und Thun und bis Saxeten, dann haben wir den Kanton Bern duchwandert. Eventuell bauen wir das Morgenberghorn in den Weg nach Saxeten ein, als Schlussbouquet.
Mein Dank an meine fünf Mitwanderinnen, wir waren sehr gut und angenehm unterwegs zusammen. EB
Frühmorgens starten wir in Berlincourt, einem kleinen Weiler von Bassecourt. Die Sorne bietet seit Jahrhunderten genügend Wasserkraft, um Mühlen und Schmieden zu betreiben. Die Forges wurden während Jahrhunderten vom Fürstbistum Basel zur Verarbeitung von Eisen genutzt. Wir folgen dem idyllischen Bachlauf bis Undervelier, einem weiteren malerischen Juradorf, wo die Zeit stillgestanden ist. Auf dem Friedhof ist der Nachname “Allimann” stark vertreten. Offensichtlich sind bereits vor langer Zeit Leute aus dem deutschen Sprachraum eingewandert. Ob es auch hier Täufer aus dem Emmental waren, ist möglich. Es ist bekannt, dass nach der Reformation die Täufer vom bernischen Staatsapparat verfolgt, gefoltert, auf Galeeren geschickt oder ausgewiesen wurden. Im offenbar toleranteren Fürstbistum Basel durften sich diese Leute auf den Jurahöhen niederlassen und das allerdings wenig fruchtbare Land urbar machen.
Nach Undervelier steigen wir zum Mont Dedos auf und wandern weiter über die ausgedehnten auf ca. 1000m liegenden Weiden nach Osten bis zur Montagne de Moutier, mit Sicht bis zum Weissenstein und dem Grenchenberg im Süden und bis zu den Vogesen im Norden.
Anfänglich steigen wir auf einem geteerten Strässchen ab, bis wir bei Arsattes in schöne Waldpfade abtauchen können und bei der Pâturage du Droit auf Weideland stossen, das von engagierten Mutterkühen mit Kälbern und Stier verteidigt wird. Wir machen deshalb einen kleinen Umweg, um eine Konfrontation mit der kampfbereiten und laufstarken Wächterkuh zu vermeiden. So gelangen wir auf einer Variante ohne Stress runter nach Moutier, wo uns kühle Getränke im Hôtel de la Gare nach sechs Studen Wanderzeit erfrischen. Herzlichen Dank für die gute Wanderstimmung und die schönen Fotos von Jürg, Barbara und Hanni.
Ende Oktober geht es weiter von Moutier über den Raimeux und den Montchemin nach Courrendlin.
Georg
Es war wieder ein glücklicher, vielseitiger Wandertag mit gutem angenehmen Wetter, herrliche Aussichten in alle Himmelsrichtungen.
In Geils vom Postauto ausgestiegen nahmen die meisten die Stöcke da es gleich zum recht steilen waldigenAufstieg ging zum Hüendersädel. Es war das einzige mal wo es Wald hatte sonst war die Tour immer der Sonne und dem schönen Wetter ausgesetzt. Die Temperaturen perfekt. Der Hüendersädel bot ein schöner Grat teilweise mit unserem Ziel in Sicht dem Äugi Lowa Weg – dem Äugi Lowa Gipfel- nur der Ammertenspitz blieb hintenweg. Es war ein auf und ab bis zum Bummertenpass. Es gab noch eine Pause bevor es dann in die steinig anmutbare “Wüste” hinauf ging. Das war das spezielle an unserer Wanderung dieser Aufstieg wohl steil im Geröll, aber bestens mit Ketten und “Treppen” gesichert. Es war alles sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Mit dem schönen Wetter konnten wir auch eine lange Mittagspause einlegen auf dem Ammertenspitz. Und der Abstieg- der war schnell und einfach bis zur Engstligenalp dem schönen Hochplateau.
14 Teilnehmer starten mit dem Zug 07.30 Uhr nach Bern, umsteigen nach Schüpfheim. Nach einem Kaffi und Gipfeli und gutem Wetter wanderten wir um 10.00 Uhr los. Leider hatten wir um 10.20 Uhr einen Unfall zu beklagen. Kasper Rüdisühli ist auf geradem Weg mit Schotter gestürzt und hat sich verletzt. Roger und ich warteten auf die Ambulanz. Er wurde nach Wolhusen ins Spital zur Untersuchung gebracht.
Der Rest der Gruppe ging unter der Leitung von Maria langsam weit bis nach Entlebuch. In Entlebuch gab es ein gutes und günstige Mittagessen im Restaurant Panoramablick.
Da die gute Stimmung durch den Zwischenfall etwas gedämpft wurde haben die meiste hier die Wanderung abgebrochen.
4 Teilnehmer, Maria, Elisabeth, Heini und Roger haben den 2. Teil der schöner ist, noch unter die Füsse genommen.
Alle 13 Teilnehmer sind wohlbehalten nach Hause gekommen.
Mo 24. Aug. 2026
Berninapass-SaoSeo-Malghera-Poschiavo
1. Tag: Ospizio Bernina – Capanna Saoseo
Wir (14 SACler) treffen uns um 6:20 Uhr in Basel SBB und machen uns bei gutem Wetter auf die lange Reise Anreise über Chur und den Albulatunnel zum Berninapass. Die Mittagspause am Ospizio Bernina dauert mit Begrüssung eine knappe Stunde. Der Anlass der Tour ist unser verstorbener Freund Niki, der die Tour vor einem Jahr geplant hat und nun nicht mehr dabei sein kann.
Die Wanderung führt vom Bahnhof hinauf zum Berninapass, um einen kleinen See herum und dann nach Südosten. Nach einem kurzen Stück entlang der Passstrasse verlieren wir den markierten Weg und finden ihn erst nach einem Ausflug durch wegloses Gelände wieder. Von da an geht es zunächst beschwerlich, dann nach einem weiteren Stück Strasse sehr schön über einen Südhang ins Val da Camp. Wir verlassen die Naturstrasse, und so lassen uns die letzten 150 Höhenmeter hinauf zur Hütte ein wenig schwitzen. Der Weg durch den Wald an einem kleinen See und über einen Bach zur Capanna Saoseo ist trotzdem sehr lohnend.
Route: Ospizio Bernina – Campasc – La Rösa – Al Lagh – Capanna Saoseo.
13 km, 4.2 h Gehzeit, 5.2 h total, +400/-650 hm.
2. Tag: Capanna Saoseo – Rifugio Viola und zurück
Am zweiten Tag beeinflusst das Wetter die Tourenplanung: In der Nacht bis zum Morgen hat es geregnet, erst gegen Mittag sollte es trocken werden. Der grössere Teil der Gruppe entscheidet sich, mit dem Bus und Zug nach Tirano und weiter nach Poschiavo zu fahren, mit Kirchen- und Museumsbesuch und Gelegenheit zum Einkaufen.
Die anderen fünf haben bis zum Mittag gewartet und sind dann durchs Val Viola an den Seen vorbei (Saoseo und Viola) über einen Pass zum Rifugio Viola in Italien gewandert. Dort gibt es zwar keine Polenta mehr, aber leckeren Heidelbeerkuchen. Der Rückweg führt über den Pass da Val Viola und einen steil, nicht markierten Abstieg zum Badestopp am Lagh da Val Viola, danach zurück zur Hütte.
Route: Capanna Saoseo – Lagh da Saoseo – Motin – Rifugio Viola – Pass da Val Viola – Lagh da Val Viola – Capanna Saoseo.
11 km, 4.3 h Gehzeit, 5.8 h total, +680/-680 hm.
Nach dem Abendessen sind wir gemeinsam zum Lagh da Saoseo aufgestiegen und haben im Dunkeln stimmungsvoll Abschied von Niki genommen.
3. Tag: Capanna Saoseo – Rifugio Malghera
Auf dem Weg zum Pass da Sach passieren wir nochmals den Lagh da Saoseo, dann geht es im Wald auf verschlungenen Wegen aufwärts. Den Pass erreichen wir gegen Mittag, und es ist schwierig, eine windgeschützte Stelle für die Pause zu finden. Der Abstieg ist zunächst steinig, wir passieren eine Biwakhütte, und dann weitet sich das Val da Sach zu einem Flusstal mit grünen Wiesen. Wir bleiben auf der Westseite des Tals und erreichen am Nachmittag das Rifugio Malghera, wo wir herzlich von der Hüttenwartin empfangen werden.
Route: Capanna – Lagh da Saoseo – Pass da Sach – Bivacco Strambini – Rifugio Malghera.
11 km, 5 h Gehzeit, 7 h total, +820/-850 hm
4. Tag: Rifugio Malghera – Poschiavo
Wir nehmen Abschied vom Rifugio Malghera und steigen nach Südwesten zum Passo die Malghera auf. Der Weg ist bequem zu gehen und führt am Lago di Malghera vorbei, an dem wir die erste Pause machen. Den Pass erreichen wir früher als erwartet, und so haben wir Zeit, die Aussicht zu geniessen.
Der Abstieg ins Puschlav ist über Geröll zunächst steil, aber er wird bald einfacher. Da es noch früh ist und wir die Strassen vermeiden wollen, nehmen wir teils abenteuerliche Wege ins Tal. Poschiavo ist gegen 15 Uhr erreicht, einige aus der Gruppe nehmen für das letzte Stück den Bus.
Route: Rifugio Malghera – Lago di Malghera – Passo di Malghera (Forcola di Sassiglion) – Albertüsc – Sassiglion – Frunt – Cologna – Poschiavo.
15 km, 5.3 h Gehzeit, 7.5 h total
Auf der Rückfahrt bleibt Zeit, sich über die Eindrücke von dieser Tour auszutauschen und die übrigen Vorräte aus dem Rucksack zu verzehren. Allen einen herzlichen Dank fürs Planen und Mitgehen bei diesem besonderen Anlass!
Bericht: Uli, mit Bildern aus der Gruppe
Nach dem Regen der Vortage durften wir unsere Tour über den Arnigrat bei bestem Wetter geniessen. Früh ging es ab Basel SBB los um die Wanderung kurz nach 8 in Stöckalp zu starten. Der Aufstieg zum Bachegg geht teils steil über einen gut und zum Teil mit Treppen ausgebauten Weg über Felsstufen hinauf zu den höherliegenden Weiden. Vom Bachegg aus kann man die Pyramide, welche den Mittelpunkt der Schweiz markiert, einsehen. Weiter gings zum Wandelen (2104m), dem höchsten Punkt der Tour, wo es Zeit war für eine wohlverdiente Mittagspause mit wunderbarer Aussicht auf die Berner Alpen sowie Stärkung vor dem technisch schwierigeren Grat. Konzentration war durchaus auf dem teils recht ausgesetzten Grat gefragt, besonders durch die Schlüsselstelle mit Kletterstellen. Auf munterem Auf und Ab ging es weiter am Hochrad und Höch Dossen vorbei, bevor der lange Abstieg der verbleibenden 1200 Höhenmeter anstand. Aber viele Zickzack-Kurven, Waldstücke und Wieden erreichten wir nach fasst 9 Stunden Gesamtzeit Flüeli-Ranft. Die Wahl zwischen einem Besuch der Eremitage von Bruder Klaus oder einem kalten Getränk in der Dorfbeiz war schnell einstimmig auf letzteres gefallen.
Alaskatrail (“Abenteuerzustieg”) von Täsch zur Weisshornhütte
Aufgrund des Wetters hatten wir die Tour ganz kurzfristig um einen Tag vorverlegt. Zwar konnten dann nur sechs Personen mitkommen, im Nachhinein war die Entscheidung jedoch goldrichtig: Wir konnten so das angekündigte Zwischenhoch für den langen, anstrengenden und aufregenden ersten Tag nutzen. Die meisten aus der Gruppe waren zum ersten Mal auf diesem Trail unterwegs. Alle waren begeistert von der wunderschönen hochalpinen Auenlandschaft des unberührten Schalitals. Die grösste Herausforderung für das Unternehmen war es, den Schalibach zu überwinden, der aufgrund der starken Gletscher schmelze noch viel Wasser führte. An drei Stellen musste mit dem Seil gesichert werden. Gerade für die Leichtesten unter uns war es nicht einfach, dem hohen Wasserdruck standzuhalten. Auf der Weisshornhütte angekommen hatten wir einmal mehr viel Platz, denn für den nächsten Tag war schlechtes Wetter angesagt, weshalb keine neuen Weisshornanwärter hinaufkamen. Nach einem feinen Abendessen liesen es sich die Jüngsten im Team (63 und 65 Jahre alt !) nicht nehmen, noch auf den Hüttendreitausender hinaufzusteigen. Früh und zufrieden begaben wir uns in die Federn. Das Hüttenteam (Annette, Hanspeter und Jacqueline) hatte jedoch noch alle Hände voll zu tun: Bis in die späte Nacht hinein trudelten Weisshornbesteiger in der Hütte ein. Mit grosser Geduld versorgten sie diese noch mit Essen. Dem letzten Team, das sich im Dunkeln verlaufen hatte, eilte Hanspeter sogar mit Lichtzeichen entgegen. Nach kurzen nächtlichen Regenschauern begrüsste uns am Morgen wider Erwarten die Sonne – gerade rechtzeitig für ein nettes Gruppenfoto mit dem Hüttenteam. Ein letzter feinen Morgenkaffee – und dann stiegen wir in zweieinhalb Stunden hinab nach Randa. Anders als am Vortag war es nun angenehm kühl und hohe Wolkenfelder sorgten für Schatten.
Im Team: Katherina, Barbara H., Rita, Markus, Marc und Prisca (Leitung)
Fotos: Prisca & Markus
Von unserer Clubhütte aus über Gletscher und Felsen auf den höchsten Punkt der Wisse Schijen
Um 10 Uhr starteten wir in Randa. Als Aufstieg wählten wir den etwas längeren aber landschaftlich reizvollen Weg über die Alp Schatzplatte. Dort angekommen, staunten wir nicht schlecht: Vor der Alphütte luden Tisch und Bistrostühle zum Verweilen ein! Ein gesprächiger Jäger berichtete uns, dass es hier ab sofort keine Schafe mehr geben werde, da der Aufwand der Haltung wegen des Wolfes zu gross geworden sei. Die erst vor kurzem sanierte Schäfer-Hütte dient fortan den Jägern als Unterkunft. Nach dem anstrengenden Schlussspurt über 500 Höhenmeter trafen wir nach insgesamt 4 ½ Stunden auf der Hütte ein. Neben drei von der Weisshornbesteigung erschöpften Gästen waren wir und eine weitere Hüttenbesucherin die einzigen Besucher. Mittlerweile hatte sich nämlich herumgesprochen, dass das Weisshorn aufgrund der Vereisung sehr anspruchsvoll geworden ist. Vier von uns liessen es sich nicht nehmen, zusammen mit Hüttenhund Maya und Hüttenmitarbeiter Giulio noch die 300 Höhenmeter zum Hüttendreitausender unter die Füsse zu nehmen.
Da das Weisshorn-Zmorge um 2 Uhr entfiel, servierte uns Annette persönlich das Frühstück um 4:30 Uhr. Mit der Stirnlampe zogen wir Richtung Schaligletscher los. Dort angekommen, mussten wir die Steigeisen montieren. Denn erstmals seit Markus sich erinnern kann, war der Gletscher bereits Mitte August vollständig blank.
Das Timing erwies sich als perfekt: Just zum Sonnenaufgang erreichten wir den Sattel P 3282. Zunächst über einfache Blöcke und schliesslich immer steiler werdend erkletterten wir hart an der Kante die Wisse Schijen. Wieder einmal bewährte sich die Installation von rund 120 zusätzlichen Metern Fixseil. Dies war vor allem für den sicheren Abstieg unserer grossen Gruppe von Vorteil. Genüsslich liessen wir uns in der Scharte vor dem Gipfelzahn für das bekannte Fotoshooting Zeit: Links die Monte Rosa, rechts das Matterhorn und dazwischen die ausgesetzte Felsnadel!
Bereits um 10 Uhr kamen wir zur Hütte zurück – wieder mit perfektem Timing: Gerade wurde die köstliche Beeren-Wähe aus dem Ofen geholt. Zusammen mit dem feinen Kaffee aus der Kolbenmaschine genossen wir die Aussicht. Während sich die Gruppe dann wacker an den Abstieg über 1500 Höhenmeter hinab machte, segelten Hannes und Markus mit dem Schirm hinunter zur grossen Landewiese in Täsch. In Randa wieder vereint, reiste die Gruppe mit einem Zwischenstopp in der klimatisierten Bäckerei Zengaffinen beim Bahnhof Visp nach Basel zurück.
Im Team: Katrin, Leonie, Hannes, Marcel, Nina, Thomas, Sarah, Corinne, Markus (Leitung)
Fotos: Sarah, Hannes & Markus
Text: Markus
Hier hat Hannes noch ein schönes Flug-Filmchen erstellt!
Trotz der heissen Wetterprognose haben sich 1 Teilnehmer und 8 Teilnehmerinnen angemeldet. Ich habe die Tour etwas abgeändert, damit wir mehrheitlich durch den Wald wandern konnten. Bei der Mittagsrast unterbreitete ich die Änderung. Mit dem Einverständnis aller unternahmen wir den Abstieg zum Glögglifels, Letzi Glögglifels und durch den Schlossgraben hinauf zur Burgruine. Nach dem Schlossgut wieder in den Wald über den Grat Muggeberg. Um 14:30 Uhr erreichten wir unser Ziel Rest. Harfe in Aesch zur erfrischenden Einkehr. Dort besuchte uns zur allgemeinen Freude, der ehemaliger Wanderleiter Fredy Meyer mit seinem Elektro-Dreirad. Danke an meine tollen Mitwanderden und besonders an Daniel und Ursula die mich, wegen der Änderung abseits der Wanderwege, unterstützten. SB
Tourenbericht Sulzfluh Saaser Calanda
Klettersteig, Karst und Kaiserschmarrn - ein Wochenende im Rätikon
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Entsprechend beginnt unsere Wochenendtour bereits um 5:33 Uhr im IC Richtung Partnun. Knapp 4 Stunden dauert die Anfahrt bis zum Berghaus Sulzfluh. Dort angekommen vertrödeln wir keine Zeit, lassen unser Übernachtungsgepäck zurück und starten sofort Richtung Sulzfluh-Klettersteig. Den hatte uns Beat als „nicht für Anfänger geeignet“ angekündigt - und genau so war es dann auch.
In wunderbar griffigem Fels geht es senkrecht nach oben, abwechslungsreich gestaltet mit Leitern, Klemmen, Traversen und einer Einseilbrücke, und dabei wurde immer darauf geachtet, nie zu viel Eisen am Berg zu verwenden. Meinen Plan, das Sicherungsseil möglichst wenig zu verwenden, gebe ich spätestens hinter dem Bänkli auf, denn gerade bei den Traversen steht man meist ohne jegliche andere Hilfe in einer fast senkrecht abfallenden Wand. Geübten Klettersteiggehern bietet dieser Steig tolle technische Anforderungen, wunderschöne Ausblicke, und oben am Gipfelkreuz angekommen, sind alle völlig begeistert.
Nach einer späten Mittagsrast entschliessen wir uns, über die österreichische Seite und die Tilisunahütte abzusteigen. Den von Beat heissgeliebten Kaiserschmarrn haben sie um diese Uhrzeit nicht mehr, aber ein feiner Apfelstrudel dient als sehr befriedigender Ersatz. Beim Abstieg haben wir noch genügend Zeit, eine kleine Runde im Partnunsee zu schwimmen, und es spricht für die Gruppengemeinschaft, dass sie mich - als erklärten Bergseemuffel - überreden können, zum ersten Mal überhaupt in einem Bergsee schwimmen zu gehen. Erfrischt, müde und glücklich erreichen wir das Berghaus pünktlich für ein feines Nachtessen.
Nach so einem langen und erlebnisreichen Tag geht es für uns alle früh ins Bett. Wer das Berghaus Sulzfluh kennt, weiss, dass es sich um ein altes Bauernhaus teils ohne Strom und Heizung handelt. „Hier hatte der Architekt auch ein bisschen viel Alkohol“, schmunzelt Markus angesichts der schiefen Holzdielen. Heidrun nimmt umsichtig den Wasserkrug aus der Schüssel auf der Kommode im Zimmer, weil er bei jedem Schritt anfängt zu klirren. Und Carsten vergleicht die Nacht mit einem Aufenthalt auf hoher See: Sobald jemand einen Schritt macht, wackelt das ganze Schiff. Atmosphäre hat dieses Berghaus wie kaum ein zweites. Ohropax wird trotzdem empfohlen.
Nach solch einer abenteuerlichen Nacht starten wir den Morgen mit Qi Gong. Mir wird gesagt, dass das bei Beats Touren immer so ist - genauso wie man im Zug immer im hintersten Abteil sitzt. Auch wenn sich die anderen zum Teil schon gut kennen, fühle ich mich von Anfang an als selbstverständlicher Teil der Gruppe. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es mit dem Bus zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Die ersten eineinhalb Stunden sind wir auf betonierten Wegen unterwegs, und während Barbara versucht, die Mücken, die sie offensichtlich zum Anbeissen finden, zu vertreiben, kommt bei den bereits frühmorgendlichen heissen Temperaturen selbst Markus ins Schwitzen. Auf die Minute zur Mittagsstunde erreichen wir das Fürggli und gönnen uns eine wohltuende Rast. Wir tauschen Käse gegen Blasenpflaster, diskutieren, wie sinnvoll es wäre, von dem im Holzkästchen bereitgestellten Schnaps zu kosten, und ab wann sich ein Alpkäse eigentlich Alpkäse nennen darf - sowohl im rechtlichen wie auch im geschmacklichen Sinn.
Nach der Pause geht es dann weiter auf dem unbefestigten T5-Weg Richtung Saaser Calanda - eine schmale Wegspur zeigt uns die Richtung und die Ausblicke rechts und links werden mit jedem Schritt schöner. Bevor es ins Geröllfeld und ins Couloir geht, rüsten wir uns mit Helm und unseren Klettersteighandschuhen aus. Hier muss vorsichtig ein Fuss vor den andern gesetzt werden; im Couloir ist Kraxelkönnen gefragt. Oben angekommen „bewache ich die Rucksäcke“ und gönne meinen qualmenden Füssen eine kleine Pause, während die andern voller Energie noch den kurzen Anstieg zum eigentlichen Gipfel mitnehmen. Wir geniessen eine wohlverdiente Pause und freuen uns, dass alles so wunderbar geklappt hat.
Im Abstieg geht das Karstfeld langsam in Alpwiesen und wilden Erika über, bis wir schliesslich die Seilbahnstation Madrisa erreichen, die den weiteren Abstieg deutlich verkürzt. Am Bahnhof in Klosters angekommen kann ich nicht widerstehen und hänge meine Füsse in den kühlen Brunnen. So schön die Tour auch war, freuen sich meine Beine sehr über das kühle Nass! Aus der Zugfahrt zurück tauschen wir weiter: Bilder gegen M&Ms, Aachener Printen und Basler Leckerli gegen Darvida-Cracker, und es tut uns allen ein bisschen leid, als der Moment gekommen ist, an dem wir Abschied nehmen müssen. Wir nehmen nicht nur Erinnerungen an einen grossartigen Klettersteig und eine fantastische T5-Wanderung mit nach Hause, sondern auch an viele interessante Gespräche, gemeinsames Lachen und eine Gruppe, in der ich mich vom ersten Moment an willkommen gefühlt habe. Für meine erste Tour mit dem SAC-Basel hätte ich mir keinen schöneren Einstieg wünschen können.
Eva Runkel
Bergtourentage Cabane OrnyFreitag: Hüttenaufstieg ab Bergstation Sessellift La Breya zur Cabane Orny, 2 1/2 h, Einklettern mit Bergschuhen ob der Hütte im Sektor école escalade ca. 2 1/2 h. Ein Teilnehmer ist später selbstständig zur Hütte Aufgestiegen.
Samstag: 3 Uhr Morgenessen, 4 Uhr los mit Stirnlampen zum Glacier Plateau de Trient 1 1/2h, anseilen, Steigeisen anziehen 1/2h, Gletscher-Traverse, 2 x 5-er Seilschaften, über sehr viele offenen Spalten mit z.T. schwachen Brücken, gute Spur, dann steiler hinauf, über den Bergschrund zum Fuss der Ostflanke der Aiguille du Tour, südlich des Gipfels, in Menschenschlange ohne Steigeisen hinauf an den Südgrat (08:00 Uhr) und über diesen wenig schwierig, in 2x 3er und 2x 2-er Seilschaften, meist am Laufseil mit Zwischensicherungen zum Südgipfel, 3540 müM 08:30 Uhr; kurze Pause (ca. 15min), Abklettern in die Lücke (09:15 Uhr) zwischen den Gipfel und Aufstieg zum Nordgipfel 10:00 Uhr (Quergang, Stelle 3a, von der Lücke zur einfachen Flanke hinauf zum Nordgipfel, 1.-2. Grad, sozusagen T4 ähnlich). 10:15 Uhr Beginn Abstieg zur Lücke (10:45), weiter schräg hinauf durch die Ostflanke zum Einstiegsort unter dem Südgrat (11:15 Uhr), Steigeisen anziehen, sanft über den Bergschrund in die Mulde unter dem Berg, 12 Uhr. Von dort, um die Durchquerung der spaltenreichen Zone des Trient-Plateau zu vermeiden, in grossem Bogen, horizontal ca. 200 m südlich, zum Ort des Anseilens und Steigeisen Anziehens am Fuss der Trienthütte (13:50 Uhr). Rückmarsch auf Wanderweg mit Steilstellen (gut abgesichert) retour zur Hütte, vordere Gruppe mit Remo um 15 Uhr, hintere mit Urs um 16 Uhr. Gemütlicher Spätnachmittag-Abend. Feines Essen, Quinoa mit Rüebli, Spinat, Zuchetti (alles kaum erkennbar klein geschnitten) plus Olivenöl, Rindsfleischplätzli, kleines Dessert. Hütte voll, Hüttenteam super sympatisch, jung, ohne Stress arbeitend.
Sonntag: 5 Uhr Morgenessen, gemütliches Suchen nach Einstieg zum Südgrat des Aiguilles d'Arpette Südgrates. Nachdem am Vorabend 1 Mann, am Sonntag-Morgen weitere 2 Männer direkt heimgingen, waren wir noch zu siebt: 1x3-er und 2x2-er Seilschaften. Meist sehr guter Granit, Kletterstellen 1-2. Grad zum Vorgipfel, dann Abklettern bis in Sattel vor dem Gipfelturm, eine steile Stelle, eher 3c als 2, abgesichert mit 4 Keilen und Schlingen (ca. 15 m), ca 2 1/2 h. Beschluss Verzicht auf die Gipfelbesteigung, Abstieg am Seil durch Südwestcouloir, ohne zu sichern, über Felsstellen (einfache) und viel Schotter hinunter zu mit Steinmannli markiertem Weg, retour zur Hütte, ca. 11:00 Uhr. Gemütlich packen, Kuchen essen, Schwatzen, Abmarsch zur Sessellift Bergstation um 12:30 Uhr, es zog Bewölkung auf, ich zuhinterst mit Marc, schwatzend, mussten uns zum Schluss sehr beeilen, um unten das 14:12 Uhr Postauto zu erwischen, Basel an um 18:30 Uhr.
Unsere Vorlauftour vor 2 Wochen brachte uns die Erkenntnis, dass die Umrundung des Bäderhorns zu schwierig für die Wandergruppe 2 ist. Der Altersschnitt liegt in dieser Gruppe um die Mitte 80. Kurzfristig haben wir umdisponiert und neue Routen kreiert. Für die Gruppe 2 wurde sofort eine Lösung gefunden. Leiter und Co-Leiter kamen zur gleichen Lösung. Schlaufe via Alp Buufeli. Die Gruppe 1 hat ihren Entscheid unterwegs und gemeinsam erst am Tag der Ausführung gefällt. Am Wegpunkt wo sich die Umrundung vom Gipfelerlebnis trennen musste scannten wir ein letztes mal den Himmel und marschierten los. Der situative Entscheid war richtig und alle waren happy !
Notabene waren auch für die 3 Veteranen Gruppen 3 Ausweichtouren bei Regenwetter im Gepäck. Ich warte noch heute auf diese Wetteränderung !
WF
Um 6:30 steigen wir am Dienstagmorgen in den gekühlten Zug, mit Vorfreude, der städtischen Gluthitze für zwei Tage entkommen zu können.
Thomas, Ueli, Christa, Pascale, Erika, Claudia und ich sind dabei. Wir sind die erste Gruppe, die Thomas zur Schreckhornhütte führen wird. Die zweite Gruppe folgt morgen Mittwoch.
In Grindelwald staune ich über den touristischen Zirkus, vollverschleierte Frauen neben lässigen Männern, wir reden kurz mit Leuten aus Chennai, aus San Francisco, von Korea und so weiter.
Auf der Pfingstegg ist es ruhiger und nach einer Viertelstunde wandern sind wir mehr oder weniger unter uns, mit dem Zwischenziel Bäregg-Berghaus.
Kaffee und Nussgipfel, Sonnencrème, Schuhe etwas fester binden und los geht es.
Einige von uns waren früher schon mal in der Schreckhornhütte, für die andern ist es der erste Besuch. Imposant und eindrücklich ist der Hüttenweg für alle. Schon bald nach der Bäregg kommt der erste grosse Graben, den man in einem immer weiteren Bogen nach oben überquert.
Weiter zur Bänisegg. Pause und Blick auf die Gegenseite des Tales und nach hinten zu den Gletschern. Die Szenerie ist gewaltig und faszinierend. Aber für mich schwingt auch eine gewisse Tragik mit, die Gletscher sind zum Teil sterbende Gletscherreste, wir wissen, das rauschende Wasser, das sich ins Tal stürzt, war Teil von ihnen und ist unwiderruflich weg.
Vielleicht gerade deswegen empfinden wir Glücksgefühle, dass wir dieses Naturschauspiel noch sehen und erleben können.
Die Bachüberquerungen sind problemlos, die Bäche führen wenig Wasser und langsam nähern wir uns dem spannenden Wegstück mit Ketten und Leitern. Hinten im Tal wird der Himmel grau und dunkel, wir hoffen, das Gewitter wartet noch.
Ganz reicht es nicht, wir werden aber nur leicht beregnet. Mehr Mühe macht uns der starke Wind, die letzten 100m zur Schreckhornhütte sind sehr speziell, mit Wind, der uns das Gefühl vermittelt, er könnte uns um- und wegblasen. Intuitiv bücken wir uns nieder und schleichen die letzten Meter bis zur Hütte. Geschafft.
Wir werden freundlich empfangen von Barbara und dem Team. Das erste Getränk geht auf die Sektionskasse. Vielen Dank dafür.
Nachtessen um 18h, das ist ja schon bald, es reicht uns gerade noch, den Schweiss abzuwaschen und ein frisches Hemd anzuziehen, um das gediegene Nachtessen geniessen zu können.
Weil Thomas mit uns am Mittwoch runter bis zur Bäregg und mit der Gruppe 2 nochmals zur Hütte rauf will, wird uns das Frühstück bereits um 6h serviert.
Auf dem Abstieg nochmals die grossartige Sicht auf die 4000er mit Rang und Namen, die Gletscher und die wilden Bäche.
Lieber Thomas, herzlichen Dank von uns allen für deine wie gewohnt unaufgeregte und kompetente Führung und dafür, dass du uns dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht hast. EB.
Fotos: CW, EBh
Alaskatrail zur Weisshornhütte und Sonnenaufgang auf der Wisse Schijen Süd 3264 m
Bei dieser Tour waren wir erstmals dankbar für den möglichen „Exit“. Aufgrund der Hitze war der erste zu querende Gletscherbach so reissend, dass sogar der grosse und schwere Autor dieses Berichts abgetrieben wurde. Mit Glück konnte er sich wieder aufrappeln. Aber da war klar: Auch bei einem gespannten Seil kann es für die Gruppe gefährlich werden. So kamen wir zur Exit-Variante, der Umgehung über die Gletscherzunge. Diese war landschaftlich durchaus reizvoll, doch die Tour zur Hütte wurde so rund eine Stunde länger. Der zweite, kleinere Bach war nun so reissend, dass wir erstmals an dieser Stelle ein Seil spannten.
Wie gewohnt wurde unsere Gruppe von unserem Hüttenteam sehr herzlich mit Kcuen und Kaffee begrüsst. Für den 1. August gab es ein besonderes Menü. Es gab Cholera, eine Walliser Spezialität, und eine frisch zubereitete Schwarzwälder Kirschtorte.
Am Sonntag brachen wir früh im Dunkeln zum Hüttendreitausender P 3264 auf. Nach einem prächtigen Sonnenaufgang um 06:40 Uhr kamen wir rechtzeitig zum Frühstück um 07:30 Uhr zurück zur Hütte. In rund zwei Stunden ging es dann wieder hinab nach Randa in die tieferen und heisseren Gefilde.
Im Team: Ralph, Corinne, Denise, Christ, Lisa, Jürg, Emanuel, David, Anna, Markus (Leitung)
Text: Markus
Fotos: von allen
Nach einer langen Anfahrt nach Kreuzboden (Bergstation) erwartet uns schönes Wetter mit einer prächtigen Aussicht auf die Mischabelgruppe.
Die Mischabelgruppe mit dem höchsten Gipfel, Dom (4545 müM), ist das zweithöchste Gebirgsmassiv der Schweiz. Das höchste Gebirgsmassiv ist die Monte Rosa.
Nach einem feinen Startkaffee machen wir uns gemütlich auf den Weg Richtung Gspon Bergstation, unser Zielort.
Der Weg war sehr abwechslungsreich, vielseitig und teilweise anspruchsvoll. Im wahrsten Sinne über Stock und Stein, über Alpwiesen mit schönen Blumen und durch Lärchwälder, Bachüberquerungen, sowie über Blockstein, welches Geschicklichkeit und Balance forderte.
Sehr positiv war auch die Teilnahme von neuen Mitgliedern und einem Gast aus der SAC-Sektion Bern.
Die Tour endete trotz eines gesundheitlichen Zwischenfalls gut, dies dank der Unterstützung von drei Wanderleitenden, die dabei waren. Diese Gruppe habe ich dann sicher, wenn mit etwas Verspätung, ans Ziel führen können. Die restliche Gruppe war uns voraus, da ich die Führung an eine Kollegin, auch Wanderleiterin, habe übergeben können. Vielen Dank für diese tolle, kollegiale Unterstützung.
Wir erreichten schlussendlich alle wohlauf den Weiler Gspon. Nach einem Schlusstrunk im Berghotel Alpenblick ging es auf die Talfahrt mit der Bergbahn nach Stalden.
Vielen herzlichen Dank an alle: ihr wart eine großartige und aufgestellte Gruppe. DN
Unsere Route: Livigno - Triassic Parc (Spuren spärlich sichtbar) - Lago Cancano - Rifugio Federico - Rifugio Saoseo - Piz la Stretta, 3104m. War schön zusammen. MG
Hochtouren mit Start in der unbewarteten Berglihütte
Nur zwei Stunden Gletschertour trennen zwei Bergwelten, deren Kontrast kaum grösser sein könnte. Auf der einen Seite der High-Tech-Glamour der überfüllten Jungfraubahnen: Futuristisch anmutende, riesige, verglaste Kabinen des Eiger-Express, Fun-Aktivitäten wie eine rasante High-Line, Schlittenfahrten oder Helikopter-Rundflüge. Auf der anderen Seite: eine einsame, abgelegene Hütte aus den Gründerjahren des SAC. Sie ist unbewartet, das Gletschereis muss fürs Wasser geschmolzen werden – und doch ist alles da, was es für einen glücklichen Aufenthalt braucht.
Es war ein ausserordentlich starkes 10er-Team, das hier zusammenkam. Angesichts der Hitze waren viele Firnpassagen vereist, sodass sich die Erfahrung der Teilnehmenden auszahlte. Schon der Zustieg zur Berglihütte erforderte angesichts der vielen offenen Spalten Spürsinn und führte über Klüfte, deren dünne Brücken gerade noch hielten.
Hartnäckig verfolgten wir das erste Ziel, den Walchergrat am Grossen Fiescherhorn (4049 m), bis auf eine Höhe von 3900 Metern. Dann gebot die Vernunft, rechtzeitig vor der vollständigen Aufweichung des Firns umzukehren. Bis zu dieser Höhe mussten wir bereits mehrere Passagen mit Schrauben absichern. Dass die Entscheidung zur Umkehr richtig war, zeigte sich auf dem Rückweg: Der vorausgehende „Spalten-Spürhund“ David (danke für den Einsatz!) brach etliche Male ein, einmal verschwand er sogar komplett von der Oberfläche.
Nach diesem harten Training war unser zweites Ziel, der 4110 Meter hohe Mönch, trotz der nicht ganz einfachen Verhältnisse wie ein Heimspiel. In nur drei Stunden ab Hütte erreichten wir den ausgesetzten Gipfel mit hübscher Kletterei und einigen Firn-/Eis-Passagen. Über den luftigen Firngrat, der zum Gipfel führt, wurde schon viel geschrieben. Angesichts der Vereisung musste man jetzt exakt auf der schmalen Kante laufen. Das erforderte höchste Konzentration und Trittsicherheit. Kaum auszudenken, wenn hier starker Wind wehen würde. Ein Bergführer, der mit seiner Kundin vom Gipfel diesen Grat hinabsteigen musste, gab ihr die etwas zynisch wirkende Anweisung: „Pickel immer an der Hangseite.“ Nun, da gab es keine Hangseite! Der Bergführer sslbst steckte den Pickel auf, nahm Seilschlingen in die Hand, beobachtete jeden Schritt der Kundin und war stets bereit, im Falle eines Falles auf die andere Seite der Kante zu springen. Zum Glück kam es nicht dazu.
Im Team: Jochen, Markus B., David, Jörg Andreas, Jacopo, Maja, Noah, Stefan & Markus (Leitung)
Text: Markus
Fotos: von allen
Fünf unternehmunglustige Teilnehmer – Jürg, Marianna, Katharina, Thomas und Christoph traf ich zur Spontantour zu den Strudeltöpfen oder Gletschermühlen auf Alp Mora. Spektakulär lagen die wassergefüllten “Löcher” in Reih und Glied – wie auf einer Perlenkette aufgezogen. Ein besonderes Naturerreignis welches Staunen auslöste. Und natürlich luden diese zum baden ein. Leider verschwand die Sonne immer wieder hinter den Wolken was auf 2100 hm spürbar wurde. Aber alle wagten das Bad im eiskalten Wasser- und wie erfrischend dies war. Es war ja herrlich diese Ausrufe bis jeder im Wasser war, wir konnten lachen.
Auch das Picnic an diesen Badewannen,- im Badeanzug und dann noch die warme Jacke,- das war ja auch sehr speziell.
Und so folgte der Abschied, es ging mit vielen Höhenmeter nach Trin hinunter, leider oft auf einer breiten Schotterstrasse. Aber das herrliche lustige Erlebnis überwog diese blöde Strasse. Da es keine Restaurant in Trin gab und der Volg uns noch mit einem Getränk und Glace über die Runden half ging es schon bald nach Hause.