Erst ab Ende Februar ist der Zutritt zum hinteren Lötschental nach dem verheerenden Bergsturz wieder erlaubt. Allerdings ist dazu ein grosser Umweg über Weissenried erfordelich. Wer den drohnenüberwachten Schuttkegel betritt, muss mit saftigen Bussen rechnen.
Vom Skigebiet Lauchernalp aus erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein in gemütlichen drei Stunden in einer langen Traverse den Gipfel. Nachdem es am Vortag hier noch gestürmt hatte (Gondelunfall am Titlis), wehte nun nur ein laues Lüftchen. Aber: Aufgrund des starken Windes war der Schnee „gedeckelt“, sodass wir in vielen Abschnitten recht gefordert waren. Unten hingegen empfing uns cremiger Sulz. „Schön, ich kann doch noch Skifahren“, dachten da wohl einige. An einem schönen Tag begegnen einem bei der Fafleralp Dutzende Winterwanderer, doch nun herrschte totale Einsamkeit. Kurz vor Blatten – die Warnschilder waren unübersehbar – mussten wir nach rechts ausweichen und den notfallmäsig ausgebaggerten Weg zum Weiler Weissernried 200 Höhenmeter hinaufsteigen. Nach einer längeren Traverse kamen wir an ein tief eingeschnittenes Tobel, das bei Lawinengefahr den Exit unmöglich macht. Zum Glück waren die Seitenhänge der Schlucht schneefrei, sodass wir die Hängebrücke gefahrlos erreichen konnten. Nun waren wir wieder in der Zivlisation angelangt. Der letzte Teil der Lauchernalp-Abfahrt (leider teilweise ohne Schnee) brachte uns hinab zum Ausgangspunkt Wiler. Um 18:00 Uhr konnten wir eine wunderschöne aber durchaus nahrhafte Rundtour abschliessen. Nicht nur die prächtige Aussicht auf die hohen Schweizer Berge, sondern auch der nahe, beklemmende Anblick der Folgen des Bergsturzes hinterliess einen bleibenden Eindruck.
Hier der Link zu allen Bildern und Filmchen:
https://photos.app.goo.gl/JFCBpeq9KGLp8MB86
Im Team: Urs H., Urs W., Jürg K, Chiara, Claus, Lorenz. Leitung: Matthias & Markus
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