Bei Sonnenschein, kühler Bise und guter Laune starten wir in Seewen unsere Wanderung. Zunächst dem Ufer des ehemaligen Seewener Sees entlang, der vor ca. 13’000 Jahren wegen eines Bergsturzes beim heutigen Welschhans entstanden ist. Der Flurname Welschhans geht auf einen welschen Jean zurück, der um 1700 von der Gemeinde Seewen den Auftrag hatte, den Ablauf des Sees offen zu halten, damit die Fläche des verlandeten Sees urbar gemacht werden konnte und nicht mehr überschwemmt wurde.
Nach kurzer Zeit steigt der Weg steil an und wir erreichen nach einer Stunde den Woll. Gemäss SwissTopo soll sich hier ein prähistorischer Wall befinden. Eine da gefundene keltische Münze soll Hinweis dieser Besiedlung sein. Die heutigen Archäologen vermuten jedoch, dass es sich um einen grossen Lesesteinhaufen handeln muss. In der näheren Umgebung des Wolls wurde Land gerodet und urbar gemacht und die Steinbrocken wurden zu einem Wall aufgeschüttet.
Weiter gehts im eisigen Wind über den Wisiggrat mit schöner Aussicht nach Basel zum Gotthard und auf den höchsten Berg von Himmelried, den Homberg mit einer Höhe von 793m. Der Name „Gotthard“ ist hier humoristisch entstanden. Er ist der Übergang zwischen Himmelried und dem Eigenhof und hat Eingang in die Nomenklatur von SwissTopo gefunden.
Weiter geht es zum Armenfonds. Auf dieser Hochfläche konnten anfangs 19. Jahrhundert bedürftige Menschen von Himmelried auf gerodetem Land ihre kleinen Aecker bewirtschaften. Wir lassen uns für die Mittagspause bei der Wettertanne und Picknickstelle nieder. Im Nu entfachen Erhard und Co. ein Grillfeuer und bald riecht es fein nach Raclette und Wurst. Die weiterhin stark wehende Bise spornt uns anschliessend an, in raschem Schritte über Rütenen zum Eigenhof zu marschieren. Vom Winde verweht erreichen wir die warme Stube des Eigenhofs, wo uns Frau Wiggli, die Wirtin, feine Früchtewähen, Kaffee und Milch vom Hof auftischt.
Gestärkt und aufgewärmt steigen wir durch das romantische Pelzmühletal nach Grellingen runter. Zufrieden und zuversichtlich, dass zuhause eine warme Stube auf uns wartet.
Herzlichen Dank an die fröhliche Gruppe, Georg
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