Am 22.7. war es soweit. Thomas begrüsste uns zu seiner Spontantour auf die Schreckhornhütte.
Wir starteten in Grindelwald-Pfingstegg und nahmen den ersten Abschnitt bis zum Berghaus Bäregg unter die Füsse, grösstenteils durch einen schönen schattigen Wald.
Nach einer Einkehr wechselten wir ab Bäregg auf den hochalpinen Weg Richtung Bänisegg. Am Bänisegg hatten wir Mittagspause und wir genossen dabei den Blick auf die imposanten Gipfel und Gletscher. Die Aussicht auf Eiger, Mönch, Unterer Grindelwaldgletscher, Unteres Ischmeer, Ischmeer, Fiescherhörner, Finsteraarhorn, war grandios. Das Wolkenspiel schuf immer wieder neue Bilder und Eindrücke, gab Gipfel frei und verhüllte sie wieder. Wir hatten Glück mit dem Wetter.
Der Weg zur Hütte begeistert mit Abwechselung, guter Begehbarkeit mit Stufen, Leitern, Ketten gesichert, einer sehr bunten Pflanzenvielfalt, Bergbächen, Gletscherspalten und sehr schönen Panoramen. Die Bachquerungen machten immer wieder einen Aufstieg erforderlich, obwohl die Bergbäche nicht so viel Wasser führten. Die starken Gletscherfälle auf der gegenüberliegenden Talseite zeigten uns die Gletscherschmelze sehr eindrücklich live.
Am Wegrand bewunderten wir die Farbenpracht und Vielfalt der Pflanzenwelt. Roter und gelber Enzian, blaue Glockenblumen, Disteln, Berg-Hauswurz, Arnika, Alpenweidenröschen, Männertreu um nur einige zu nennen und sogar ein Edelweiss begrüssten uns. Unterwegs trafen wir auch die Hüttenwartin, die einen kurzen Besuch im Tal machen wollte.
Weiter oben am Weg erntete Thomas noch wilden Schnittlauch fürs Abendessen, bevor das letzte Wegstück zur Hütte anstand.
Zufrieden und glücklich an der Hütte angekommen war es ein tolles Gefühl den Aufstieg gemeistert zu haben. Monika, Markus und das Hüttenteam begrüssten uns mit einem feinen Apero.
Sogar Familien trafen wir auf der Hütte an. Das 7-jährige Mädchen einer Familie stellte den "Rekord" als jüngster Gast auf.
Der Abend verging schnell. Nach dem leckeren Nachtessen kamen Steinböcke in Hüttennähe und das Wolkenspiel am Himmel erhielt einen rötlichen Schimmer. Später verschanden die Wolken und gaben einen überwältigenden Sternenhimmel frei.
In der Morgendämmerung kamen auch die Steinböcke wieder zur Hütte.
Nach einen feinen z'Morge mussten wir schon wieder Abschied nehmen und den Rückweg antreten, ausser Markus. Er flog zurück. Monika hatte ihren Hütteneinsatz beendet und machte sich mit uns gemeinsam auf den Rückweg.
Das erste Stück Richtung Bänisegg wanderten wir noch auf der Schattenseite bei etwas frischeren Temperaturen.
Nach den steileren Passagen ging es dann im Sonnenschein weiter zum Bänisegg und Berghaus Bäregg. Auf der Terrasse des Berghaus Bäregg gab es eine Stärkung mit leckerer Zwetschgenwähe bevor es weiter zum Pfingstegg ging. So ging die Tour zu Ende, die Thomas hervorragend geleitet hat und wir traten die Heimreise zurück nach Basel an.
Bereits auf der Fahrt nach Interlaken waren die Gipfel, die wir so schön erlebt hatten von Wolken verhüllt.
Wir hatten ein ideales Zeitfenster für die Tour erwischt.
DANKE für diese wunderbaren Stunden, für alles. B.S.
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