Frühes Aufstehen war angesagt am 9. März 2025, denn ÖV-Verbindungen ins Riemenstaldental sind rar. Und so traf sich die kleine Truppe bereits um 05.30 h am Bahnhof Basel. Leider mussten einige Teilnehmer kurzfristig abgesagt und so waren wir nun zu dritt.
Für etwas Abwechslung am frühen Morgen sorgte das dreimalige Umsteigen, bis wir in Chäpeliberg angekommen waren. Und der auffrischende Föhn bereitete etwas Stirnrunzeln, weil die Seilbahn den Betrieb bei starkem Wind einstellen würde. Im schlechtesten Fall wären wir dann eben zur Hütte hochgelaufen.
Aber wir hatten Glück, keine Probleme auf der Reise und die Fahrt mit der luftigen Kult-Seilbahn konnten wir geniessen. Oben in der Lidernenhütte angekommen gabs zuerst Kaffee und Kuchen, bevor wir die geplante Tour auf den Hagelstock in Angriff nehmen konnten. Wir hatten top Verhältnisse und konnten die Aussicht zum Rophaien und Rossstock geniessen.
Beim Abstieg kam dann immer mehr Föhn auf, aber egal. Da alle gut drauf waren, haben wir uns noch für eine Extraschlaufe um das Schmalstöckli entschieden. Und jetzt kam der Föhn so richtig stark und erreichte in den Böen sogar Sturmstärke. Und zwar so stark, dass beim Abstieg einmal alle gleichzeitig von einer starken Sturmböen umgeweht wurden. Und so ging es dann gemeinsam mit dem ältesten Urner, dem Föhn, zur Lidernenhütte zurück.
Am nächsten Tag war der Föhn vorbei, der Himmel bedeckt. Die Sicht war passabel und die Lawinensituation günstig. Also recht gute Bedingungen um den Aufstieg zum Spilauer Grätli in Angriff zu nehmen. Denn Weg zum Übergang hoch konnten wir bereits am Vortag gut einsehen und nun die beiden Steilstufen gut bewältigen.
Um 11.15 h erreichten wir Punkt 2303 auf dem Spilauer Grätli. Leider änderte sich nun schlagartig das Wetter und wir befanden uns in den Wolken. Die Sicht reichte kaum weiter als bis zu den Schneeschuhen und wir begannen nach kurzer Gipfelrast den vorsichtigen Abstieg. Leider besserte sich das Wetter während längerer Zeit nicht und wir orientierten uns mit Kompass, Karte und GPS.
Es kam wie es kommen musste, plötzlich waren wir abseits der geplanten Route, wahrscheinlich war das GPS-Signal etwas ungenau. Und wir steckten immer noch in den Wolken fest. Also mal Pause angesagt, vielleicht bessert sich die Sicht. Und tatsächlich, für kurze Zeit war der Himmel blau und wir konnten den weiteren Weg bis zum Übergang ins Schächental, dem Geissgrätli, gut einschätzen. Und diese kurzen Momente zeigten uns auch, in welcher grossartigen Landschaft wir uns bewegten.
Beim Abstieg ins Schächental zeigte sich das Wetter wieder von der besten Seite, einzig der ziemlich nasse Schnee bremste etwas unser Vergnügen. Und so kamen wir dann wohlbehalten gegen 16 h bei der Seilbahn Biel-Kinzig an.
Abschliessend kann gesagt werden, dass wir zusammen eine anspruchsvolle Schneeschuhtour in einem grossartigen Gelände absolvieren konnten, herzlichen Dank an alle Teilnehmer!
R.M.
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