Leider hält sich heute das Wetter überhaupt nicht an seine eigene Prognose. Statt aufzuhören, regnet es einfach weiter. Unsere Wanderung von Aesch nach Aesch wird zur Wanderung von Aesch nach Aesch im Regen. Wir lassen uns davon aber nicht beirren. Wir laufen auf den Muggenberg, zur Ruine Pfeffingen, zum Glögglifels und nach zwei Stunden sind wir auf der Eggflue. Dort finden wir bei der Feuerstelle trockenes Holz. Sehr gut und hilfreich. Nach wenigen Minuten haben wir ein Feuer. Nach geduldigem Warten können wir unsere Klöpfer und Racletteschälchen auf den Grill legen und unser Mittagessen schmoren lassen. Bei leichtem Regen verzehren wir unsere Köstlichkeiten.
Nach einer Stunde wandern wir weiter, zum Blattepass, zur unteren Chlus und dem Chlusbach entlang nach Aesch. Vor Aesch hat der Himmel ein Einsehen und zeigt sich in Blau, mit Sonnenschein. Und wir treffen Fredy Meier, früherer Wanderleiter, auf einem Spaziergang in die andere Richtung. Schön.
Im Restaurant Mühle können wir schliesslich im Trockenen beisammen sitzen und etwas trinken.
Mein Dank an alle fürs Mitkommen und für Eure gute Laune trotz den etwas misslichen Verhältnissen. EB.
Hier etwas über den Glögglifels:
Die wahrscheinlich mittelalterliche Weganlage von Delsberg nach Basel führte zwischen Nenzlingen und Pfeffingen am Glögglifels vorbei. Mit grossem Aufwand wurde unterhalb der Eggfluh ein fahrbarer Durchgang geschaffen, der in der Region einzigartig ist.
Die Weganlage am Glögglifels entstand wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Anlage oder einem Ausbau der Burg Pfeffingen. Der fahrbare Weg wurde zusätzlich mit Karrgeleisen sicherer gemacht. Diese verhinderten in der abschüssigen Passage das Abrutschen der Wagen.
Es gibt zwei Durchgänge, die unterschiedlich genutzt wurden. Während der breitere Durchgang Wagen vorbehalten war, benutzten Fussgänger die schmalere, mit Stufen ausgestattete Passage.
Auf der Nordseite des Felsens zeigen die von einer senkrecht angebrachten Nut getrennten Wappen Berns und Basels die ehemalige Kantonsgrenze. Auf der Südseite lassen die angebrachte Fratze und die Inschrift die Schritte der Wandernden etwas schneller werden.
Auf diesem Weg konnte der Zoll an der Birs umgangen werden. Deshalb waren die beiden Durchgänge durch Tore abgeschlossen, die seitlich in den aus dem Felsen gehauenen Nuten verankert waren. Um Durchgang zu erhalten, musste die am Felsen angebrachte Glocke betätigt werden, womit der Wächter herbeigerufen werden konnte. Die Glocke soll dem Felsen den Namen gegeben haben.
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