Senioren-Skitourenwoche vom 26. bis 31. Januar 25 in Celerina
Auch dieses Jahr hat Monica Müller mit grosser Umsicht für 13 Teilnehmende eine tolle und altersgerechte Skitourenwoche organisiert. Stationiert waren wir im konfortablen Hotel Alte Brauerei in Celerina. Dank guten Busverbindungen lassen sich von dort aus alle möglichen Ausgangspunkte problemlos erreichen. Seit über 10 Jahren betreut Reto Affentranger als Bergführer die Gruppe. Ihm zur Seite stand Oliver Eugster, der als Aspirant dieses Jahr seine Führerausbildung abschliessen wird.
Wetter- und Schneemässig herrschten keine einfachen Bedingungen. Bei Ankunft am Sonntag Nachmittag lagen bereits einige Centimeter Neuschnee auf einer nicht sehr stabilen Schneedecke und für die beiden nächsten Tage war weiterer Schneefall angesagt.
Und so war es dann auch. Am Montag starteten wir von Plaun da Lej aus und überquerten bei sehr grauem Wetter zuerst den Silsersee, um dann auf einem Alpweg die Alp Petpreis zuvorderst im Val Fedoz zu erreichen. Als Ziel wäre der Muot Ota auf dem Grat zwischen dem Fedoz- und dem Fextal und die sanften Hänge gegen das Fextal vorgesehen gewesen. Als wir aber den Grat erreichten, verstärkte sich das Schneegestöber und wurde das Spuren im Jungwald zu mühsam, sodass wir uns vorzeitig auf die Abfahrt machten und zu Kaffee und Kuchen in Sils Maria Zuflucht nahmen.
Bei anhaltendem Schneefall verhiess auch der Dienstag wenig Gutes. Wir starteten trotzdem frohen Mutes von St. Moritz Bad aus durch den Wald in Richtung Hahnensee (Lej dals Chöds), über Hänge, die bei besseren Bedingungen Teil der signalisierten Piste vom Corvatsch nach St. Moritz sind. In Anbetracht der widrigen Verhältnisse kehrten wir auf ca. 2100 m kurz vor dem Hahnensee um. Für die weniger routinierten Skifahrer war die Abfahrt mindestens so streng wie der Anstieg; an leichte Schwünge und gepflegtes Skifahren war nicht zu denken. Bereits kurz nach 13 Uhr waren wir wieder im warmen Hotel zurück, die meisten bis auf die Haut nass.
Der Mittwoch entschädigte uns mit grandiosem Sonnenschein und angenehm milder Temperatur. Wegen des schweren Schnees wählten die Führer ein Ziel, von welchem aus wir über präparierte Pisten zurückkehren konnten. So brachen wir von Champfèr Dorf aus auf und stiegen etwa drei Stunden über Futschöls-Paradies bis auf eine Schulter (2500m) im Skigebiet des Piz Nair auf. Die Abfahrt über Pisten an die Talstation der Signalbahn war sehr entspannt.
Der Donnerstag geht als «richtige Skitour» in die Geschichte ein. Bei ausgezeichneten Bedingungen – über Nacht hatte sich herrlicher Pulver gebildet - stiegen wir wiederum von Plaun da Lej über Grevasalvas (Heididorf) auf den Muotta Radonda (2484 m). Von dort bot sich ein herrlicher Blick steil ins Bergell hinunter und über das weite Oberengadin. Die Abfahrt mehr oder weniger dem Aufstieg nach war bei diesen Verhältnissen absolut traumhaft.
Da wir am Freitag wieder ins Unterland zurückreisen mussten, war nurmehr eine kurze Tour angesagt. Wiederum wurden dafür gegen SE exponierte Hänge angesteuert. Wir stiegen von Champfèr aus über Albana bis gegen 2150m auf. Bei stumpfem Licht war die Freude an der Abfahrt nicht gleich gross wie am Vortag.
Bei der Abreise waren sich alle einig: die Führer haben uns bei schwierigen Verhältnissen ein Maximum geboten. Sie mussten tüchtig spuren und leisteten etliche Male Hilfe bei Stürzen im schweren Neuschnee. Die Gruppe harmonierte gut. Für nächstes Jahr übernimmt Ursula Flück die Organisation der Woche. Hoffentlich treffen wir uns gleich gut zwäg in etwa der gleichen Zusammensetzung wieder.
PR 14.2.85
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