Spontan auf den Petersgrat am 4. Februar 2024
Eine Ausschreibung mit 1700 Höhenmetern Aufstieg, und das mit einem Anmeldefenster von nur 4 Tagen: Gibt es da überhaupt Interesse? Gross war die Überraschung, als innerhalb von nur 24 Stunden alle sieben Plätze vergeben waren und eine Warteliste eröffnet werden musste. Auch für dieses Segment gibt es offensichtlich einen Bedarf in der Sektion; ein Teilnehmer hat seine Anmeldung mit dem Kommentar versehen: „Aendlich emol öbbis mit echli Höhemeter“.
Der morgendliche Elan unserer achtköpfigen Gruppe - wir wählten die erste Verbindung ab Basel um 05.28 Uhr - wurde in Spiez jäh gebremst. Wegen einer technisch bedingten Verspätung verpassten wir den Anschluss! Haben wir bald Verhältnisse wie bei der Deutschen Bahn? Diese und andere Fragen wurden beim zweiten Kaffee am Buffet ausgiebig diskutiert.
Schlussendlich kamen wir erst um 09:25 Uhr in Blatten an. Zum Glück waren es bis zur geschlossenen Schneedecke nur wenige Meter, so dass wir rasch mit den Fellen loslegen konnten. Eine erste kleine Pause auf der Fafleralp nutzte ich, um der Gruppe noch die Gesslerhütte zu zeigen - ein heimeliger Ausgangspunkt für meine Sektionstour im Mai. Beim Aufstieg durch das äussere Faflertal gewannen wir stetig an Höhe, bis zu einem Nothalt, als sich bei mir und anderen riesige Stollen auf den Fellen bildete – ein absoluter Konditionskiller. Ein grosser Dank geht an Claus, der Imprägnierwachs aus seinem Rucksack hervorzauberte.
Auf 2800 mü.M. wurde das Tal breiter und wir steigen über die riesige Gipfelkuppe des Petergrates hinan. Der Blick öffnete sich vom Aletsch- über das Bietschorn bis zu den Walliser Reisen und dem Mont Blanc. Allerdings: Oben angekommen blies uns ein starker Nordwind ins Gesicht, da blieb nicht viel Musse, um die Aussicht zu bewundern. Auch den Sandwich-Halt verlegten wir in tiefere Gefilde.
Die Qualität des Schnees war für einige aus der Gruppe und mich eine Herausforderung: Mal gut schwingbar, dann plötzlich deckelig - da musste man auf der Hut sein. Ab Fafleralp, auf der breitgewalzten Wanderpiste fiel allen das Skifahren wieder ganz leicht. „Aha, ich kann es doch noch“, so mein freudiges Gefühl. Nach einem erfüllenden Tag mit viel Sonne und vielen interessanten Gesprächen – die meisten der Gruppe kannten sich noch nicht – kehrten wir um 19:32 Uhr nach Basel zurück.
Die sieben Teilnehmenden waren: David, Jens-Philipp, Claus, Giorgio, Anne France, Michael, Martin
Text & Fotos: Markus Stähelin
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