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Skitour Chli Kärpf

Das Highlight des Tages war der Kondukteur der Südostbahn… Aber der Reihe nach:  Etwas mühsam war, ohne Auto von der Endstation Elm, Sportbahnen zum Ausgangspunkt der Skitour zu gelangen. Zu Fuss wären es entlang der Fahrstrasse 3 km, 200 hm. Wir bezahlten den Buschauffeur, völlig überteuert, dass er uns wenigstens bis Steinibach fährt. Von dort ging es zu Fuss zum P. 1261, wo wir die Skitour um 9.30 Uhr starteten. Die Bäume rauschten, der Föhn war im Lande.  Eine Stunde dauerte der Aufstieg entlang des Wanderweges durch den Wald (Wildurhezone) zur Skihütte Erbs P. 1698. Nach einer kurzen Pause ging es flott weiter die Hänge hoch bei der Hanegghütte P. 2034 vorbei aufs Bödeli auf ca. 2280 kurz vor dem Rotstock, der als markanter Orientierungspunkt im Gelände steht. Hier eine zweite kurze Pause. Durch das Täli weiter zur Höhe 2400, wo sich die Wege scheiden, links zum Grossen Chärpf, rechts Richtung Norden ein kleiner Aufschung über den Grat, entlang der Felsen Richtung Chli Chärpf. Ein kurzer schmaler Aufschwung, der windgepresst und ausgefahren von den Abfahrten das technische Können der Tourengänger*innen forderte. Unter Umständen sind hier Harscheisen sinnvoll. Es folgt ein etwas breiters Tal mit Aufschwung zur Chärpfscharte, die wir nach 4.5 Stunden inkl. Pause erreichten. Skidepot und zu Fuss auf den Chli Chärpf (2699). Entlang der Felsen sind Ketten angebracht, die den Aufstieg erleichtern. Eine herrliche Rundsicht und auf den Nachbar Gipfel, den Grossen Chärpf war die Belohnung. Trotz angekündigtem starkem Föhn, war es beinahe windstill. Vis à vis am Glarner Vorab rollte den ganzen Tag eine Föhnwalze vor sich hin und bot uns ein prächtiges Naturschauspiel.  Als Abfahrt ging es nach dem Rotstock (bis hier Wildschutzzone) westwärts in die Hänge von Steinböden ins Chüetäli. Der Schnee vom Wind bearbeitet, war hart und anstrengend zu fahren. Zurück bei der Skihütte Erbs wurden wir herrlich bewirtet mit bestem selbstgebackenem Kuchen und einem Kübel Most. Danach ging es locker, flockig entlang der Fahrstrasse zurück zum Ausgangspunkt. Bis P. 1146 konnten wir nördlich der Fahrstrasse gut mit den Skiern fahren. Danach war Skitragen angesagt, mir kurzen Fahrten dazwischen, kamen wir einigermassen müde von den 1590 Höhenmeter wieder bei den Sportbahnen Elm an.  Nun aber noch zum Highlight des Tages. Auf Hinweis von Marcel stiegen wir in Ziegelbrücke in den Treno Gottardo der Südostbahn, wo es phantasticherweise einen Automaten mit dem Bier Traverso einer Kleinbrauerei aus Uster und Chips gibt. Unsere müden Geister wurden durch den aufgeschlossenen Konduktuer belebt, der uns seine hotzenplotzigen Alltagsgeschichten auftischte. Es war so gemütlich, dass wir gleich bis Olten sitzen blieben, anstelle in Zürich umzusteigen.  Ich danke allen Teilnehmer*innen für den phantastischen gameinsamen Tag, die lustigen Momente und die gegenseitige Unterstützung, um diese, doch lange und anstrengende Tour gut zu meistern.